Fussball

Mit Grüßen vom lieben Gott

Philipp Lahm führte den FC Bayern München 2013 als Kapitän zum Triple

30. August 2013: 1,70 Meter pure Intelligenz

Zum ersten Mal in der Geschichte des Klubs gewinnt der FC Bayern den europäischen Supercup. Die Ansprache von Pep Guardiola vor dem entscheidenden Elfmeterschießen in Prag gegen Chelsea bezeichnet Sportvorstand Matthias Sammer als "beeindruckend". Der Trainer selbst adelt im Anschluss seinen Kapitän, der im Laufe der Partie auf zwei Positionen im Mittelfeld und als Rechtsverteidiger agierte. "Philipp Lahm ist für mich der intelligenteste Spieler, den ich je in meiner Karriere trainiert habe. Ich bin froh, hier zu sein, nur weil ich ihn trainieren darf."

21. Dezember 2013: Größer als Beckenbauer und Co.

Nach Meisterschaft, Champions League, DFB-Pokal und europäischem Supercup gewinnt Bayern auch die FIFA-Klub-WM. Lahm wird hinter Franck Ribery zum zweitbesten Spieler des Turniers gewählt. Der Kapitän hat seine Mannschaft zu fünf Titeln im Kalenderjahr 2013 geführt. Eine Leistung, die auch das große Team aus den 70 Jahren um Franz Beckenbauer überragt.

11. Juni 2014: Neuer Vertrag mit Ablaufdatum

Der FC Bayern gibt die Vertragsverlängerungen von Thomas Müller (bis 2019) und Philipp Lahm (bis 2018) bekannt. Lahm: "Es ist definitiv mein letzter Vertrag, ich werde meine Karriere beim FC Bayern beenden. Das war immer mein Wunsch. Ich bin darüber sehr froh und glücklich."

13. Juli 2014: Die Krönung

Deutschland diskutiert: Soll Lahm im Mittefeld spielen oder doch lieber als Rechtsverteidiger. Der Kapitän beginnt die WM in Brasilien im Zentrum. Das gefällt nicht allen, auch in der Mannschaft gibt es kritische Stimmen (Sami Khedira). Im Achtelfinale zwingt der Spielverlauf Lahm nach rechts hinten, dort spielt er das Turnier zu Ende. Der Lohn ist der vierte WM-Titel für Deutschland. Lahm ist nach Beckenbauer, der zweite Deutsche, der als Kapitän auf Vereins- und Nationalmannschaftsebene die beiden wichtigsten Titel gewinnt.

14. Juli 2014: Rücktritt beim Frühstück

Der Entschluss stand schon lange fest, die Entscheidung bekam der Bundestrainer beim Frühstück serviert. Lahm beendet nach dem Triumph im Maracana seine Karriere in der Nationalmannschaft. Die Öffentlichkeit wird vier Tage später informiert. "Zehn Jahre durfte ich mit ihm in der Nationalmannschaft arbeiten. Als Trainer kann man sich einen solchen Spieler nur wünschen", sagt Löw.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung