Fussball

FC Bayern München - SC Freiburg 3:1: Doppelpack Lewandowski! FCB schlägt auch den SCF

SID
Thomas Müller (l.) feiert den Sieg zusammen mit Torwart Sven Ulreich.

Bayern München hat sein Publikum auch bei der Meister-Zugabe bestens unterhalten. Die 1b-Elf des alten und neuen Champions zerstörte die Europacup-Träume des SC Freiburg beim verdienten 3:1 (3:1) mit einer weiteren starken Vorstellung und stürmte zum nächsten Rekord: 15 Pflichtspielsiege in Serie sind seit Bundesliga-Gründung 1963 einmalig.

Joshua Kimmich (15.) und Toptorjäger Robert Lewandowski (24., 37.) mit seinen Saisontreffern Nummer 32 und 33 ließen die Münchner jubeln, die erst in der zweiten Halbzeit etwas nachließen. "Wir wollten gierig sein, aber das sagt jede Bundesliga-Mannschaft vor dem Spiel. Wir aber leben es aktuell ganz gut", sagte Thomas Müller bei Sky.

Häufiger als "Lewa" trafen in einer Bundesliga-Spielzeit nur Gerd Müller (36-mal 1973, 38-mal 1970, 40-mal 1972) und Dieter Müller (34-mal 1977). Lucas Höler (33.) hatte für klar unterlegene Freiburger zwischenzeitlich verkürzt.

Am kommenden Samstag geht es für die Bayern zum Saison-Abschluss nach Wolfsburg. Der SC Freiburg empfängt Schalke 04.

Bayern München - SC Freiburg: Die Stimmen

Hansi Flick (Trainer Bayern München): "Wir haben den Anspruch, Tore zu erzielen und Spiele zu gewinnen. Wenn du Vertrauen hast in deine Stärke, ist das ein Pluspunkt, den du mehr hast im Spiel. Das kannst du durch Siege untermauern - und ich hoffe, dass wir das noch lange so beibehalten können. Wir haben noch einiges vor. Das Zwischenziel ist, im DFB-Pokal erfolgreich zu sein. Und dann gibt es noch ein Ziel, wo wir versuchen, so weit wie möglich zu kommen..."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Bayern war sehr dominant, weil wir die Spielverlagerung nicht hinbekommen haben. Ballentfernt waren total viele Räume da, aber wir haben uns nicht richtig entschieden, obwohl wir nicht das extreme Gegenpressing gegen uns hatten. Daher sind wir heute nicht so glücklich. Wir haben ganz, ganz viel, eine außergewöhnliche Saison für Freiburg, aber wir wollten alles, deshalb sind wir heute enttäuscht."

Sarpreet Singh gibt Debüt für Bayern

"Fußball spielen, mutig sein - und schauen, was rauskommt", hatte Freiburgs Trainer Christian Streich bei Sky die Marschroute vorgegeben. Doch Mut war beim SC, der auf Nationalspieler Roben Koch (Rücken) verzichten musste, nur selten zu sehen.

Die Bayern spielten, obwohl Trainer Hansi Flick gleich fünf Ersatzleute ran ließ, gewohnt dominant. Von Meisterfeier-Kater keine Spur - ganz im Gegenteil. Dafür hatte auch Flick mit seiner Rotation gesorgt.

Erstmals in dieser Saison durfte Sven Ulreich das Tor hüten - für den Ersatzmann von Kapitän Manuel Neuer war es wohl die Abschiedsvorstellung, er will den Verein wegen der Verpflichtung von Alexander Nübel (Schalke 04) verlassen.

Der junge Neuseeländer Sarpreet Singh gab sein Startelf-Debüt in der Bundesliga und fand ein perfekt funktionierendes Kollektiv vor. Dass Topstars wie David Alaba und Serge Gnabry oder Ivan Perisic fehlten, machte sich nicht bemerkbar. Später kamen auch die Nachwuchsspieler Chris Richards und Jamal Musiala noch zu seinem Bundesliga-Debüt.

Lewandowski mit Doppelpack

Ob Lauf-, Pass- oder Positionsspiel: Vieles klappte beim Rekordmeister wie aus einem Guss. "Bayern war von Beginn an präsent und hat die Tür nicht aufgemacht", sagte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier, "das zeugt von wahnsinniger Qualität, Professionalität und Mentalität." Seinem SC attestierte er schon vor dem Ligafinale gegen Schalke 04 "eine großartige Saison".

Der erneut starke Ersatzkapitän Thomas Müller leitete die Führung ein, Lewandowski legte klug für Torschütze Kimmich auf. Vor dem 2:0 gelangte der Ball erneut über Müller sowie Leon Goretzka zum Polen, der per Kopf vollstreckte. Sein zweiter Treffer wurde von Lucas Hernandez vorbereitet, der für den gesperrten Alphonso Davies spielen durfte.

Streich verschaffte seinem Unmut in der Coachingzone mehrfach Luft ("So 'ne Sch....!"), versuchte aber auch, Zuversicht zu vermitteln ("Vorwärts, trau dich!"). Doch die Bayern ließen nur wenig zu. Der eingewechselte Luca Waldschmidt vergab den möglichen erneuten Anschluss (71.), der eingewechselte Kingsley Coman traf für die Bayern nur die Latte (85.).

FC Bayern . SC Freiburg: Die Aufstellungen

FC Bayern: Ulreich - Pavard, Jerome Boateng, Martinez (84. Richards), Hernandez - Kimmich, Goretzka - Cuisance (64. Zirkzee), Thomas Müller (88. Musiala), Singh (64. Coman) - Lewandowski.

Freiburg: Schwolow - Schmid, Lienhart, Heintz, Günter (87. Abrashi) - Keitel (64. Frantz), Höfler - Sallai (46. Kwon), Grifo (75. Itter) - Höler (64. Waldschmidt), Petersen.

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