Fussball

Stimmen und Reaktionen zum 33. Spieltag der Bundesliga: "Sind in einer richtigen Scheißsituation"

Von SPOX
Für Caligiuri und Schalke gab es auch am 33. Spieltag keinen Grund zum Jubeln.

Der FC Schalke 04 hat nach einer erneut enttäuschenden Leistung seine Negativserie gegen den VfL Wolfsburg fortgesetzt. Kapitän Daniel Caligirui fand nach dem Spiel klare Worte. Außerdem kündigten Mainz 05 und der FC Augsburg nach dem gesicherten Klassenerhalt an, "mal ein, zwei Bier mehr" zu trinken. Die Stimmen und Reaktionen zum 33. Spieltag der Bundesliga von Sky.

RB Leipzig gegen Borussia Dortmund 0:2

Mats Hummels (Borussia Dortmund):

... zum Spiel: "Wir haben heute ein absolutes Topspiel hingelegt. Das war einer der besten Auftritte der Saison, das kann noch höher ausgehen. Wir können sehr zufrieden damit. Wir sind glücklich, dass wir den zweiten Platz gesichert haben."

... zu den Ambitionen für nächste Saison: "Einen nach oben rutschen. Und in den Pokalwettbewerben etwas länger dabei sein. Das war nix in dieser Saison."

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht. Danach war Leipzig sehr gefährlich. In der ersten Halbzeit haben wir Torchancen gehabt. Am Ende gewinnen wir 2:0 und es ist für mich nicht unverdient."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...

... zur Champions-League-Qualifikation: "26 Tore Vorsprung haben wir, da sollte nix anbrennen. Das gab es, glaube ich, noch nie in der Geschichte der Bundesliga, dass da was anbrennen kann. Trotzdem ist es unsere Pflicht die Saison anständig zu beenden und dann zu gratulieren, wenn es auch tatsächlich fixiert ist. Einen großen Dank auch an Hertha, ich habe Bruno eben auch eine Sprachnachricht geschickt."

... zu Timo Werner: "Es ist für ihn bisschen schade nach so einer langen Zeit mit vielen Toren vor seinen Fans. Der Terminkalender in England straffer, vielleicht kommt er irgendwann mal vorbei. Das wäre mein spontaner Vorschlag. Dass er zu einem gegebenen Zeitpunkt, wenn die Fans wieder da sind, nochmal vorbeischaut und dann nochmal verabschiedet wird in dem Rahmen, in dem es auch angemessen ist."

FC Bayern München gegen SC Freiburg 3:1

Thomas Müller (FC Bayern München): "Jeder Bundesliga-Mannschaft sagt ähnliche Sachen vor dem Spiel in der Kabine. Das sind ja Standard-Sprüche, aber wir leben es im Moment ganz gut. Das hat mit einem inneren Antrieb zu tun, der uns dazu berechtigt, beim FC Bayern zu spielen. Es wird nichts anderes als Erfolg von uns verlangt und dem haben wir uns auch verschrieben."

Hansi Flick (Trainer Bayern München): "Wir haben den Anspruch, Tore zu erzielen und Spiele zu gewinnen. Wenn du Vertrauen hast in deine Stärke, ist das ein Pluspunkt, den du mehr hast im Spiel. Das kannst du durch Siege untermauern - und ich hoffe, dass wir das noch lange so beibehalten können. Wir haben noch einiges vor. Das Zwischenziel ist, im DFB-Pokal erfolgreich zu sein. Und dann gibt es noch ein Ziel, wo wir versuchen, so weit wie möglich zu kommen..."

Joshua Kimmich (FC Bayern München): "Wir merken schon, dass auch wir viele Spiele in den Knochen haben. Wir haben sehr oft mit der gleichen Aufstellung gespielt."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Wir wollten unbedingt am letzten Spieltag noch um Europa kämpfen. Da haben ein paar Prozent gefehlt. Wir haben in den letzten Wochen läuferisch und emotional so ein Pensum abgespult. Heute haben wir es nicht so gut gespielt wie gegen Gladbach und Leverkusen. Es ist schade, weil es wäre mehr möglich gewesen."

FSV Mainz 05 gegen Werder Bremen 3:1

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen):

... zur Stimmungslage nach der Niederlage: "Aktuell ist da viel Leere, weil wir eine große Chance hatten, nochmal alles zu unseren Gunsten zu drehen im Abstiegskampf. Wir haben diese Chance verpasst. Jetzt ist es natürlich noch möglich am letzten Spieltag, aber es wird sehr schwer. Wir müssen auf Union Berlin hoffen und selber vor allen Dingen gewinnen. Wir sind es allen in diesem Verein schuldig, und allen, die mit diesem Verein fiebern, dass wir uns schütteln und ab übermorgen alles probieren, um zumindest nicht den gleichen dummen Fehler zu machen wie heute. Das ist sehr, sehr, sehr enttäuschend. Es tut mir weh für den Verein, es tut mir weh für alle Mitarbeiter, für alle, die dem Verein die Stange halten. Aber wir werden nächste Woche alles probieren."

Frank Baumann (Geschäftsführer Sport Werder Bremen): "Wir müssen uns selbst helfen. Wir müssen die Mannschaft so wieder hochziehen, dass sie am Samstag alles davor gibt, dass wir drei Punkte holen und, wenn möglich, noch etwas für unser Torverhältnis tun."

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Ich habe vorher gesagt: Lasst uns weggehen von Heim- oder Auswärtssieg. Das ist ein Spiel, das Spiel kann irgendwo stattfinden. Ich wollte Lockerheit reinbringen, damit wir nicht sagen: Wir können ja daheim eigentlich gar nicht. Ich bin natürlich total glücklich, aber ich bin auch kaputt."

Rouven Schröder (Vorstand Sport FSV Mainz 05): "Das war ein super intensives Spiel, wie auch die ganze Saison. Es gab auch Wellentäler innerhalb dieses Spiels. Wie wir uns hinterher rausgeboxt haben, das war absolute 05er-Qualität. Ich bin brutal stolz. Daraus werden Männer, das brauchen wir in der Zukunft. Heute können wir mal ein, zwei Bier mehr trinken."

Danny Latza (FSV Mainz 05): "Mainz 05 ist ein kleinerer Verein, der trotzdem immer gute Arbeit geleistet hat. Das ist nicht alltäglich, dass man in der Bundesliga spielt."

FC Schalke 04 gegen VfL Wolfsburg 1:4

Daniel Caligiuri (Schalke 04): "Wir sind in einer richtigen Scheißsituation. Es läuft nicht alles perfekt. Das Einzige was wir machen müssen, ist, uns an den Plan halten. Jeder muss sich an die eigene Nase packen. Im Moment funktioniert es einfach nicht, wir schlagen uns selbst."

David Wagner (Trainer Schalke 04): "Es ist für uns alle eine Situation, die alles andere als angenehm ist, wo wir unsere Lehren draus ziehen müssen. Wir können es nur selbst verändern. Wir müssen ganz ehrlich sagen, dass Wolfsburg ein anderes Level ist im Moment. Das ist mit dem, wie wir antreten müssen im Moment, nicht auf unserem Niveau. Die zwei Standardgegentore nach der Pause sind extrem ärgerlich."

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir sagen jetzt nicht, wir sind drinnen und lassen es ausklingen. Wir wollen diesen sechsten Platz auch über die Ziellinie bringen. Wir möchten die Ersten sein, die in diesem Jahr gegen Bayern gewinnen."

Fortuna Düsseldorf gegen FC Augsburg 1:1

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Das war heute ein Spiel zu viel für uns. Das war das dritte Spiel in der Woche. Heute war eine expectation mit uns, dass wir das Spiel gewinnen müssen. Dann die Szenarien: Tor aberkannt bekommen, Gegentor bekommen. Das hat die Mannschaft ein bisschen geknockt. Ich bin sehr selbstbewusst, dass wir das in einer Woche den Schlachtplan gut hinkriegen werden."

Kaan Ayhan (Fortuna Düsseldorf): "In den letzten Wochen haben wir sehr gute Leistungen gezeigt und konnten mit dem Punkt leben. Heute war nicht mehr drin einfach. Mehr wäre auch nicht verdient gewesen. Wir haben es weiter selbst in der Hand, das ist das Wichtigste. Wir haben noch ein Finalspiel am letzten Spieltag."

Florian Niederlechner (Torschütze FC Augsburg): "Auf alle Fälle gibt es heute ein paar Bier. Das kann man mit Abstand trinken. Wir sind alle negativ getestet, deshalb ist ein Bier in der Kabine kein Problem. Nächstes Jahr, wenn wir es dann hoffentlich wieder schaffen, werden wir dann mit den Fans feiern und uns auch wieder hier umarmen. Es ist so, es ist eine schwere Zeit für die Menschheit. Da sind wir bisher ganz gut durchgekommen."

SC Paderborn gegen Borussia Mönchengladbach 1:3

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben es selber in der Hand. Aber wir haben auch noch nichts fix geschafft, außer dass wir für die Europa League qualifiziert sind."

Patrick Herrmann (Borussia Mönchengladbach): "Es war wichtig, dass wir heute die drei Punkte holen, uns eine gute Ausgangslage verschaffen und nächste Woche nochmal alles raushauen."

Lars Stindl (Kapitän Borussia Mönchengladbach): "Das war unser Ziel, wir wollten unser Ziel erledigen heute. Jetzt haben wir es in der eigenen Hand, da freuen wir uns drauf."

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Es ist einfach so, dass wir nicht gut genug waren. Dieses Spiel spiegelt viel von dem wider, was wir in dieser Saison gezeigt haben. Es hat nichts mit Mut zu tun, oder dass wir es nicht gewollt haben."

Hertha BSC gegen Bayer Leverkusen 2:0

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): "Die Enttäuschung ist sehr groß. Nach der guten Anfangsphase haben wir keinen guten Fußball mehr gespielt. Deshalb hat Hertha verdient gewonnen. Wir haben uns im Laufe des Spiels zu wenige Chancen herausgespielt. Das Einzige, was wir jetzt machen können, ist, dass wir das nächste Spiel gewinnen. Und dann müssen wir abwarten, was die anderen machen."

Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen): "Auch er (Anm. d. Red: der Trainer) ist enttäuscht, genauso wie wir alle. Wir haben aber noch zwei Wochen. Wir haben zu Hause Mainz noch. Das Spiel müssen wir gewinnen, dann schauen wir was am Ende des Tages rausspringt. Wir dürfen nicht mehr allzu große Hoffnungen reinstecken."

Lukas Hradecky (Torhüter Bayer Leverkusen): "Das war zu wenig. Wir waren selbst unser größter Gegner. Wir waren zu ungefährlich und zu schwach. Es tut mir leid, es ist enttäuschend."

Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Ich glaube, dass wir verdient gewonnen haben. Wir mussten unser Spiel umstellen und haben das super gemacht. Das war der Schlüssel zum Sieg. Wir haben keine richtige Torchancen mehr zugelassen, aber selber vier große Chancen gehabt. Man kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen, bei so vielen Ausfällen eine solche Leistung zu zeigen, das ist schon stark."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "In ganz Europa gibt es nur wenige Mannschaften, die mehr Spiele gemacht hat als wir. Deshalb muss man schon stolz sein. Es wäre sicherlich besser gegangen, aber es hätte auch schlechter gehen können."

1. FC Köln gegen Eintracht Frankfurt 1:1

Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt): "Wir haben auf ein Tor gespielt, im Sechzehner aber die falschen Entscheidungen getroffen. Wenn Köln zu Hause nur das Unentschieden halten will, dann ist das ein Kompliment für uns."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich sehe zwei verlorene Punkte, weil wir über 90 Minuten besser waren. Wir haben auch in der zweiten Hälfte auf Sieg gespielt, es ist schade für die Jungs. Die Leistung war absolut in Ordnung. Wir wollten die letzte Chance auf Platz sieben wahren, aber wir wussten in der Pause schon, dass die Konkurrenz führt. Als Verein, als Mannschaft hätten wir es uns gewünscht. Auf der anderen Seite war es aber auch keine einfache Saison."

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Wenn du so eine Aufholsituation hast, wie wir sie hatten, dann ist das etwas ganz Besonderes. Das macht auch mental etwas mit den Spielern. Deswegen habe ich den Jungs gesagt, dass ich mächtig stolz auf sie bin, dass sie heute nochmal gefightet haben."

Mark Uth (1. FC Köln): "Meiner Meinung nach waren wir die bessere Mannschaft. Wir haben wenig zugelassen und das Tor zum 1:0 gemacht. Hinten raus war es eng. Der Punkt geht im Endeffekt in Ordnung, weil wir es in den letzten 20 Minuten ein bisschen aus der Hand gegeben haben.

TSG Hoffenheim gegen Union Berlin 4:0

Alexander Rosen (Direktor Fußball TSG Hoffenheim): "Man kann gar nicht hoch genug bewerten, dass wir es innerhalb von vier Spielzeiten zum dritten Mal in den Europacup geschafft haben. Ich bin begeistert und stolz auf die Mannschaft. Aber wir haben noch mehr vor. Unser Ziel ist Platz sechs."

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Ich habe gesagt, dass es völlig logisch ist, wenn du über die Ziellinie läufst nach diesem Marathon, den wir gelaufen sind, dass da auch Spannung abfällt. Heute ist es uns nicht gelungen, die Spannung nochmal so aufrecht zu erhalten, wie sie sein sollte, um hier nochmal etwas mitzunehmen."

Robert Andrich (Union Berlin): "Ich habe die anderen Ergebnisse mitbekommen. Bremen wird schon auf uns hoffen. Das muss uns auch bewusst sein. Da werden wir nochmal versuchen, den Fokus so gut es geht auf das Spiel zu bekommen."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung