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NBA

Mit aller Macht den Titel erzwingen

Von Philipp Dornhegge
Brooklyns General Manager Billy King gab Jason Kidd dessen ersten Vertrag als Head Coach
© getty

Atlanta Hawks: Mike Budenholzer

Was ist passiert? Die Hawks spielten unter Larry Drew eine nicht für möglich gehaltene Saison, wurden Sechste im Osten und nahmen den starken Indiana Pacers in Runde eins immerhin zwei Spiele ab.

Und das mit einem Roster, der zusammengewürfelt war, dem ein Superstar fehlte und der zudem dezimiert war, nachdem Schlüsselspieler Lou Williams mit einem Kreuzbandriss ausgefallen war. Und doch entschied sich Danny Ferry dagegen, Larry Drew weiter zu beschäftigen.

Der General Manager hatte die Weichen komplett auf Rebuild gestellt, und wollte mit einem Trainerwechsel ein weiteres Zeichen setzen. Immerhin kam Drew innerhalb weniger Tage bei der Konkurrenz unter (s. Seite 5).

Wer ist der neue Coach? Mike Budenholzer ist dem Casual Fan wohl eher kein Begriff. Und doch genießt er in Fachkreisen hohes Ansehen, ohne jemals einen Head-Coaching-Posten in der NBA ausgefüllt zu haben.

Als Videokoordinator und Assistant Coach von Gregg Popovich verbrachte er sagenhafte 19 Jahre bei den San Antonio Spurs, in denen er "die rechte Hand, mein Vertrauter, mein Freund" von Coach Pop wurde. Vermutlich hat sich Budenholzer diese Chance längst verdient, aber es brauchte die Hawks und vor allem Danny Ferry, um diese Chance auch zu bekommen.

Ferry war selbst Teil der Spurs-Familie und weiß genau um die Qualitäten des neuen Head Coaches. Tony Parker sagte zu Atlantas Trainerwahl: "Das war eine exzellente Wahl."

Welche Folgen hat der Wechsel? Für Budenholzer liefen die letzten Wochen wie im Rausch: Zunächst sweepten seine Spurs die Memphis Grizzlies, dann unterschrieb er schnell in Atlanta, und schließlich war er noch Teil eines der besten NBA-Finals-Serien aller Zeiten.

Zuletzt war seine Meinung gefragt, als die Hawks beim Draft gleich drei Mal zuschlugen. Dennis Schröder, Lucas Nogueira und Mike Muscala werden Teil des Rebuilds in Atlanta sein. "Wir wollen dieses Team neu aufbauen, das hat bei meiner Entscheidung eine große Rolle gespielt", so Budenholzer bei seiner Vorstellung. Al Horford soll das zentrale Puzzlestück sein, von dem Big Man abgesehen haben die Hawks nur Youngster und Rollenspieler in den Reihen.

Entscheidet sich Ferry, einige Optionen auf Vertragsverlängerungen nicht zu ziehen, könnte Atlantas Payroll 2014 unter 18 Millionen Dollar liegen. Insofern wird die kommende Saison eine Übergangssaison, in der - vorausgesetzt, Dwight Howard kommt nicht - das Team aus dem Dirty South überwiegend verlieren wird.

Allerdings soll Budenholzer frühzeitig seine Philosophie einbringen: "Er wird eine klare Linie haben und vorgeben, jeder muss seine Rolle kennen. Das wird uns alle vor allem mental stärken", glaubt Ferry. "Mike ist ein Coach, dem die Spieler vertrauen, und sie werden sich für ihn den Hintern aufreißen."

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