Schlaglichter 33. Spieltag

Harte Hunde und stinkende Fische

Von Thomas Ziemann
Montag, 12.05.2008 | 13:39 Uhr
ziffzer, 1860, münchen
© Getty
Advertisement
Ligue 2
Clermont -
Lens
Premier League
Arsenal -
West Brom
Primera División
Real Betis -
Levante
Copa do Brasil
Cruzeiro -
Flamengo
Ligue 1
Monaco -
Montpellier
Premiership
Hamilton -
Rangers
Championship
QPR -
Fulham
Primera División
Celta Vigo -
Girona
J1 League
Niigata -
Kobe
J1 League
Kawasaki -
Cerezo Cosaka
Primera División
Deportivo -
Getafe
Premier League
Huddersfield -
Tottenham
Premier League
Man Utd -
Crystal Palace
Championship
Ipswich -
Bristol City
Primera División
Sevilla -
Malaga
Ligue 1
PSG -
Bordeaux
Serie A
Udinese -
Sampdoria
Premier League
Chelsea -
Man City
Primera División
Levante -
Alaves
Championship
Reading -
Norwich
Ligue 1
Amiens -
Lille
Ligue 1
Dijon -
Straßburg
Ligue 1
Guingamp -
Toulouse
Ligue 1
Nantes -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Caen
Premier League
Stoke -
Southampton (Delayed)
Primera División
Leganes -
Atletico Madrid
Serie A
Genua -
Bologna
Premier League
Bournemouth -
Leicester (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Swansea (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Watford (DELAYED)
Serie A
Palmeiras -
Santos
Serie A
Neapel -
Cagliari
Premier League
Arsenal -
Brighton
Championship
Sheffield Wed -
Leeds
Ligue 1
Troyes -
St. Etienne
Serie A
Benevento -
Inter Mailand
Serie A
Chievo Verona -
Florenz
Serie A
Lazio -
Sassuolo
Serie A
SPAL -
Crotone
Serie A
FC Turin -
Hellas Verona
Primera División
Barcelona -
Las Palmas
Ligue 1
Angers -
Lyon
Primera División
Real Madrid -
Espanyol
Ligue 1
Nizza -
Marseille
WC Qualification South America
Bolivien -
Brasilien
WC Qualification South America
Venezuela -
Uruguay
WC Qualification South America
Kolumbien -
Paraguay
WC Qualification South America
Chile -
Ecuador
WC Qualification South America
Argentinien -
Peru
WC Qualification Europe
Georgien -
Wales
WC Qualification Europe
Italien -
Mazedonien
WC Qualification Europe
Liechtenstein -
Israel
WC Qualification Europe
Spanien -
Albanien
WC Qualification Europe
Kroatien -
Finnland
WC Qualification Europe
Kosovo -
Ukraine
WC Qualification Europe
Färöer -
Lettland

München - Der 33. Spieltag ist Geschichte, der 1. FC Köln steigt (selbstverständlich) wieder auf und die Löwen aus München immerhin nicht ab. Was für die 60er aber natürlich kein Grund für Friede, Freude, Eierkuchen ist. Ganz im Gegenteil. Mehr dazu in den Schlaglichtern.

Rheinisches Selbstverständnis: Der 1. FC Köln ist wieder erstklassig. Nach 740 Tagen hat die Leidenszeit ein Ende. Für Präsident Wolfgang Overath eine Selbstverständlichkeit. "Der FC hat die Aufgabe, in der Bundesliga zu spielen. Er gehört zu den großen Klubs in Deutschland, auch wenn wir dies in den letzten Jahren sportlich nicht waren. Ich glaube, dass wir eine Bereicherung für die Bundesliga sind."

Erinnert einen irgendwie an die Saison 2005/2006. Damals versprach Overath den Fans nach dem Aufstieg ebenfalls eine neue Ära. Was folgte war die schlechteste Bundesliga-Hinrunde der Geschichte sowie der erneute Abstieg.

Allein Trainer Christoph Daum bremst die Euphorie: "Die Realität wird einige schnell einholen, sowohl die Spieler als auch den Verein". Nur schade für den FC, dass ausgerechnet Trainer Daum wohl im nächsten Jahr nicht mehr mit dabei sein wird.

Einer dieser Tage: Man kennt sie, diese Tage, an denen man einfach besser im Bett geblieben wäre. So einen Tag erwischte FIFA-Schiri Torsten Kinhöfer, im Berufsleben Controller, an diesem Sonntag.

In der Partie zwischen Kickers Offenbach und 1899 Hoffenheim lag der Mann in Schwarz nicht einmal, nicht zweimal sondern gleich dreimal völlig daneben. Zuerst pfeift Kinhöfer die erste Hälfte ab, während die Kickers im Angriff sind und gerade eine Flanke in den Strafraum schlagen. Im zweiten Durchgang lässt er dann Hoffenheim wechseln, obwohl der Ball nicht mal im Aus ist. Zu guter Letzt gibt er dann noch einen Handelfmeter für Offenbach, selbstredend völlig zu Unrecht.

Glück für den Schiri: Die Pfiffe hatten keine fatalen Folgen. Es ging ja nur um Auf- und Abstieg.

Verkehrte Welt: Der TSV 1860 München hat es geschafft. Ein Remis gegen den VfL Osnabrück genügte den Löwen, um den Verbleib in der 2. Liga zu sichern. Ein Grund zum Feiern sollte man meinen.

Dem Vorstand war offensichtlich aber ganz und gar nicht zum Feiern zumute. Unmittelbar nach Spielende attackierte Geschäftsführer Ziffzer seinen Präsident von Linde und unterstellte ihm Charakterlosigkeit. Um das Problem der Löwen noch besser zu veranschaulichen, griff Ziffzer zu folgender Aussage: "Der Fisch stinkt immer vom Kopf her. Und unser Kopf ist der Präsident."

Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn die Löwen aufgestiegen wären. Fisch wäre zur Feier dann wohl kaum gereicht worden.

Der harte Hund: Zum guten Schluss noch eine Geschichte aus der Rubrik "Niedergestreckt". Laut Trainer Christoph Daum ist Kölns Mittelfeldspieler Thomas Broich ein harter Hund. Einer, der nie aufgibt und immer auf die Zähne beißt. Zuletzt ließ er sich noch nicht mal von einem Loch in der Lunge vom Fußballspielen abhalten.

Doch nun ging Thomas Broich dann doch zu Boden. Niedergestreckt von Mannschaftskollege Marvin Matip. Dieser hatte Broich, während eines Interviews, mit seiner Bierdusche offensichtlich derart ungünstig erwischt, dass er mit Tränen in den Augen zusammensackte.

Broich, seines Zeichens ja harter Hund, stand aber umgehend wieder auf und führte das Interview zu Ende.

Reporter: "Herr Broich, können sie mit ihrer Lunge denn schon wieder Bier trinken?"
Broich: "Ja sicher, wenn ich mit der Lunge rauchen kann, kann ich auch Saufen." Ein harter Hund eben.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung