Dominator mit Teamsinn

Sonntag, 27.10.2013 | 23:05 Uhr
Typisch: Sebastian Vettel feierte seinen vierten Titel in Indien ausgiebig mit seinem Team
© getty
Advertisement
Internationaux de Strasbourg Women Single
WTA Straßburg: Halbfinale
Geneva Open Men Single
ATP Genf: Halbfinale
Lyon Open Men Single
ATP Lyon: Halbfinale
German Darts Masters
German Darts Masters: Session 1
BSL
Banvit -
Besiktas (Spiel 2)
German Darts Masters
German Darts Masters -
Session 2
MLB
Giants @ Cubs
MLB
Angels @ Yankees
NBA
Celtics @ Cavaliers (Spiel 6)
MLB
Padres @ Dodgers
MLB
Twins @ Mariners
Lyon Open Men Single
ATP Lyon: Finale
Internationaux de Strasbourg Women Single
WTA Straßburg: Finale
Premiership
Exeter -
Saracens
Championship
Aston Villa -
Fulham
Pro14
Leinster -
Scarlets
MLB
Angels @ Yankees
MLB
Giants @ Cubs
NBA
Rockets @ Warriors (Spiel 6)
MLB
Reds @ Rockies
MLB
Twins @ Mariners
FIA World Rallycross Championship
4. Lauf: Silverstone
Allsvenskan
Malmö -
Dalkurd
Rugby Union Internationals
England -
Barbarians
League One
Rotherham -
Shrewsbury
IndyCar Series
Indy 500
MLB
Angels @ Yankees
Ligue 1
Toulouse -
AC Ajaccio
MLB
Padres @ Dodgers
MLB
Twins @ Mariners
MLB
Giants @ Cubs
League Two
Coventry -
Exeter
MLB
Astros @ Yankees
MLB
Angels @ Tigers
MLB
Cubs @ Pirates
Friendlies
Portugal -
Tunesien
MLB
Twins @ Royals
Friendlies
Argentinien -
Haiti
MLB
Astros @ Yankees
MLB
Cubs @ Pirates
MLB
Angels @ Tigers
MLB
Twins @ Royals
MLB
Blue Jays @ Red Sox
World Rugby U20 Championship
Frankreich -
Irland
World Rugby U20 Championship
Neuseeland -
Japan
MLB
Astros @ Yankees
MLB
Cubs @ Pirates
MLB
Angels @ Tigers
MLB
Angels @ Tigers
PDC World Cup of Darts
World Cup of Darts: Tag 1
MLB
Cubs @ Mets
MLB
Red Sox @ Astros
MLB
Indians @ Twins
PDC World Cup of Darts
World Cup of Darts: Tag 2
MLB
Yankees @ Orioles
MLB
Cubs @ Mets
MLB
Indians @ Twins
MLB
Rangers @ Angels
PDC World Cup of Darts
World Cup of Darts: Tag 3 -
Session 1
Friendlies
England -
Nigeria
Glory Kickboxing
Glory SuperFight Series: Birmingham
PDC World Cup of Darts
World Cup of Darts: Tag 3 -
Session 2
IndyCar Series
IndyCar Series: Dual in Detroit, Rennen 1
Friendlies
Island -
Norwegen
MLB
Yankees @ Orioles
MLB
Indians @ Twins
Glory Kickboxing
Glory 54: Birmingham
MLB
Cubs @ Mets
MLB
Rangers @ Angels
World Rugby U20 Championship
Australien -
Japan
PDC World Cup of Darts
World Cup of Darts: Tag 4 -
Session 1
Friendlies
Brasilien -
Kroatien
World Rugby U20 Championship
Neuseeland -
Wales
Serie B
Bari -
Cittadella
MLB
Yankees @ Orioles
MLB
Cubs @ Mets
PDC World Cup of Darts
World Cup of Darts: Tag 4 -
Session 2
MLB
Indians @ Twins
Serie B
Venedig -
Perugia
IndyCar Series
IndyCar Series: Dual in Detroit, Rennen 2
MLB
Rangers @ Angels
MLB
Yankees @ Tigers
MLB
Royals @ Angels
MLB
Braves @ Padres
MLB
Diamondbacks @ Giants
MLB
White Sox @ Twins
MLB
Yankees @ Blue Jays
MLB
Phillies @ Cubs
MLB
Royals @ Angels
Friendlies
Norwegen -
Panama
MLB
Orioles @ Mets
MLB
Yankees @ Blue Jays
MLB
Phillies @ Cubs
MLB
Royals @ Angels
World Rugby U20 Championship
Wales -
Japan
MLB
White Sox @ Twins
MLB
Phillies @ Cubs
World Rugby U20 Championship
England -
Schottland
World Rugby U20 Championship
Neuseeland -
Australien
Friendlies
England -
Costa Rica
Friendlies
Portugal -
Algerien
Friendlies
Island -
Ghana
MLB
Tigers @ Red Sox

Sebastian Vettel gewinnt zum vierten Mal in Folge die Formel-1-Weltmeisterschaft. Jubelarien auf seine Person verteilen aber nur die anderen. Der Heppenheimer beschränkt sich auf pure Freude und Teamgeist. Sein größter Förderer hat schon jetzt Angst vor der Siegesfeier.

Vier Titel in vier Jahren bei Red Bull - mit nur 26 Jahren ist Sebastian Vettel endgültig im Kreis der Formel-1-Legenden angekommen. Schon jetzt liegt Vettel auf Platz drei der ewigen Bestenliste. Nur Juan Manuel Fangio (fünf) und Rekordweltmeister Michael Schumacher (sieben) gewannen öfter den Titel. Die Siegesserie des Heppenheimers treibt seine Vorgänger zu Lobeshymnen.

"Er geht die Dinge absolut methodisch an, hat ein starkes Team um sich herum aufgebaut, das zu 100 Prozent seinen Erfolgswillen teilt, und er ist total fokussiert auf das Endergebnis", lobte Vierfachweltmeister Alain Prost, der mit 26 Jahren noch nicht mal einen Grand Prix gewonnen hatte, den Triumphator aus Deutschland: "Sebastian Vettel ist ein großer Champion. Und ich glaube, dieser vierte Titel wird längst nicht sein letzter bleiben."

Lauda: Sebastian packt den Michael

"Die Chance ist groß, dass Sebastian den Michael packt", orakelte auch Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda: "Wir brauchen nicht lange darum herum reden: Das musst du erst einmal zustande bringen." Schumi hatte 2001 seinen vierten Titel in der Königsklasse gefeiert. Damals war der Ferrari-Pilot aus Kerpen schon 32 Jahre alt.

Voting: Ist Vettel schon besser als Schumacher?

Die früheren Weltmeister gönnen Vettel seinen Erfolg: "Erst vor ein paar Tagen habe ich noch mit Sebastian telefoniert und ihm viel Glück gewünscht", erklärte Schumacher bei "RTL" in einer Videobotschaft: "Vier WM-Titel in Folge - eine ganz tolle Sache. Er ist ja doch noch recht jung für einen solchen Erfolg."

Sogar die Konkurrenz akzeptiert Vettel mittlerweile als Toppiloten. Dauerrivale Fernando Alonso nach dem zehnten Sieg in dieser Saison gratulierte artig. Lewis Hamilton schwärmte in höheren Tönen: "Ich bewundere seine Hingabe und die Fähigkeit, konsequent ohne Fehler zu fahren."

Ein Fehler in der ganzen Saison

Der einzige Fehler, den Vettel sich in dieser Saison während eines Rennens leistete, geschah beim Kanada-GP, als er kurzzeitig deutlich neben der Strecke fuhr. Der Sieg war ihm trotzdem nicht zu nehmen. Im Gegensatz zu Mark Webber blieb der 26-Jährige zudem fast vollständig vom Pech verschont. Nur in Silverstone fiel er mit einem Defekt aus. Sonst sah er immer die Zielflagge.

Das Rennen: Vettel ist D-D-D-Doppelweltmeister

Pures Glück ist das aber nicht, sondern ein Verdienst der Ingenieure, die Vettels Auto betreuen. Selbst in Indien zitterte das Team bis zur letzten Runde. "Wir hatten ein paar Probleme mit dem Auto. Wir hatten Angst, dass das, was Mark passiert ist, auch Sebastian passieren würde", erklärte Renningenieur Guillaume Rocquelin bei "Sky".

Den Australier bremste in Runde 43 seine Lichtmaschine aus. Er stellte seinen RB9 ab und flüchtete danach, um die anstehende WM-Party zu verpassen. Vettel umkurvte den Buddh International Circuit dagegen weiter, während sein Team immer mehr elektrische Systeme abschaltete. In den letzten Runden durfte er nicht mal mehr den Knopf zur Versorgung mit Trinkwasser betätigen.

"Ich werde Sebastian umbringen"

Vettel griff trotzdem noch nach der schnellsten Rennrunde, die ihm schließlich sein Freund Kimi Räikkönen verwehrte, weil er im Lotus kurz vor Schluss noch auf weiche Reifen wechselte. "Ich werde ihn später noch dafür umbringen, dass er es erneut versucht hat", scherzte Rocquelin.

Die gute Laune bei Red Bull konnte auch die Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro nicht verderben, die Vettel wegen seiner Siegesfeier mit Burnouts und Donuts auf der Zielgeraden kassierte. "Das wollen die Leute doch sehen und die FIA sollte keine Probleme machen", kritisierte Christian Horner.

Das Rennergebnis in der Übersicht

Die Komplimente für seinen Erfolgspiloten sprudelten aus dem Teamchef des viermaligen Konstrukteursweltmeisters am Sonntag hervor. "Das war sein bestes Jahr. Er ist erst 26 und hat schon vier Titel gewonnen. Das hat er nicht zufällig erreicht. Ohne Sebastian hätten wir sicher nicht vier Mal gewonnen. Du kannst den besten Fahrer und Designer haben, aber du musst auch als Team arbeiten."

Teamplayer ohne Eigensinn

Vettel hat das seit Beginn seiner F1-Karriere verinnerlicht. Als er bei der Scuderia Toro Rosso debütierte, lernte er Italienisch, um einfach kommunizieren zu können. Bis heute redet er nur in höchsten Tönen von seinen Mechanikern, die ihm seine Erfolge ermöglichen: "Wenn man daran denkt, wie viele Stunden die Jungs schuften, ist es besser bei McDonalds zu arbeiten." Als Zeichen der Wertschätzung half er in Indien sogar beim Abbau der Boxeneinrichtung.

Selbst Webber hat die Überlegenheit des Heppenheimers mittlerweile anerkannt. "Er hat Rennen mit einem dominanten Auto gewonnen, aber auch welche, in denen das Auto nicht so gut war", so der künftige Porsche-Werkspilot: "In diesen letzten vier Jahren waren einige Siege dabei, die eigentlich unmöglich waren. Das ist eine seiner großen Qualitäten."

Helmut Marko fürchtet sich vor WM-Party

Während der Australier nach seinem Lichtmaschinendefekt direkt aus Indien flüchtete, um nicht an der Weltmeisterparty teilnehmen zu müssen, freuten sich einige andere Teammitglieder auch nicht gerade. "Es gibt das Lieblingsgetränk von Sebastian, das wir alle notgedrungen mitschlucken müssen", erklärte Motorsportberater Helmut Marko über die Mischung aus Kräuterschnaps und Energydrink: "Mit Eis ist es halbwegs erträglich, aber hier kann man das ja nicht riskieren."

Die große Party findet sowieso nicht statt. Vettel hat beide Titel eine Woche zu früh herausgefahren. Nach einer Party im Hotel hebt um 2 Uhr nachts das Flugzeug nach Abu Dhabi für die Mechaniker ab. "Ich nehme an, einige werden direkt von der Party in den Flieger steigen", meint Marko: "Wir können ja hart arbeiten. Und dann kann man auch hart feiern."

Der WM-Stand im Überblick

Werbung
Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung