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Tennis

Saison 2018

- 1. Runde

, -
M. Gasparyan
Match beendet
A. Kerber
[4]
M. Gasparyan
A. Kerber
 
 
1. Satz
2. Satz
65
3
77
6
Louis Armstrong Stadium | 1. Runde
Spielzeit: 01:45 h
Letzte Aktualisierung: 05:11:46
Gasparyan
Kerber
Abschied
 
Das war's für den Moment aus dem Louis Armstrong Stadium! Wenn Sie aber nach wie vor Lust auf Tennis haben, bleiben Sie einfach dran, in wenigen Minuten gibt sich nämlich Alexander Zverev die Ehre - Oliver Stein sagt danke für's Mitlesen, bis gleich oder eben bis zum nächsten Mal!
2. Runde
 
Apropos Weiterkommen: Mit Wohlwollen wird Kerber sicher auch vernehmen, dass ihre Zweitrundengegnrin nicht Alice Cornet heißt - die Französin, der Kerber vor zwei Wochen in Montreal noch unterlegen war, ist vorhin nämlich an der Schwedin Johanna Larsson gescheitert.
Kerber
 
''Bei der Hitze denkst du manchmal einfach an andere Sachen''', so eine erleichterte Kerber nach dem Match. ''Dazu die Sonne, das Schattenspiel und alles ... das ist schon nicht einfach.'' Sprachs, bedankte sich bei den nicht wirklich zahlreichen Zuschauern und schrieb noch ein paar Autogramme - wir gratulieren auf jeden Fall zum Weiterkommen.
Fazit
 
Es war ein Fight, es war unfassbar anstrengend: Bei 36 Grad im Schatten behält Angelique Kerber einen kühlen Kopf und schlägt eine Gegnerin, die mit ihrem furchtlosen Auftritt phasenweise zu begeistern wusste - die aber insgesamt überfordert war, sobald Kerber das Tempo mal konstant anzog oder clever agierte.
6:7, 3:6
Und das war's: Ein letzter Servicewinner nach außen beschert Angelique Kerber nach 104 brutal harten Minuten den Zweisatzsieg und das Erreichen der 2. Runde!
6:7, 3:5
 
... aber Gasparyan wehrt sich doch noch mal, greift mit der Rückhand longline an und vollstreckt aus dem Halbfeld zum 15:30. Kein Problem für Kerber - mit einem sensationellen, ansatzlosen Stopp geht es zum 40:15 und zwei Matchbällen.
6:7, 3:5
 
Und weiter geht es mit Vollgas: Zwei schnelle Punkte für Kerber mit dem Aufschlag und der Vorhand sorgen für das 30:0 ...
6:7, 3:5
 
Und dann geht es ganz schnell: Zwei Mal erwischt Kerber ihre Vorhand perfekt, zwei Mal hat Gasparyan das Nachsehen und so geht das Break tatsächlich an die Deutsche - 5:3!
6:7, 3:4
 
Kein Problem für Gasparyan, die Kerbers Stopppversuch erahnt und am Netz zum 30:30 punktet.
6:7, 3:4
 
Es geht doch! Fast 20 Mal geht es hin und her, bevor Kerber die Initiative ergreift und eine Vorhand trocken cross auf die Grundlinie feuert - 15:30.
6:7, 3:4
 
Auf geht's? Über die Rückhand der angreifenden Gasparyan kontert Kerber zum 0:15. Den nächsten Netzangriff kann die Deutsche dann aber nicht mehr abwehren - 15:15.
6:7, 3:4
 
Ohne große Umschweife nimmt Kerber ihr Aufschlagspiel gleich mit dem ersten Spielball mit und stellt auf 4:3. Und natürlich ist der Moment, in dem man den Druck weiterreicht, ein schöner - denn jetzt kann die Deutsche beim Seitenwechsel zwei Minuten lang planen, wie sie sich das Break holen will.
6:7, 3:3
 
Clever von Kerber, da jetzt immer mal wieder ansatzlose Stopps einzustreuen. Denn Gasparyans Körpersprache ist nach (umkämpft) verlorenen Punkten jedes mal ganz, ganz schlecht ...
6:7, 3:3
 
Es wird geschrieen, gestöhnt, geseufzt, durchgepustet - vor allem aber verbringen die beiden Damen jede mögliche Sekunde damit, sich auf dem eigenen Racket abzustützen und Luft zu holen. Was für ein Fight - tatsächlich sind auf dem Court unten eben knapp 43 Grad gemessen worden!
6:7, 3:3
 
... und den nutzt die Russin trotz der weiterhin offensichtlichen Bewegungsschwächen zum 3.3.
6:7, 2:3
 
Gasparyan kann zum 40:15 vorlegen, Kerber den ersten Spielball aber abwehren. Bleibt noch der zweite ...
6:7, 2:3
 
Es ist eine Hitzeschlacht, das lässt sich bei über 30 Grad im Schatten nicht wegreden. Das sollte allerdings eigentlich der fitter wirkenden Kerber zu Gute kommen - bislang ist das Ganze jedoch ein einziger, offener Schlagabtausch.
6:7, 2:3
 
... und am Ende ist es ein Rückhandschuss der Russin, der weit neben den Korridor segelt, der der Deutschen nach 15:40 doch noch das Spiel zum 3:2 einbringt. Ein Mal tief durchatmen, bitte!
6:7, 2:2
 
Fast noch wichtiger ist dann Kerbers Ass zum Vorteil, das sogar Gasparyans Challenge Stand hält ...
6:7, 2:2
 
Ganz stark von Angelique Kerber: Breakball eins wehrt sie mit der Rückhand longline ab, Nummer zwei anschließend über die Rückhand ihrer Gegnerin. Einstand nach 15:40!
6:7, 2:2
 
Ach herrje. Kerbers erster Aufschlag ist noch nicht im zweiten Satz angekommen (31 Prozent), was Gasparyan mit schnellen Punkten zum 15:30 bestraft. Und auch der folgende Ballwechsel geht zu Gunsten der Russin aus ... 15:40 und Breakchancen!
6:7, 2:2
 
So kann Gasparyan dank Kerbers nächstem Vorhandschwinger in den Korridor zum 2:2 ausgleichen - da wäre für die Deutsche mehr drin gewesen.
6:7, 1:2
 
Kerber nutzt den eingeschränkten Bewegungsradius ihres Gegenübers auf jeden Fall prima aus und kommt zum 30:30. Darauf folgt dann allerdings doch wieder einer dieser scheinbar abgestellten Vorhandfehler ...
6:7, 1:2
 
Gasparyan spielt zwar momentan eher Standtennis, kommt aber auch so zum 30:0. Ob ihr da die Hitze zu schaffen macht oder doch ein körperliches Wehwehchen, ist nicht klar - mal sehen, was das für den Fortlauf dieser Partie bedeutet.
6:7, 1:2
 
... und in der Folge dann auch ganz flink zum 2:1.
6:7, 1:1
 
Noch ist hier alles auf Augenhöhe, aber ein bisschen wirkt es, als habe Kerber den Widerstand ihrer Gegnerin mit diesem Break gebrochen. Ohne große Gegenwehr geht es für die Deutsche zum 40:15 ...
6:7, 1:1
 
Es ist geschafft: Erst stellt Kerber über Gasparyans Vorhand zum Vorteil, dann leistet sich die Russin einen weiteren Doppelfehler - Re-Break für die Deutsche, 1:1 und alles wieder in der Reihe in Satz zwei.
6:7, 1:0
 
Dann ist die Russin mal wieder mit einem Spielball dran, vergibt diesen aber mit einem Doppelfehler (ihrem zweiten) - und schon geht es zurück zum Einstand.
6:7, 1:0
 
Ich wiederhole mich, aber: Wahnsinn, was Gasparyan da teilweise für Bälle spielt! Diesmal ist es eine wie an der Schnur gezogene Vorhand Inside-Out - Einstand, die fünfte.
6:7, 1:0
 
Mittlerweile sind wir beim vierten Einstand angekommen. Gasparyan muss über den zweiten Aufschlag kommen, was Kerber über Umwege bestrafen kann - Vorteil und zweiter Breakball für die Deutsche.
6:7, 1:0
 
Es geht eben nur über den Kampf: Mit der Rückhand cross erzwingt Kerber in einem der längsten Ballwechsel der Partie den Vorteil und damit die Breakchance - aber die wehrt Gasparyan mit ganz coolem Serve-and-Volley (!) wieder ab. Volles Risiko voraus!
6:7, 1:0
 
Kaum denkt Gasparyan wieder nach, legt sie einen einfachen Vorhandschuss statt ins Halbfeld ins Netz. Und so darf Kerber bei 40:40 doch noch mal auf das Re-Break hoffen ...
6:7, 1:0
 
Klare Antwort von Gasparyan: Mit vollem Risiko trifft sie die Rückhand longline und legt den Ball genau ins Eck. Es ist schon erstaunlich, was der Mut der Verzweiflung beim Tennis immer wieder bewirken kann ...
6:7, 1:0
 
Kerbers Stoppversuch ist weniger gut, der folgende Passierball mit der Vorhand longline dafür aber umso mehr - Einstand!
6:7, 1:0
 
Zwei richtig gute Punktgewinne von Gasparyan bringen der Russin dann aber doch das wichtige 30:30. Und das daraus resultierende Feel-good nutzt sie dann auch gleich zum nächsten Volleywinner - 40:30 nach 0:30.
6:7, 1:0
 
Andererseits: Auch im ersten Durchgang hatte Kerber ja ein frühes Break kassiert - und war anschließend mit vier Spielgewinnen in Serie durchgestartet. Bei 0:30 sieht viel nach einer Wiederholung dieses Verlaufs aus ...
6:7, 1:0
 
Brutaler Auftakt für Angie Kerber: Der nächste Fehler beschert Gasparyan drei Breakchancen - von denen sie gleich die erste mit einem Doppelfehler der Deutschen geschenkt bekommt. Soviel zum durch den Satzgewinn gestärkten Selbstvertrauen ...
6:7, 0:0
 
Weiter geht es aber vor allem mit volle Risiko von Gasparyan - zwei Winner sorgen schnell für das 0:30.
6:7, 0:0
 
Unsere beiden Damen sind zurück aus den Kabinen, wo aufgrund der hohen Temperaturen gern mal das komplette Outfit gewechselt wird - weiter geht's mit Aufschlag Kerber.
Zwischenfazit
 
Gemeint ist damit natürlich folgendes: Bei 5:4 hatte die Deutsche drei Satzbälle, die sie aber allesamt nicht nutzen konnte - in der Folge gab sie dann auch noch das Break ab und lud Gasparyan zurück ins Spiel ein. Unter dem Strich ist das zwar egal, denn zählen tut allein die Satzführung - aber für das eigene Selbstvertrauen wäre ein entspanntes 6.4 natürlich viel netter gewesen.
6:7
Nach 56 Minuten phasenweiser Schwerstarbeit ist der Drops dann zumindest teilweise gelutscht: Mit viel Druck auf Gasparyans Vorhand erzwingt Angelique Kerber den letzten Punkt und somit auch den Tiebreak - aber so eng hätte das alles natürlich niemals werden dürfen.
6:6
 
Mit einem cleveren Ball ins Halbfeld überrascht Kerber die weit hinter der Grundlinie lauernde Gasparyan zum 5:5 - und kann anschließend mit einer bärenstarken Vorhand Inside-Out zum 6:5 und Satzball punkten.
6:6
 
Mit einem Servicewinner kann die Russin dann aber doch wieder vorlegen und auf 5:4 stellen. Und jetzt ist es an Kerber, gegen den Matchverlust zu servieren ...
6:6
 
Wie gewonnen, so zerronnen: Logisch, dass auch Gasparyan ihr Minibreak Vorsprung gleich wieder verzockt. 4:4!
6:6
 
Der war unendlich wichtig: Mit einem gaaaaanz zitterigen Handgelenk spielt Kerber den Vorhandvolley in hohem Bogen ... genau aufs Linieneck. Nur noch 3:4!
6:6
 
Aber sein Service hält hier niemand mehr: Auch Kerber muss gleich wieder ein Minibreak hinnehmen, weil sie Gasparyan quasi ans Netz einlädt. 4:2 für die Russin, Seitenwechsel!
6:6
 
Mit ihrer Spezialität, der quasi auf-dem-Boden-sitzenden-Rückhand holt sich Kerber immerhin das erste Minibreak zurück. Und dann patzt Gasparyan wie aus dem Nichts auch noch mit dem Vorhandslice (!) - 2:3, alles wieder in der Reihe in diesem turbulenten Tiebreak.
6:6
 
Was macht Gasparyan denn hier jetzt?!?! WAHNSINN, was die junge Russin auf die Bälle eindrischt, Kerber von Ecke zu Ecke hetzt und am Ende mit einem Winner die Linie entlang punktet - zweites Minibreak, 3:0!
6:6
 
Und schon wird die Deutsche für ihre Passivität bestraft: Den Stopp von Gasparyan kann sie zwar erlaufen, gegen den folgenden Rückhandvolley der Russin ist sie dann aber chancenlos - Minibreak und 2:0 für Gasparyan!
6:6
 
''Zu leicht!'' schimpft sich Kerber selber - in der Tat hat Gasparyan hier wenig Mühe, zum 1:0 vorzulegen.
6:6
 
Gasparyan will die Bälle früh nehmen, unterschätzt aber den Topspin von Kerber - 6:6, auf geht's in den Tiebreak.
6:5
 
Oder sagen wir: Routiniert bis zum 40:0, der Doppelfehler hätte dann wieder nicht unbedingt sein müssen. 40:15.
6:5
 
Zum Glück fängt sich Kerber schnell wieder und serviert zumindest ihr eigenes Aufschlagspiel ganz routiniert aus: 40:0.
6:5
 
Starker Fight von Kerber, noch stärker ist allerdings das Offensivspektakel von Gasparyan - Spiel eingetütet, zum 6:5 vorgelegt und in Kerbers Box für staunende Gesichter gesorgt. Chapeau!
5:5
 
Mit einer Challenge verhindert Kerber bei 40:15 Gasparyans vorzeitigen Spielgewinn, aber nach wie vor muss man sagen: Die Deutsche ist in den letzten zehn Minuten leicht eingebrochen, das Momentum ist auf jeden Fall auf Seiten der Russin.
5:5
 
Verkehrte Welt: Gasparyan serviert plötzlich richtig gut, Kerber bekommt kaum noch einen Ball ins Feld - 30:0.
5:5
 
Ohje: Kerber wird plötzlich sehr passiv, was Gasparyan zu einem Angriff und dem Vorhandwinner aus dem Halbfeld nutzt - der ihr tatsächlich doch noch mal eine Breakchance einbringt. Und die nutzt die daraufhin wild schreiende Russin zum 5:5 - nach der Abwehr von drei Satzbällen!
4:5
 
Kein Problem: Über Gasparyans Rückhand geht es für Kerber zum Vorteil und Satzball Nummer drei - doch auch den feuert die Russin mit einem aggressiven Vorhandreturn einfach aus dem Stadion. Einstand Nummer zwei!
4:5
 
Den zweiten Matchball vergibt die Deutsche dann allerdings ähnlich leichtfertig, sodass Gasparyan zum Einstand kommt - da darf man sich schon mal ärgern, wenn man Kerber heißt.
4:5
 
Tja, so geht das manchmal: Satzball Nummer eins verschenkt die Bremerin mit einem Doppelfehler. Kann passieren ... 40.30.
4:5
 
Und dieses Mal erspielt sich Kerber mit einem Servicewinner auch zwei Satzbälle - 40:15!
4:5
 
Kerbers 15:0 kann Gasparyan ausnahmsweise mal mit einem guten Return kontern, aber Kerbers kontrolliert-aggressive Spielweise zahlt sich konstant aus: 30:15 für die Deutsche, erneut fehlen da nur zwei Punkte für den Satzgewinn.
3:5
 
Den einen Spielball nutzt Gasparyan dann auch umgehend und verkürzt erneut - aber momentan deutet wenig darauf hin, dass Kerber diesen Satz nicht in spätestens vier Minuten eingetütet haben wird.
3:5
 
Zunächst mal ist Gasparyan aber wieder an der reihe und stellt mit der hochriskanten Vorhand longline auf 30:30 - um anschließend auch noch über Kerbers Rückhand zum 40:30 vorzulegen.
3:5
 
Brillant von Kerber: Mit der Rückhand cross kontert sie einen Angriff der Russin genial aus und stellt so auf 15:30 ... da fehlen nur noch zwei Punkte zum Satzgewinn!
3:5
 
Damit serviert Gasparyan jetzt natürlich gegen den Satzverlust. Bei 15:0 wirkt sie noch frohen Mutes - was sich nach ihrem Rückhandfehler zum 15:15 dann aber gleich wieder ändert.
3:5
 
... und am Ende verzockt Kerber zwar zwei Spielbälle, nutzt den dritten dann aber mit einem weiteren Servicewinner. 5:3!
3:4
 
Auch das 40:0 ist nur einen Servicewinner entfernt ...
3:4
 
Kerber ist das angesichts des Breaks Vorsprung natürlich relativ egal. Mit Kontrolle und Tempo geht es zum 30:0 - vor allem die Vorhand der Deutschen funktioniert durchweg einwandfrei.
3:4
 
... und so kann sich die Russin am Ende doch tatsächlich mal wieder ein Spiel anschreiben: Nach vier verlorenen Spielen in Serie wurde es aber auch langsam wieder Zeit, 3:4 aus der Sicht von Gasparyan.
2:4
 
Die Russin hat Glück, dass Kerbers plötzlich Ausbruch mit der Rückhand cross um Zentimeter zu lang gerät, denn das bringt ihr bei 40:30 den Spielball ...
2:4
 
Soviel dazu: Mit einem sensationellen Stopp, für den es sogar Standing Ovations gibt, stellt Kerber schnell mal auf 30:30. Was Gasparyan mit Sicherheit wieder ein bisschen nervös machen wird ...
2:4
 
Es geht doch: Mit vollem Risiko kann sich Gasparyan auch mal wieder zwei Punkte in Reihe sichern. Nervös wird sich Kerber davon aber ganz gewiss nicht machen lassen ...
2:4
 
Ganze zwei Punkte hat Gasparyan in den letzten vier Spiele gewonnen - es scheint, als könne Kerber zumindest diesen ersten Durchgang bald als Aufwärmübung unter Wettkampfbedingungen abhaken.
2:3
 
Ein Mal, zwei Mal, drei Mal geht es über Gasparyans Rückhand. Und irgendwann hämmert Kerber den Ball dann urplötzlich longline ins Eck - wobei die Russin meist nur zuschauen kann. 30:15.
2:3
 
Bei eigenem Aufschlag läuft es bei Angie Kerber weiterhin wie geschmiert. Zumindest, wenn der Erste kommt - über den Zweiten kann Gasparyan doch tatsächlich mal wieder punkten. 15:15!
2:3
 
Auch dieses Break sichert sich Kerber am Ende ganz souverän und relativ mühelos - es wirkt, als habe Gasparyan ihr Pulver bereits in den ersten zwei Aufschlagspielen der Partie verschossen.
2:2
 
Die anfängliche Gegenwehr von Gasparyan ist mittlerweile komplett eingeknickt. Da häufen sich die leichten Fehler, während Kerber die Bälle nur noch reinspielen muss - ein schön erlaufener Stopp mitsamt des Passierballs die Linie entlang bringt Kerber die nächsten drei Breakbälle. 0:40!
2:2
 
Einen Spielball kann die Russin zwar noch abwehren, aber den zweiten nutzt Kerber dann mit einem Servicewinner - solange der Erste sitzt, sollte das hier eigentlich alles kein Problem werden. 2.2!
2:1
 
Und weiter geht's mit Kerber'schem Powertennis: Während Gasparyan kein Land mehr sieht, punktet die Deutsche nach Belieben und äußerst flott zum 40:0.
2:1
 
Zu Null, das ist natürlich eine Ansage: Mit einem letzten Winner schnappt sich die Deutsche das Re-Break und verkürzt auf 1:2 - da darf man den verschlafenen Start wohl wirklich als Ausrutscher abtun.
2:0
 
Bärenstark von Kerber, die die aufgerückte Gasparyan mit der Rückhand longline ganz trocken passiert 0:40 und drei Chancen zum Re-Break.
2:0
 
Ja, so in etwa meinte ich das. Erst leistet sich Gasparyan ihren ersten unnötigen Fehler, dann erzwingt Kerber einen weiteren mit der Rückhand cross - 0:30!
2:0
 
Start nach Maß für die Nummer 370 der Welt: Mit einem langen Return in Kerbers Beine macht sie gleich mit dem ersten Breakball einen Deckel auf das Spiel und legt zum 2:0 vor. Aufwachen, Fräulein Kerber!
1:0
 
Ei, ei, ei! Kerber streut von der Grundlinie unheimlich, sodass Gasparyan sich über drei leichte Punkte freuen darf - und die bescheren der Russin bei 15:40 die ersten Breakbälle!
1:0
 
Schade, dass Kerber da einen dominanten Ballwechsel mit einer zu langen Rückhand verschenkt - 1:0 für Gasparyan, die das hohe Tempo (bisher) aber durchweg mitgehen kann.
0:0
 
Das Spielniveau ist von Beginn an richtig hoch, denn auch Gasparyan holzt jetzt einfach mal drauf und punktet mit der Rückhand longline, die perfekt passt - 40:30.
0:0
 
Auch den nächsten Punkt schnappt sich die Deutsche, weil sie mit der Vorhand unheimlich viel Druck ausübt - 30:30!
0:0
 
Zwei lange Ballwechsel, zwei Mal behält die Russin die Oberhand - aber ihren ersten offensiven Moment kann Kerber dann gleich zum 30:15 nutzen.
0:0
 
Genug erzählt, los geht's - Margarita Gasparyan serviert als Erste.
Chair Umpire
 
Eine Schiedsrichtern hat die Veranstaltung natürlich auch: Cecilia Alberti aus Italien wird hier gleich den Vorsitz haben.
Verspätung III
 
Und für uns bedeutet das ganze vor allem eins: Vorhang auf für Angelique Kerber und Margarita Gasparyan, die sich hier jeden Moment am Platz einfinden, sich fünf Minuten lang einschlagen und dann beginnen werden.
Verspätung II
 
Sooooo! Das Match ist vorbei, allerdings mit einem aus deutscher Sicht eher traurigen Ende: Nach tollem Kampf und weit über zwei Stunden Spielzeit verliert Andrea Petkovic trotz größter Chancen noch gegen Jelena Ostapenko und ist damit ausgeschieden. Wobei wir für die DTB-Fans trotzdem noch ein Trostpflaster haben - denn Mona Barthel ist nach ihrer Niederlage in der Qualifikation als Luvcky Loserin doch noch ins Hauptfeld gerutscht.
Verspätung
 
Leider müssen wir uns noch ein bisschen gedulden, bis unser Match losgehen kann, denn momentan stehen sich im Louis Armstrong Stadium noch Jelena Ostapenko und Andrea Petkovic gegenüber - die Deutsche hat soeben nach Sätzen ausgeglichen, sodass nun der dritte Durchgang entscheiden muss.
DTB-Damen
 
Kerbers Landsfrauen haben ihr übrigens schon vorgemacht, wie man hier weiterkommt: Mit Carina Witthöft, Julia Görges und Tatjana Maria stehen bereits drei von kerbers Kolleginnen in der Runde der letzten 64.
Die US Open
 
Ein kurzer Moment bleibt aber noch, um uns die Geschichte des Turniers noch ein wenig genauer anzuschauen. Seit ihrer Erstaustragung im Jahr 1881 sind die Open das zweitälteste Tennisturnier der Welt (nach Wimbledon), gespielt wird im New Yorker Stadtteil Queens/Flushing Meadows auf der Anlage des USTA Billie Jean King National Tennis Center - und der Centre Court, das gewaltige Arthur Ashe Stadium, ist mit seinen fast 24.000 Sitzplätzen das größte reine Tennisstadion der Welt. Kein Wunder also, dass es für einen Tennisspieler wenig Größeres gibt, als hier vor ausverkauftem Haus und unter Flutlicht in der Nightsession antreten zu dürfen - nebenbei gibt es bei diesem Turnier aber auch noch rekordverdächtige 53 Millionen Dollar (Herren und Damen gemeinsam) zu gewinnen. Und natürlich hat die Veranstaltung auch zwei Titelverteidiger: Das Dameneinzel gewann 2017 die Amerikanerin Sloane Stephens, bei den Herren war vor 12 Monaten Rafael Nadal erfolgreich.
Head 2 Head
 
Die Favoritenrolle dürfte Kerber aber natürlich trotzdem wie auf den Leib geschneidert sein. Und damit ist zu dieser Weltpremiere dann auch schon fast alles gesagt: Kerber und Gasparyan haben sich vorher nämlich noch nie gegenüber gestanden.
Gasparyan
 
Heute muss Kerber zum Auftakt gegen Margarita Gasparyan, eine 23 Jahre alte Russin, ran. Die 23-Jährige aus Moskau hat in diesem Jahr erst 34.000 Dollar verdient, tritt zum ersten Mal bei den US Open an und spielt normalerweise sowieso nur auf der zweitklassigen ITF-Tour - ihren einzigen Turniersieg holte sie 2015 beim WTA-Turnier in Baku, wo sie mit Dominika Cibulkova (SLO) und Karin Knapp (ITA) immerhin zwei Top30-Spielerinnen schlagen konnte.
Kerber 2018
 
Dazu gewann Kerber gleich zu Jahresbeginn noch das Turnier in Sydney, darauf folgten außerdem noch das Halbfinale bei den Australian Open und zahlreiche hochkarätige Viertelfinalteilnahmen (Doha, Indian Wells, Miami, Rom und die French Open) - und so steht die Bremerin momentan auf Platz vier der Weltrangliste und hat hier in New York aufgrund ihres frühen Ausscheidens im Vorjahr (1. Runde) noch nicht mal wirklich Punkte (zehn) zu verteidigen.
Die neue Angie
 
Wie in jeder normalen Sportlerkarriere folgen auf Erfolge aber eigentlich immer Rückschläge und anders herum. Und so will die 30-Jährige das letzte Kalenderjahr am liebsten komplett vergessen (''2018 ist isoliert, sie blickt nicht zurück'', so ein Kerber-Vertrauter gegenüber der ''Süddeutschen Zeitung'') und nun ein neues Erfolgskapitel schreiben - mit neuen Trainingsansätzen, einem neuen Trainerteam (um den Holländer Wim Fissette), viel Yoga, lange Spaziergänge und anderer beruhigender Methoden wurde zuletzt wie erwähnt Wimbledon gewonnen.
Seuchensaison 2017
 
Kerbers selbstbewusste und lockere Reaktion auf solche Fragen macht allerdings genau das aus, was bei der Deutschen 2018 anders ist als noch im Vorjahr, der Seuchensaison 2017. Denn nachdem die gebürtige Bremerin im 2016 noch zur zweifachen Grand-Slam-Siegerin und am Ende sogar zur Nummer eins im Damentennis geworden war, brach die sportliche Welt der Wahl-Polin im Jahr darauf in sich zusammen - teilweise relativ unerklärlich.
Kerbers Urlaub
 
Allerdings muss man eben auch sagen: Seit dem Sieg auf dem heiligen Rasen von London hat bei Kerber nicht viel funktioniert. Ein verlängerter Urlaub (''Vor Montreal habe ich bewusst ein paar Tage länger Pause gemacht, um die ganzen Emotionen und das Erlebte zu verarbeiten. Die Zeit war wichtig.'') war natürlich drin, anschließend gewann sie in Montreal und Cincinnati aber kombiniert nur ein einziges Match - und schon fingen die Fragen nach einer Formkrise wieder an.
Kerber und die Slams
 
Dabei hat die gebürtige Bremerin, die mittlerweile wieder bei ihrer Familie in Polen lebt, allerdings einen psychologischen Vorteil: Sie hat nämlich nicht nur einen, sondern sogar schon drei Grand-Slam-Titel gewonnen - zuletzt vor sechs Wochen den in Wimbledon, aber eben auch schon den hier bei den US Open (2016).
Lucky Four!
 
Es ist nicht offiziell überliefert, ob die Nummer vier die Glückszahl des Deutschen Tennis Bundes ist. Sicher ist aber, dass sie es gern sein dürfte - denn mit Alexander Zverev bei den Herren und Angelique Kerber bei den Damen gehen die beiden größten Hoffnungen der DTB-Fans jeweils als Nummer vier der Setzliste ins Rennen.
Welcome to NY!
 
Herzlich willkommen bei den US Open zur Erstrundenpartie zwischen Margarita Gasparyan und Angelique Kerber.
Weltrangliste
Spielerprofile
M. Gasparyan
Ranking:
370
Geburtsd.:
01.09.1994
Größe:
1.83
Gewicht:
73
Bilanz:
11-5
Preisgeld:
USD 852.694
A. Kerber
Ranking:
2
Geburtsd.:
18.01.1988
Größe:
1.73
Gewicht:
68
Bilanz:
46-19
Preisgeld:
USD 26.852.841