Nordische Kombination

Einzel, 1 Durchgang Springen + 10 km, I, Oberstdorf, Saison 2019/2020

Nordische Kombination Liveticker

Oberstdorf, Deutschland26. Januar 2020, 10:45 Uhr
Einzel, 1 Durchgang Springen + 10 km, I
Zeit im Ziel Beendet
Pos.
Name
Zeit
Diff.
1.
Jarl Magnus Riiber
26:30.7
2.
Jens Oftebro
+6.0
3.
Franz-Josef Rehrl
+8.0
4.
Jörgen Graabak
+43.8
5.
Fabian Rießle
+44.7
6.
Martin Fritz
+45.4
7.
Espen Björnstad
+47.1
8.
Ilkka Herola
+47.5
9.
Manuel Faißt
+49.3
10.
Akito Watabe
+52.0
11.
Laurent Muhlethaler
+58.3
12.
Magnus Krog
+59.8
13.
Lukas Klapfer
+1:02.8
14.
Johannes Lamparter
+1:04.7
15.
Hideaki Nagai
+1:04.7
16.
Ryota Yamamoto
+1:08.1
17.
Espen Andersen
+1:13.4
18.
Vinzenz Geiger
+1:19.7
19.
Einar Oftebro
+1:30.1
20.
Yoshito Watabe
+1:39.3
21.
Philipp Orter
+1:47.1
22.
Lukas Greiderer
+1:47.2
23.
Szczepan Kupczak
+1:47.3
24.
Antoine Gerard
+1:58.1
25.
Kristjan Ilves
+2:03.5
26.
Thomas Jöbstl
+2:12.4
27.
Johannes Rydzek
+2:16.1
28.
Jan Vytrval
+2:16.4
29.
Eric Frenzel
+2:20.8
30.
Alessandro Pittin
+2:37.9
Letzte Aktualisierung: 12:20:20
Ende
 
Für dieses Wochenende soll es das von der Nordischen Kombination gewesen sein. Nun geht die Reise für die Winterzweikämpfer weiter nach Seefeld, wo mit dem Nordic Combined Triple der Saisonhöhepunkt ansteht. Nach Oberstdorf kehren die Sportler in gut einem Jahr zurück, wenn an dieser Stelle die Weltmeisterschaften stattfinden. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Und einen schönen Sonntag noch!
ÖSV
 
Dagegen hat der ÖSV seinen Mann auf dem Podium. Hinter Franz-Josef Rehrl agierte Martin Fritz im Rahmen seiner Möglichkeiten, behauptete sich in der Gruppe mit den starken Läufern und wurde immerhin Sechster. Lukas Klapfer und Johannes Lamparter beendeten ihre Aufholjagd auf den Plätzen 13 und 14. Punkte strichen überdies Philipp Orter (21.), Lukas Greiderer (22.) und Thomas Jöbstl (26.) ein.
DSV
 
Zu dieser großen Gruppe gehörten Fabian Rießle (5.) und Manuel Faißt (9.), die für die besten deutschen Ergebnisse sorgten. Vinzenz Geiger hatte bereits auf der Schanze zu viel Boden verloren, betrieb tatsächlich nur noch Schadensbegrenzung und lief von 31 auf 18. Weltcuppunkte ergatterten auch Johannes Rydzek (27.) und Eric Frenzel (29.). Derartige Ergebnisse jedoch stellen solch hochdekorierte Athleten ganz sicher nicht zufrieden. Terence Weber (31.), Martin Hahn (32.) und Julian Schmid (33.) landeten ganz knapp außerhalb der Top 30.
Fazit
 
Einmal mehr war Jarl Magnus Riiber nicht zu schlagen. Zumindest jedoch machte es der Norweger spannend, ließ seine beiden Mitstreiter bis in die Schlussphase hinein hoffen. Aufgrund der gemäßigten Gangart hatte Franz-Josef Rehrl bei Halbzeit des Rennens aufschließen können. Obwohl der Österreicher selbst kurz vor Schluss attackierte, war er letztlich ohne Chance und musste mit dem 3. Platz hinter Jens Oftebro leben. Der große Rest des Feldes schaffte den Anschluss nach vorn nicht. Frühzeitig gaben die Athleten die Verfolgung auf, konzentrierten sich auf den Kampf um die Positionen untereinander.
Ziel
 
Auf knapp eine Drieviertelsekunde kommen die Verfolger noch heran, sprinten dann um die weiteren Platzierungen. Jörgen Graabak holt sich Rang 4 vor Fabian Rießle und Martin Fritz.
Ziel
Mühelos holt Jarl Magnus Riiber sechs Sekunden raus, rutscht entspannt ins Ziel und bejubelt den Sieg. Den norwegischen Doppelerfolg mach Jens Oftebro perfekt. Zwei Sekunden dahinter ergattert Franz-Josef Rehrl den letzten Platz auf dem Stockerl.
 
 
Riiber wartet bis zum letzten Anstieg, forciert dann gewaltig und lässt die Konkurrenten stehen.
8,9 km
 
Nochmals wird eine Zwischenzeit abgenommen. Die Drei sind noch immer beisammen. Worauf wartet Riiber eigentlich? So ist es jetzt Rehrl, der mutig die Initiative ergreift. Der Favorit hält dagegen. Jens Oftebro aber bekommt Probleme, da reißt eine kleine Lücke auf.
 
 
Inzwischen ist die große Verfolgergruppe 14 Läufer groß. Lukas Klapfer und Johannes Lamparter haben mittlerweile Anschluss gefunden. Auch Ilkka Herola ist nun dabei.
 
 
Riiber taktiert, lässt jetzt seinen Teamkollegen die Arbeit im Wind machen. Was führt der Mann in Gelb im Schilde? Der spielt doch nur mit der Konkurrenz.
7,5 km
 
Noch einmal geht es durchs Langlaufstadion. Die Spitzenreiter begeben sich auf die letzte Runde. Nach wie vor kleben Jens Oftebro und Franz-Josef Rehrl an den Brettenden von Riiber.
6,4 km
 
Akito Watabe und Espen Björnstad sind inzwischen geschluckt. Die große Gruppe kämpft jetzt also um Platz 4. Der Rückstand ganz nach vorn ist immer noch gut eine Minute groß. Das ist natürlich zu viel, um da noch hin zu gelangen.
6,4 km
 
Auch wenn das Führungstrio nach wie vor beisammen ist, lässt sich vermuten, dass Jarl Magnus Riiber Reserven besitzt und irgendwann einen Antritt wagen wird. Das wäre der normale Gang der Dinge.
5,0 km
 
Die große Verfolgergruppe umfasst elf Athleten. Fabian Rießle und Manuel Faißt führen diese an. Martin Fritz folgt. Darüber hinaus ist hier Jörgen Graabak zu beachten, der sich noch bedeckt hält.
5,0 km
 
Zur Halbzeit lauft ein Trio durch das Langlaufstadion Ried. Franz-Josef Rehrl ist dran an den beiden Norwegern. So wie es jetzt ausschaut, machen die drei Jungs die Sache unter sich aus, denn dahinter ist die Lücke mehr als 50 Sekunden groß.
3,9 km
 
Allerdings reicht die Gangart von Riiber nicht, um die Aufholjagd von Franz-Josef Rehrl zu bremsen. Der ÖSV-Läufer kommt immer näher, muss nur noch sieben Sekunden zulaufen. Dahinter verliert Akito Watabe Boden. Und auch die dann folgende Gruppe büßt ein. Offenbar hat man es dort bereits aufgegeben, noch ganz nach vorn zu gelangen.
 
 
Inzwischen macht Jarl Magnus Riiber die Arbeit, möchte das Polster einigermaßen stabil halten. Noch kann der norwegische Landsmann diesem Tempo folgen.
2,5 km
 
Gut eine Minute hinter der Spitze hat sich eine große Gruppe gebildet. Martin Fritz und Manuel Faißt gehören dazu. Doch auch Jörgen Graabak und Fabian Rießle sind dort bereits dabei.
2,5 km
 
So schlägt man an der Spitze nicht das ganz hohe Tempo an. Daher rückt Franz-Josef Rehrl näher, dem Österreicher fehlen nur noch zehn Sekunden. Vierter ist inzwischen Akito Watabe, dem aber fast noch eine Dreiviertelminute fehlt. Björnstad versucht, mit dem Japaner Schritt zu halten.
1,4 km
 
Schon ist Jarl Magnus Riiber dran an Jens Oftebro. Für den Moment heftet sich der Gesamtweltcupführende an dessen Fersen, ruht sich im Windschatten etwas aus.
Verzicht
 
So ein wenig hatten wir es nach den gestrigen Problemen vermutet, Bernhard Gruber tritt zum heutigen Lauf über zehn Kilometer nicht an.
Start
 
Im weiteren Feld geht es dann natürlich Schlag auf Schlag. Hier gestalten sich die Abstände gering. Ab Startnummer 42 machen sich die restlichen Athleten im Wellenstart mit 4:10 Minuten nach dem Spitzenreiter auf den Weg.
Start
 
Franz-Josef Rehrl muss sich dann schon eine halbe Minute gedulden, wird vorerst ein einsames Rennen bestreiten. Espen Björnstad ist genau elf Sekunden dahinter nicht unbedingt prädestiniert dafür, diese Lücke schnell zu schließen.
Start
Es kann also los gehen. Mit Jens Oftebro macht sich der Gejagte auf den Weg. Bereits acht Sekunden später hetzt dessen norwegischer Landsmann Jarl Magnus Riiber hinterher. Wie lange wird der Favorit benötigen, um aufzuschließen?
Wetter
 
Mittlerweile sind die Temperaturen auf fünf Grad über den Gefrierpunkt gestiegen. Die Sonne hingegen ist verschwunden. In der Summe passen die Bedingungen, um die Wettkampfstrecke in sehr gutem Zustand zu präsentieren. Von daher ist alles angerichtet.
Ried
 
Ausgehend vom Langlaufstadion Ried nehmen die Sportler gut ein Jahr vor den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften an gleicher Stelle eine 2,5 Kilometer lange Runde über Burgstall und Egli-Hügel in Angriff, die viermal zu bewältigen ist.
Lauf
 
Willkommen zurück bei der Nordischen Kombination in Oberstdorf! Nach dem Springen heute Vormittag von der Großen Schattenbergschanze folgt nun Teil 2 des Einzelwettkampfes. Vor den Athleten liegen zehn Kilometer in der Loipe.
Bis später
 
Das alles werden wir uns am frühen Nachmittag anschauen. Selbstverständlich melden wir uns rechtzeitig zurück, ehe um 14:10 Uhr der Lauf über die zehn Kilometer beginnt. Einstweilen danke für das Interesse! Bis dann!
ÖSV
 
Franz-Josef Rehrl, den besten Österreicher, haben wir bereits benannt. Auch Bernhard Gruber (8.) gilt eher als besserer Springer. Zudem bleibt beim 37-Jährigen abzuwarten, wie er seinen gestrigen Zusammenbruch verkraftet hat. Martin Fritz (9.) könnte aus seiner Ausgangsposition sicherlich etwas machen. Weiter hinten bietet sich eine Zusammenarbeit von Johannes Lamparter (19.) und Lukas Klapfer (21.) an, um noch spürbar aufholen zu können.
DSV
 
Vollends entspannt sollte Jarl Magnus Riiber den Lauf aber nicht angehen. Neben Jörgen Graabak (+ 1:25 Minuten) plant natürlich auch Fabian Rießle eine Aufholjagd. Der laufstarke Deutsche startet noch zehn Sekunden hinter dem Norweger, doch handelt es sich dabei um einen Abstand, der grundsätzlich noch aufzuholen wäre. Bester Deutscher nach dem Springen ist Manuel Faißt (6.), der aber zu tun haben wird, diese Position einigermaßen zu halten. Sehr zu gefallen wusste der 22-jährige Martin Hahn (20.), der dann aber vermutlich noch ein ganzes Stück durchgereicht wird. Vinzenz Geiger (31.) büßte im Sprunglauf 2:46 Minuten ein. Damit scheint nur noch Schadensbegrenzung möglich. Eric Frenzel und Johannes Rydzek, die einstigen Vorzeigeathleten des DSV, fingen sich fast dreieinhalb Minuten ein.
Zwischenfazit
 
Nach wie vor bestimmen die Norweger das Geschehen in der Nordischen Kombination maßgeblich mit - insbesondere im Springen. Zwar ergatterte Seriensieger Jarl Magnus Riiber ausnahmsweise mal nicht die Spitzenposition, doch der Weg zu einem weiteren Erfolg scheint dennoch geebnet. Vor ihm wird nur Landsmann Jens Oftebro in die Loipe gehen. Angesichts von dessen geringem Polster von acht Sekunden bietet sich zumindest eine Zeit lang gemeinsame Sache an. Die dann folgenden Franz-Josef Rehrl und Espen Björnstad sollten aufgrund von einer halben Minute Rückstand und mehr sowie ihres läuferischen Vermögens keine Gefahr darstellen.
J. Riiber
 
Der große Meister zeigt, was auf der Schanze möglich ist. Jarl Magnus Riiber segelt auf die Tagesbestweite von 140,5 Metern. Die Landung aber bekommt der Gesamtweltcupspitzenreiter nicht optimal hin. Der Norweger hat eine enorme Höhe und kachelt das Ding sicherheitshalber auf den Schnee, was natürlich Punktabzüge gibt. So reicht das nur für Rang 2.
Geiger
 
Dann vermag Vinzenz Geiger die leichte Vorderluft nicht für sich zu nutzen. 118 Meter sind etwas mager. Das sind jetzt schon 2:46 Minuten Rückstand. Und einer steht ja noch oben.
Graabak
 
Jörgen Graabak erwischt dann sogar leichten Aufwind, macht daraus 128,5 Meter. Für den starken Läufer stellt das eine gute Ausgangsposition dar.
J. Oftebro
 
Praktisch bei Windstille fliegt Jens Oftebro auf grandiose 137,5 Meter. Zudem erhält der Norweger die mit Abstand besten Haltungsnoten und geht ganz klar in Führung.
Rießle
 
Die nahezu unveränderten Bedingungen tragen Fabian Rießle auf 126 Meter. Das reicht lediglich für Rang 13. Gut eine Minute fehlt zur Spitze, für den starken Läufer sicherlich machbar.
Björnstad
 
Dabei geht aktuell so viel mehr. Das beweist Espen Björnstad. Der Norweger setzt bei 132 Metern auf und sortiert sich als Zweiter ein.
Frenzel
 
Dann geht es Eric Frenzel an. Doch dem einstigen Überflieger in der Kombination mag auf der Schanze einfach nichts gelingen. Bereits bei 112,5 Metern zieht es den Sachsen zu Boden.
Rehrl
 
Die leichte Luft von hinten stört Franz-Josef Rehrl nicht. Der ÖSV-Kombinierer fliegt dennoch auf die Tagesbestweite von 133,5 Meter. Zusammen mit den guten Haltungsnoten bringt das die Führung.
Herola
 
Dann dreht der Wind. Insofern sind die 121,5 Meter von Ilkka Herola etwas mehr wert. Doch damit kommt auch der Finne natürlich nicht recht voran.
Greiderer
 
Einen Hauch mehr Unterstützung verspürt Lukas Greiderer. Dennoch schafft es der Österreicher nur auf 119 Meter.
Faißt
 
Noch weiter geht es im Anschluss für Manuel Faißt. 132 Meter! Doch der Deutsche verwackelt die Landung, bekommt den Telemark nicht hin. So gehen gegenüber Akito Watabe vier Haltungspunkte verloren. Rang 2!
Fritz
 
Auch Martin Fritz muss ohne jegliche Windunterstützung klar kommen. Dennoch fliegt der Steirer auf 129,5 Meter und ergattert Rang 4.
Jöbstl
 
Thomas Jöbstl trifft es ganz ähnlich, erlangt bei 121 Metern Bodenkontakt.
Costa
 
Bei nahezu Windstille hüpft Samuel Costa auf 106 Meter. Das bedeutet jetzt schon fast dreieinhalb Minuten Rückstand in der Loipe. Aussichtslos für den Italiener!
A. Watabe
 
Dann zeigt Akito Watabe sein Können. Trotz leichter Luft von hinten segelt der Japaner auf 131 Meter. Das ist gut genug für die Führung.
Andersen
 
Espen Andersen springt anderthalb Meter weiter. In den Positionen macht das gegenüber Orter nicht so viel aus.
Orter
 
Philipp Orter kämpft sich auf 120,5 Meter. Auch mit einer solchen Weite kann man in diesem Wettbewerb nicht wuchern. Der Österreicher verschwindet förmlich in den Tiefen des Klassements.
Weber
 
Terence Weber setzt bereits bei 109 Metern auf. Auf der Schanze mag es für den DSV-Kombinierer einfach nicht funktionieren.
Klapfer
 
Aufgrund der Bedingungen tun sich die Athleten jetzt schwer. Lukas Klapfer schafft zumindest 122 Meter. Rang 12 - mehr ist da nicht drin.
Pittin
 
Noch ein Hauch mehr Luft von hinten drückt Alessandro Pittin bei 108 Metern zu Boden.
Rydzek
 
Bekommt das Johannes Rydzek annähernd so hin? Nein, nur 112 Meter! Der Olympiasieger macht gute Miene zum bösen Spiel, weist jetzt bereits mehr als zwei Minuten Rückstand auf.
Oftebro
 
Bei nahezu unveränderten Verhältnissen schafft es Einar Oftebro auf 130 Meter. Zudem erhält der Norweger die zweitbesten Haltungsnoten und setzt sich damit an die Spitze.
R. Yamamoto
 
Dann schläft der Wind ein wenig ein. Ryota Yamamoto findet dennoch ein Luftpolster, welches ihn auf 127 Meter trägt.
Gerard
 
Auch Antoine Gerard schafft es so gerade über die 120 Meter. Zufrieden stellt das den Franzosen nicht. Das wird in der Loipe einiges an Rückstand bedeuten.
Y. Watabe
 
Yoshito Watabe holt aus den Bedingungen noch anderthalb Meter mehr raus, was dem Japaner den 6. Platz einbringt.
Lamparter
 
Auch Johannes Lamparter bekommt dann Windpunkte gut geschrieben. Insofern sind seine 123 Meter noch ganz ordentlich.
Schmid
 
Inzwischen hat der Wind gedreht. Julian Schmid muss mit Luft von hinten klar kommen. Und das gelingt nicht sonderlich gut. 115,5 Meter stellen den Deutschen nicht zufrieden.
Nagai
 
Ein wenig flaut der Wind jetzt ab, dennoch schafft es Hideaki Nagai auf 129,5 Meter, was mit Rang 3 belohnt wird.
Gruber
 
Nicht ganz so gut erwischt es Bernhard Gruber. Doch der ÖSV-Athlet ist ein Meister auf der Schanze, segelt dennoch auf 131,5 Meter und geht in Führung.
Krog
 
Stabil bläßt der Wind nach wie vor leicht von vorn. Das gefällt den Kombinierern und lässt Magnus Krog auf 127 Meter springen.
Pazout
 
Dann muss die Jury kurz warten, bis sich die Bedingungen im entsprechenden Korridor einpegeln. Als Ondrej Pazout dann los darf, sieht es immer noch gut aus. 129 Meter bringen dem Tschechen Rang 4.
Muhlethaler
 
Der Wettkampf nimmt dank der Bedingungen richtig Fahrt auf. Nun nutzt Laurent Muhlethaler die mit Abstand besten Verhältnisse zu einem Flug auf 133 Meter. Aufgrund der Abzüge wegen des guten Windes reicht es allerdings nur für Position 2.
Kupczak
 
Wie eben Jan Vytrval genießt nun Szczepan Kupczak stattliche Vorderluft, die ihn auf 131 Meter segeln lässt. Im Klassement ist das für Rang 2 gut.
Ilves
 
Anschließend haut Kristjan Ilves einen raus. Mit der bisherigen Bestweite von 130,5 Metern setzt sich der Este klar an die Spitze.
Vytrval
 
Immer stärker bläst der Wind jetzt von vorn. Das nutzt Jan Vytrval zu einem Satz auf 120,5 Meter, was dem Tschechen den 2. Platz einbringt.
Loomis
 
Noch erheblich besser erwischt es Ben Loomis. So segelt der US-Amerikaner auf 114 Meter. An die Führungsweite von Martin Hahn kommt er um Längen nicht heran.
Marusarz
 
Und schon wendet sich das Blatt. Bei den bislang besten Verhältnissen trägt es Wojciech Marusarz auf 109 Meter. Ein paar Punkte Windkompensation werden abgezogen - 1,5 sind das genau. Platz 5!
Buzzi
 
Dann dreht der Wind wieder. Raffaele Buzzi muss mit Luft von hinten klar kommen, bleibt daher bei 99 Metern hängen.
Pashaev
 
Trotz des leichten Rückenwindes springt Alexander Pashaev jetzt auf 112,5 Meter und sortiert sich damit als Zweiter ein.
Shumate
 
Landsmann Jared Shumate erwischt es noch eine Spur schlechter und setzt bei 103 Metern auf.
Good
 
Auch wenn die Unterschiede bislang äußerst geringfügig sind, so hat Jesper Good jetzt doch die schlechtesten Bedingungen. Entsprechend gelangt der US-Amerikaner nicht einmal über die 100 Meter.
Sablatura
 
Während Je-Un Park auf den Start verzichtet, schafft es im Anschluss der 18-jährige Petr Sablatura bei seinem Debüt-Wochenende im Weltcup auf 106 Meter.
Mah
 
Nun wird es international. Nathaniel Mah schiebt sich in die Anlaufspur. Der anschließende Sprung des Kanadiers wird mit 110,5 Metern vermessen.
Mach
 
Als nächster DSV-Athlet möchte David Mach nachziehen, doch der bekommt es bei Weitem nicht so gut hin, obwohl ihn ein Hauch von vorn begünstigt - nur 108,5 Meter.
Hahn
Den Anfang macht in diesem Moment Martin Hahn. Der 22-jährige Deutsche rutscht aus Gate 21 los. Es herrscht nahezu Windstille. Der Sprung geht auf 123,5 Meter und fordert erstmals den Jubel des Publikums heraus. Der junge Mann ist zufrieden.
Wetter
 
Bei guten Bedingungen, die Sonne scheint in Oberstdorf, wollen sich 50 Sportler dem Wettkampf stellen. Die Temperaturen bewegen sich um den Gefrierpunkt. Es schaut nach stabilen und ruhigen Verhältnissen aus.
Favorit
 
Für ganz vorn gibt es ohnehin nur einen in Frage kommenden Namen. Sofern Jarl Magnus Riiber einigermaßen Normalform aufweist, geht der Sieg nur über ihn. Der Norweger führt im Weltcup mit großem Vorsprung und mit Ausnahme der beiden Geiger-Siege in Ramsau und Val di Fiemme, wo er Zweiter wurde, stand der 22-Jährige immer ganz oben - auch bei den Teamwettkämpfen. Für das Podium kommen weitere Norweger in Frage: Jörgen Graabak, Jens Oftebro, Espen Björnstad. Darüber hinaus mischen Vinzenz Geiger und Fabian Rießle mit. Damit sind alle Namen genannt, die in dieser Saison unter den Top 3 landeten. Viel Abwechslung gibt es da also nicht.
ÖSV
 
Während die Schweizer nach dem Rücktritt von Tim Hug im Weltcup gar nicht mehr existent sind, stellen sich die Österreicher gewohnt zahlreich dem Wettbewerb. Acht Herren sind das. Beginnen soll Bernhard Gruber (Startnummer 19), der allerdings gestern einen rätselhaften Zusammenbruch erlitt. Im Probedurchgang eben war der 37-Jährige in jedem Fall dabei. Die besten Aussichten auf eine vordere Platzierung werden Franz-Josef Rehrl und Lukas Greiderer eingeräumt.
DSV
 
Insgesamt neun Athleten bringt der gastgebende Deutsche Skiverband an den Start. Vinzenz Geiger, der bislang Beste, wird bei seinem Heimspiel als Vorletzter an den Ablauf gehen. Einzig der Oberstdorfer war in diesem Winter in der Lage, Seriensieger Jarl Magnus Riiber zweimal die Show zu stehlen. Nach dem zweiten Platz im gestrigen Teamwettkampf wollen heute auch Johannes Rydzek, Manuel Faißt und Fabian Rießle etwas reißen. Und Eric Frenzel möchte natürlich rechtzeitig für Seefeld, wo er schon so viele Erfolge feierte, in Form kommen.
Schanze
 
Nach dem gestrigen Teamwettbewerb gehen die Sportler heute einzeln zu Werke. Zunächst gilt es, einen Sprunglauf auf der Großen Schattenbergschanze zu bewältigen. Diese weist einen Hill Size von 137 und einen K-Punkt von 120 Metern auf. Jeder Punkt, den die Athleten hier herausspringen, ist später in der Loipe vier Sekunden wert. Den Schanzenrekord hält im Übrigen Sigurd Petersen mit 143,5 Metern - aufgestellt während der Vierschanzentournee im Dezember 2003.
Oberstdorf
 
Eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt, dem Nordic Combined Triple in Seefeld, machen die nordischen Kombinierer Station in Oberstdorf. Der Ort im Oberallgäu ist der erste deutsche Weltcup-Standort dieser Saison. Im März werden die Winterzweikämpfer zum Abschluss dann noch in Schonach vorbeischauen.
Willkommen
 
Herzlich willkommen in Oberstdorf zur Nordischen Kombination.
Keine Einträge auf der Startliste vorhanden.
Pos.
Name
Zeit
Diff.
1.
Jarl Magnus Riiber
23:59.9
2.
Fabian Rießle
+54.1
3.
Ilkka Herola
+54.8
4.
Akito Watabe
+1:08.0
5.
Jörgen Graabak
+1:10.1
6.
Eric Frenzel
+1:13.4
7.
Manuel Faißt
+1:20.5
8.
Espen Andersen
+1:27.2
9.
Ryota Yamamoto
+1:33.1
10.
Lukas Greiderer
+1:36.3
11.
Terence Weber
+1:37.6
12.
Jens Oftebro
+1:37.9
13.
Lars Ivar Skaarset
+1:47.9
14.
Vinzenz Geiger
+2:04.5
15.
Johannes Rydzek
+2:05.3
16.
Espen Björnstad
+2:05.7
17.
Thomas Jöbstl
+2:06.0
18.
Lukas Klapfer
+2:06.5
19.
Martin Fritz
+2:06.7
20.
Laurent Muhlethaler
+2:06.9
21.
Philipp Orter
+2:07.9
22.
Kristjan Ilves
+2:24.0
23.
Simen Tiller
+2:46.2
24.
Sindre Sötvik
+2:49.5
25.
Go Yamamoto
+2:53.2
26.
Einar Oftebro
+3:03.4
27.
Hideaki Nagai
+3:05.8
28.
Leif Torbjörn Näsvold
+3:10.7
29.
Yoshito Watabe
+3:11.1
30.
Alessandro Pittin
+3:11.6