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NBA

Mit aller Macht den Titel erzwingen

Von Philipp Dornhegge
Brooklyns General Manager Billy King gab Jason Kidd dessen ersten Vertrag als Head Coach
© getty

Charlotte Bobcats: Steve Clifford

Was ist passiert? Vor der Saison 2012/2013 hatten die Bobcats Mike Dunlap geholt, einen College-Coach, der seine Fähigkeiten, junge Spieler zu entwickeln, einbringen sollte. Der neue Head Coach und sein Team starteten stark in die Saison und überraschten viele mit einer 7-5-Bilanz, danach ging es bergab.

Das Verhältnis Dunlaps mit seinen Youngstern war weiterhin in Ordnung, mangelnden Einsatz konnte man Kemba Walker und Co. nie vorwerfen. Letztlich wurde dem Ex-Trainer der St. John's University das zum Verhängnis, was eigentlich keine Rolle hätte spielen sollen: Die Meinung der Veteranen.

Speziell Ben Gordon lieferte sich während der Saison eine Dauerfehde mit Dunlap, saß zeitweise mehrere Spiele am Stück nur auf der Bank und schrieb seinem Vorgesetzten beim Exit Interview kein gutes Zeugnis.

Wer ist der neue Coach? Für Steve Clifford ist Charlotte zwar die erste Station als NBA-Head-Coach, dennoch eilen dem 52-Jährigen reichlich Lobeshymnen voraus.

Als Assistent der Rockets und Jeff van Gundy, der Magic unter Stan van Gundy und der Lakers unter Mike Brown und Mike D'Antoni hat sich Clifford einen Namen gemacht und hat laut Jeff van Gundy alles drauf: "Er kennt sich bestens mit allen Facetten des Sports aus, er kann sein Wissen perfekt vermitteln und er pflegt gute Beziehungen zu seinen Spielern."

Dwight Howard soll gar nicht begeistert gewesen sein, als Clifford die Lakers in Richtung Bobcats verließ. Als Sohn eines High-School-Coaches und einer eigenen College-Ausbildung in Sonderpädagogik hat Clifford den Background, um in der NBA auch als Head Coach erfolgreich zu sein.

Welche Folgen hat der Wechsel? Mit sechs Mio. Dollar für drei Jahre (das dritte Jahr als Team Option) kommt Clifford günstig daher, dennoch versprechen sich die Bobcats nichts weniger als einen "Culture Change" von ihrem Rookie-Head-Coach.

Vergleiche mit Tom Thibodeau zeigen schon, warum das so ist. Stabilität soll in Charlotte endlich angesagt sein, immerhin ist Clifford bereits der sechste Trainer in der nur zehnjährigen Geschichte der Franchise. Als ehemaliger Kapitän und bester Defensivspieler seiner College-Mannschaft in Maine wird Clifford vor allem auf bedingungslosen Zusammenhalt und eine verbesserte Defense pochen. Seine "Mentoren", die Van-Gundy-Brüder, haben ihm dafür das nötige Rüstzeug mit auf den Weg gegeben.

Gleichzeitig hat er mit Kemba Walker, Gerald Henderson oder Rookie Cody Zeller einige Youngster im Team, die Punkte auf das Scoreboard bringen können.

Die Bobcats hoffen, durch die Rückkehr zum Nickname Hornets für eine Aufbruchstimmung in Charlotte sorgen zu können. Die Verpflichtung von Clifford sollte zusätzlich helfen.

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