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NBA

Mit aller Macht den Titel erzwingen

Von Philipp Dornhegge
Brooklyns General Manager Billy King gab Jason Kidd dessen ersten Vertrag als Head Coach
© getty

Brooklyn Nets: Jason Kidd

Was ist passiert? Seit Mikhail Prokhorov bei den Nets das Sagen hat, sind die Ansprüche deutlich gestiegen. Eine Championship muss her, und das möglichst sofort. Zu diesem Zweck fuhr Manager Billy King vor der abgelaufenen Saison eine - mitunter fragwürdige - Strategie, so viele große Namen wie möglich zu versammeln.

Deron Williams, Joe Johnson, Gerald Wallace und Brook Lopez hätten viel reißen sollen, doch Avery Johnson kam mit all diesen Egos nicht klar. Sein Spielsystem war zu eindimensional, speziell Williams fühlte sich schlecht in Szene gesetzt.

Auf Johnson folgte deshalb Interimscoach P.J. Carlesimo, der den Spielern zwar den Spaß zurück brachte, aber nicht genug Output bekam, als dass er seinen Job hätte behalten können. Vielleicht war das Playoff-Aus gegen Chicago entscheidend, vielleicht hatte Carlesimo aber von Anfang an keine Chance, weil Prokhorov einen großen Namen wollte.

Wer ist der neue Coach? Jason Kidds Verpflichtung darf man getrost als Sensation bezeichnen. Keine zwei Wochen waren vergangen, seit der zukünftige Hall of Famer seine aktive Spielerkarriere beendete, da saß er schon bei den Nets im Sattel.

Zunächst hatte der Ex-Spielmacher der 2011er Meistermannschaft der Mavs davon gesprochen, eine zweite Karriere als Unternehmer voranzutreiben. Auf der anderen Seite macht eine Trainerkarriere für einen Mann, der schon auf dem Platz stets das Sagen hatte, natürlich Sinn.

Dass sich Brooklyn davon überzeugen ließ, dass Kidd schon jetzt bereit für diese Herausforderung ist, war aber nicht zu erwarten. Mit den Nets hat sich der 40-Jährige eine fraglos reizvolle, aber auch enorm anspruchsvolle Aufgabe ausgesucht.

Welche Folgen hat der Wechsel? Bei dem Trade, der den Nets Paul Pierce, Kevin Garnett und Jason Terry bringen wird, spielte der Name Kidd ohne Zweifel eine große Rolle. Garnett hätte auf seine No-Trade-Klausel pochen und in Boston bleiben können. Hätte die Franchise aus dem Big Apple vorher mit Carlesimo verlängert oder einen No-Name-Coach geholt, wäre es wohl auch so gekommen.

Jetzt ist Brooklyn aber eine der ersten Adressen der NBA. Das Team verfügt über eine fromidable Starting Five, die zusammen auf 35 All-Star-Nominierungen kommt, sowie potente Bankspieler wie Andray Blatche und Jason Terry.

Kidds Unerfahrenheit soll ein Triumvirat an Assistant Coaches auffangen: Lawrence Frank arbeitete als Head Coach der New Jersey Nets mit Kidd zusammen, Roy Rogers war zuletzt bei den Boston Celtics und Eric Hughes war bereits Assistent an der University of California, als Kidd dort Anfang der 90er Jahre zum Star wurde. Hughes soll als "Spielerentwickler" vor allem bei Youngstern wie Tyshawn Taylor und Mirza Teletovic für Fortschritte sorgen.

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