DFB-Team, News und Gerüchte: Mit Benjamin Blümchen gegen den Lauschangriff - Lehmann rechnet mit UEFA-Sanktionen gegen Andrich

Von SPOX/SID
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Am heutigen Freitag ist es soweit: In Stuttgart treffen Deutschland und Spanien zum Kracher um den Einzug ins EM-Halbfinale aufeinander. Wie der Plan für den Tag aussieht, was die Experten sagen bzw. Alexander Zverev tippt - und was Benjamin Blümchen mit all dem zu tun hat, verraten wir Euch hier. Die News und Gerüchte zum DFB-Team am Freitag.

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DFB-Team, News: Der Zeitplan bis zum Viertelfinale

Die deutsche Nationalmannschaft bestreitet am Abend (heute 18 Uhr bei MagentaTV, in der ARD und im SPOX-Liveticker) ihr EM-Viertelfinale gegen Spanien. Der Zeitplan von Bundestrainer Julian Nagelsmann bis zum Anpfiff in Stuttgart steht:

  • Frühstück bis 10.00 Uhr
  • anschließend kurze Besprechung der Standardsituationen und Aktivierung im Hotel
  • optionales Mittagessen ab 12.30 Uhr
  • optionales Pre-Match-Meal ab 14.00 Uhr
  • Abschlussbesprechung um 15.30 Uhr und danach Abfahrt zum Stadion
  • Anstoß um 18.00 Uhr
  • Rückfahrt mit dem Bus ins EM-Quartier nach Herzogenaurach
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DFB-Team, News: Lehmann mit steiler These zu Andrichs neuer Frisur

Mit seiner Aussage über Spaniens "Kinder" hat sich Jens Lehmann die entsprechenden Retourkutschen eingefangen - und die nicht nur von den Spaniern selbst. Er polarisiert nun mal gern der frühere Nationaltorhüter und Keeper von Arsenal, Milan, Stuttgart, Dortmund oder Schalke. Die neueste Erkenntnis hat Lehmann (54) nun am Freitag via Welt.TV verbreitet.

Gegenstand der Erörterungen war die neue Frisur von Robert Andrich. Leverkusens Mittelfeldspieler switchte vom Platinblond des Dänemarkspiels zu DFB-Auswärts-Pink für die Partie gegen Spanien. Lehmann sieht das kritisch. "Ich rechne damit, dass die UEFA solche Haarfarben wie von Andrich verbietet. Weil das zu Verwirrungen bei den Gegenspielern führen kann", sagte er in seiner Eigenschaft als EM-Experte.

Wahrscheinlich wird er Recht behalten, denn mit Irritationen kennt sich Lehmann schließlich aus.

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DFB-News: Benjamin Blümchen und Modern Talking helfen bei der Geheimhaltung

Julian Nagelsmann und die deutsche Nationalmannschaft wollen sich vor dem Viertelfinal-Kracher gegen Spanien (heute 18 Uhr bei MagentaTV, in der ARD und im SPOX-Liveticker) nicht in die Karten gucken lassen. Das ist nur zu verständlich. Damit das DFB-Team bei seiner Vorbereitung nicht ausspioniert oder abgehört werden kann, sind zahlreiche Vorkehrungsmaßnahmen rund ums Camp in Herzogenaurach getroffen worden.

Es gibt die obligatorischen Geheimtrainings, hohe Zäune und blickdichte Planen und jede Menge Personal, das dafür sorgt, dass Unbefugte den deutschen Fußballern nicht zu nahe kommen. Damit auch niemand, den es nichts angeht, etwaige Kommandos, Anweisungen und Absprachen zwischen Nagelsmann, seinen Assistenten und den Spielern um Kapitän Ilkay Gündogan und Regisseur Toni Kroos mitbekommt, greift man im rund ums DFB-Quartier zu ungewöhnlichen Maßnahmen.

Passanten, die auf öffentlichen Wegen dem Trainingsgelände nahekommen, erhalten Gesellschaft von Sicherheitsleuten, die sie mitunter begleiten und mit ihren Handys laut Musik abspielen, um das DFB-Training sozusagen "abhörsicher" zu machen. Wie die Welt berichtet, wurden Reporter der Zeitung mit dem Titelsong der Kinderserie "Benjamin Blümchen" und dem Modern-Talking-Klassiker "Cheri Cheri Lady" beschallt. Alle müssen Opfer bringen ...

Deutschland vs. Spanien: Die voraussichtlichen Aufstellungen

Die Auswahl des DFB trifft am Freitag in Stuttgart auf Spanien. Anstoß ist um 18 Uhr. So könnten Julian Nagelsmann und Trainerkollege Luis de la Fuenta ihre Teams in den Kampf ums Halbfinale schicken.

Deutschland: Neuer - Kimmich, Rüdiger, Tah (Schlotterbeck), Raum (Mittelstädt) - Andrich, Kroos - Musiala, Gündogan, Wirtz (Sané) - Havertz.

Spanien: Simón - Carvajal, Le Normand, Laporte, Cucurella - Rodri - Pedri, Fabián - Yamal, Morata, Williams.

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DFB-Team, News - Kroos überzeugt: Müller wird Trainer

Toni Kroos sieht Thomas Müller nach der aktiven Karriere auf der Bank sitzen. "Ich glaube, dass er Trainer wird, weil er das Spiel versteht und weil er Bock auf Fußball und Erfolg hat", sagte Kroos vor dem EM-Viertelfinale der deutschen Nationalmannschaft am Abend (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Stuttgart gegen Spanien in einem DFB-Video, in dem er gemeinsam mit Müller interviewt wird.

Kroos beendet nach dem Turnier seine Karriere, Müllers Vertrag beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München läuft noch bis 2025. "Er kann die Spieler sehr gut einschätzen und versteht sie. Er hat die besten Trainer gehabt, die es gibt. Da kann man ein Stück mitnehmen", sagte Kroos.

Das Duo wurde 2014 in Brasilien unter Bundestrainer Joachim Löw gemeinsam Weltmeister. Der EM-Titel fehlt ihnen noch in ihrer umfangreichen Sammlung.

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DFB-Team, News - Andrich sicher: Alonso ist insgeheim für DFB-Auswahl

Für Robert Andrich gibt es vor dem EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien bereits einen Sieger: Xabi Alonso. "Ich habe ihn diese Woche gefragt und er meinte, für ihn sei das eine Win-Win-Situation", sagte Andrich im Interview mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe und ran über seinen spanischen Vereinstrainer bei Doublesieger Bayer Leverkusen und fügte lachend an: "Ich glaube, insgeheim ist er für uns! Das können die Spanier auch gerne lesen."

Das Viertelfinale in Stuttgart findet am Abend statt. Dass Andrich im defensiven Mittelfeld der DFB-Auswahl gesetzt ist, hat er auch Alonso zu verdanken. "Er hat mich darin bestärkt, die Ruhe zu bewahren, nicht zu überdrehen, mich nicht von allen Emotionen leiten zu lassen", sagte der 29-Jährige. Andrich merkt nun, "dass ich mich weniger von äußeren Einflüssen leiten lasse. Das hat er schon extrem verbessert."

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DFB-Team, News: Lahm sieht "Spanien einen Schritt weiter als Deutschland"

Philipp Lahm sieht vor dem EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien am Freitagabend (18.00 Uhr/ARD und MagentaTV) leichte Vorteile bei den Iberern. "Ich glaube, dass das spanische Team auch im Moment einen Schritt weiter ist als das deutsche", sagte der 40-Jährige am Freitag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Chancenlos sei die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann aber keineswegs. "Wir haben Mittel, mit denen wir ihnen wehtun können", sagte Lahm: "Zum einen die Atmosphäre, die noch mal eine neue Energie freisetzen kann. Zum anderen haben wir aber auch unsere tollen Offensivspieler."

Den "bisher überzeugendsten Fußball" spielt laut dem Turnierdirektor aber eindeutig Spanien. Sie seien "die Mannschaft, die es zu schlagen gilt". Vor allem die Flexibilität beeindruckt den ehemaligen Außenverteidiger: "Sie können mehr als nur Ballbesitzfußball. Sie können sich auch mal zurückziehen und sie können kontern."

Dennoch habe der dreimalige Europameister auch großen Respekt "vor den Deutschen, weil sie den Heimvorteil haben. Die wissen, was auf sie zukommt." Aber auch spielerisch traut Lahm der Nagelsmann-Elf einiges zu. "Wenn wir Chancen kreieren können, dann geht das auch an den Spaniern nicht spurlos vorüber", so Lahm: "In diesen Spielen auf diesem Niveau entscheidet auch mal das Momentum. Die richtige Aktion im richtigen Moment."

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DFB-Team, News: Alexander Zverev setzt auf Sieg

Regenerieren und Fußball schauen - Alexander Zverev blickte dem spielfreien Freitag in Wimbledon mit Vorfreude entgegen. Nach seinem souveränen Drittrundeneinzug bei dem Grand-Slam-Turnier in London steht für den Olympiasieger und seine Entourage am Abend ein gemeinsamer Fernsehabend an: Deutschland gegen Spanien.

"Wir schauen im Wohnzimmer, alle zusammen und mit Deutschland-Trikot", sagte Zverev, nachdem er den US-Amerikaner Marcos Giron mit 6:2, 6:1, 6:4 besiegt hatte: "Ich glaube, es wird Verlängerung geben und dass Deutschland 2:1 oder 3:1 gewinnen wird."

Freuen würde sich Zverev auch über weitere eigene Erfolg bei dem Rasenklassiker, bei dem er sich erstmals so richtig was ausrechnet. Gegen seinen nächsten Gegner Cameron Norrie aus Großbritannien hat er bislang eine 5:0-Bilanz.

"Ich fühle mich wohl, aber die Bedingungen sind auch momentan wirklich gut", sagte die deutsche Nummer eins zu den makellosen ersten Eindrücken in Wimbledon: "Ich spiele unter dem Dach, ich spiele wie in einem Hallenturnier momentan. Das liegt mir auch, da muss man auch ehrlich sein."

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DFB-Team, News: Einschätzungen der Experten

Rene Adler (ZDF): "Mit dieser Leichtigkeit, die uns allen Freude macht, sind Lamine Yamal und Nico Williams etwas Besonderes. Die Spanier können inzwischen weit mehr als Tiki-Taka - das können sie auch noch, aber sie können den Ball jetzt auch mal in die Tiefe spielen. Die raketenschnellen Außen geben ihnen eine andere Variabilität, die können auch mal eine Kette überspielen, so was haben sie früher nicht gemacht."

Michael Ballack (MagentaTV): "Das ist ein absoluter Klassiker, zwei der Favoriten treffen jetzt schon aufeinander, beide sind mit Topstars gespickt. Wir haben zuletzt nicht so die guten Erinnerungen an Spanien, das ist ein unheimlich unbequemer Gegner. Trotzdem ist es ein ausgeglichenes Spiel für mich, weil wir gut in Form sind. Es wird ein Spiel auf Messers Schneide, der Kopf spielt da eine Rolle."

Thomas Broich (ARD): "Der Schlüssel wird sein, dass wir extrem druckresistent in Ballbesitz sind. Wir werden gepresst werden, das Gegenpressing der Spanier ist Hardcore, wir müssen da extrem sauber sein am Ball, extrem rotieren in den Positionen, um immer wieder Lösungen zu finden und dann selber in Ballbesitz agieren zu können. Da wiederum ist wichtig, dass es unsere Außenverteidiger nicht übertreiben. Sie stehen hoch, müssen aber die Balance finden und genau den Moment erkennen, wann das zu riskant ist und sie absichern müssen."

Stefan Effenberg (t-online): "Man muss es offen sagen: Die individuelle Qualität ist bei den Spaniern ganz klar höher. Yamal ist ein Jahrhunderttalent, ein wirkliches Wunderkind. Und auch Williams hebt Spanien auf ein anderes Level. Dazu ein Mittelfeld mit Rodri, Pedri, Fabian - solch eine Qualität hat keine andere Mannschaft. Unverwundbar ist Spanien nicht. Du musst hier und da selbst die Spielkontrolle übernehmen. Wenn du nur hinterherläufst, wird das schwierig bis unmöglich."

Torsten Frings (kicker): "Für mich ist Spanien kein Angstgegner in psychologischer Hinsicht, sondern ich sehe allein sportliche Gründe: Sie haben in den zurückliegenden Dekaden immer sehr gute Mannschaften gehabt, und das ist auch jetzt so. Dennoch sehe ich keinen Favoriten. Entscheidend wird sein, dass es gelingt, die wahnsinnig gute spanische Offensive in Schach zu halten, ohne dabei die eigenen Qualitäten zu vernachlässigen: Auch wir haben die Klasse, mutig nach vorn zu spielen. Wir dürfen uns nicht verstecken."

Christoph Kramer (ZDF): "Das ist ein absolutes Highlight-Spiel der beiden besten Mannschaften im Turnier. Mir macht Hoffnung, dass Spanien das erste Mal auf einen Gegner trifft, der auch den Ball haben will und den Ball braucht. Das hatten sie bislang noch nicht. Und wenn sie das nicht haben, ist Spanien sehr verwundbar. Ich hoffe und glaube auch, dass wir das sehen werden."

Lothar Matthäus (Sport Bild): "Eigentlich ist es schade, dass es ein Viertelfinale ist. Ich hätte beide Mannschaften am liebsten am 14. Juli im Finale in Berlin gesehen. Es könnte ein Spektakel werden. Unsere Mannschaft ist jederzeit in der Lage, die Spanier in Verlegenheit zu bringen. Das Schöne ist, das wir all diesen Ausnahmekönnern die gleiche Qualität entgegensetzen können."

Per Mertesacker (ZDF): "Ich sehe die Problematik wirklich auf den Außenposition. Da werden wir in Eins-gegen-eins-Situationen kommen, die sehr, sehr schwierig zu verteidigen sind. Wenn wir da solide sind, haben wir echt eine gute Chance."

Andreas Möller (kicker): "Spanien ist das Maß aller Dinge. Doch ich blicke dem Kracher mit gesundem Optimismus entgegen. Form schlägt Klasse! Natürlich muss man dafür eine Menge investieren. Deutsche Tugenden, die uns so oft stark gemacht haben, wie: Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und viel Teamspirit. Ein großer Vorteil ist, dass uns in Stuttgart ein fantastisches Publikum vollends unterstützen wird."

Bastian Schweinsteiger (ARD): "Spanien hat unheimliche Qualität. Sie spielen den Pass so scharf und so genau, dass du als Mitspieler mehr Zeit hast, wenn du ihn annimmst. Wenn sie die Passschärfe hoch halten, ist es extrem schwierig, an den Ball zu kommen. Gerade Williams kannst du fast nicht alleine stoppen, da muss Kimmich schon einen Sahnetag haben."