Bundesliga - Stimmen zum 20. Spieltag: VfB-Bosse ärgern sich über den VAR - "Da muss man in Köln nachfragen"

Von SPOX
Nicht gut auf den VAR zu sprechen: Stuttgarts Sportvorstand Thomas Hitzlsperger.
© getty

Nach der 2:5-Pleite gegen Bayer Leverkusen sind die Verantwortlichen des VfB Stuttgart alles andere als gut auf den VAR zu sprechen. BVB-Coach Edin Terzic will von Fragen über seine Zukunft nichts wissen.

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Die Stimmen von Sky zu den Samstagsspielen am 20. Bundesliga-Spieltag im Überblick.

SC Freiburg - Borussia Dortmund 2:1

Edin Terzic (Trainer Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Wir sind nicht nur enttäuscht, sondern auch sauer, wie das Spiel heute gelaufen ist. Es sind wieder Fehler passiert, die so nicht passieren dürfen. Das war heute einfach zu wenig und wir fordern mehr von uns, um erfolgreich zu sein. Auf beiden Seiten sind viele Abspielfehler passiert, die man sich nicht leisten darf, wenn man hier gewinnen will."

... zur Frage, wie er die Fehler künftig beheben will: "Es gibt nicht den einen Knopf, zu sagen: 'Hey Leute, jetzt verliert nicht mehr den Ball.' Es geht jetzt darum, dass wir das jeden Tag von den Spielern einfordern und bereit sind, den Extrameter zu machen. Wir werden weiter versuchen, die Dinge abzustellen."

... zu seiner Zukunft als Cheftrainer: "Das ist überhaupt nicht das Thema. Es geht darum, dass die Mannschaft wieder ihre Leistung bringt und die Fehler abstellt. Wir kassieren heute wieder zwei Tore aus der Distanz wie gegen Mainz. Wir können dem Gegner dort einfach nicht so viel Zeit lassen, Entscheidungen zu fällen. Genauso das Gleiche ist uns sieben Sekunden vor Schluss gegen Paderborn passiert und das darf einfach nicht passieren."

Mats Hummels (Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Fußball ist Ergebnissport, der Gegner hat alles reingehauen. Bei uns ist gefühlt jeder Torschuss drin und vorne brauchen wir zu viele Chancen."

... zur Zielvorgabe für die restliche Saison: "Das Ziel Champions League ist natürlich Fall in Gefahr. Das ist das, wofür wir spielen und kämpfen müssen. Wir hatten bis zur Vorwoche noch andere Ziele, aber das ist jetzt das Mindeste, was wir erreichen wollen."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg) ...

... zur Bedeutung des Sieges: "Wenn du so lange gegen Dortmund spielst und noch nie gewonnen hast, ist es doch klar, dass es besonders ist. Wenn du so lange Trainer bist, willst du schon gegen jede Mannschaft einmal gewinnen."

Christian Günter (Kapitän SC Freiburg) ...

... zur Tabellensituation: "Nach dem Saisonstart hätte das wohl niemand gedacht. Es ist überragend, zu diesem Zeitpunkt 30 Punkte zu haben. Es macht so viel Spaß zusammen mit den Jungs auf dem Platz zu arbeiten."

Philipp Lienhart (SC Freiburg) ...

... zu möglicherweise veränderten Zielen: "Wir machen weiter wie bisher, wir hatten ja keinen guten Saisonstart. Jetzt haben wir doch schon relativ viele Punkte und da wollen wir weitermachen. Wir schauen von Spiel zu Spiel."

Borussia Mönchengladbach - 1. FC Köln 1:2

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach) ...

... zum Spiel: "Wir müssen Köln gratulieren, sie haben so gespielt, wie man ein Derby spielen muss. Sie waren in den Zweikämpfen galliger und griffiger. Mein Team ist viel gelaufen, aber in den entscheidenden Situationen haben wir heute zu oft das Nachsehen gehabt. Und dann bekommen wir zwei Gegentore, die wir so nicht bekommen dürfen. Wir haben gut auf den Rückstand reagiert und schenken Köln dann beim zweiten Gegentor den Ball. Die Leistung hat nicht gereicht, um heute zu gewinnen."

... zur Rotation als Grund für die Niederlage: "Ich kenne die Jungs, sie haben im Training einen sehr guten Eindruck gemacht. Tony Jantschke hat heute zum Beispiel ein sehr gutes Spiel gemacht, er hat seinen Einsatz wirklich mehr als gerechtfertigt. Deswegen haben wir das Spiel nicht verloren."

... zur Einschätzung der Saisonziele: "Wir waren vor dem Spiel mehr als im Zoll, aber der Sieg heute wäre schon wichtig gewesen und den haben wir verpasst. Das bedeutet, dass wir irgendwo wieder Boden gut machen müssen."

... zu seiner Zukunft (vor dem Spiel): "Max (Eberl, Anm. d. Red.) weiß über den Status Quo Bescheid. Wir tauschen uns täglich aus, in erster Linie über die Mannschaft aus und womöglich irgendwann auch mal über meine Zukunft. Aber das Wichtigste ist, dass ich bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag stehe und sehr gerne hier bin. Ich werde nicht jeden Tag Wasserstandsmeldungen abgeben."

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln) ...

... zum Jubel nach dem Spiel: "Wir sind alle Sportler und Trainer durch und durch. Wenn dein Team nach so einem verrückten Tag so eine Leistung bringt, dann lässt man den Gefühlen freien Lauf und das ist auch gut so. "

... zu starken Leistung bei den Champions-League-Teilnehmern: "Wir haben am Anfang der Saison generell wenig gepunktet. So einem Start läufst du dann lange hinterher. Der Sieg in Dortmund, der Punkt in Leipzig und auch der Sieg heute sind mit dem Saisonverlauf zu betrachten. Vielleicht unterschätzt uns auch der eine oder andere Gegner."

... zum Spiel: "Es war für uns heute enorm wichtig, dass wir ein dominantes Zweikampfverhalten an den Tag gelegt haben. Das Motto war heute: Raus aus dem Druck, um dann in Umschaltsituationen zu kommen. Das haben wir gut ausgespielt, das war die größte Herausforderung heute. Deswegen sind wir heute auch gar nicht so ein unverdienter Sieger."

... zur Kritik an seiner Person: "Ich sage nicht, dass es Genugtuung ist, sondern dass wir uns einfach klar machen müssen, was für ein Ziel wir von Anfang an hatten: Den Klassenerhalt. Natürlich haben wir im Pokal verloren, das hat uns auch nicht gepasst. Heute haben wir gezeigt, was wir draufhaben. Ich sage ihnen ehrlich: Der Klub ist verrückt und ich liebe diesen Klub."

... zum andauernden Druck im Abstiegskampf: "Ich kann mit diesem Druck gut umgehen, auch wenn es einen manchmal belastet. Nur wenn es unfair wird, kann ich etwas blöd reagieren. Aber im Großen und Ganzen versuche ich mich auf die Mannschaft zu konzentrieren. Wenn man unsere Möglichkeiten fair betrachtet, bin ich auch immer offen für Kritik."

FC Schalke 04 - RB Leipzig 0:3

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig) ...

... zum Spiel: "Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit waren sehr stark mit viel Druck und vielen Chancen. Da müssen wir schon früher treffen, aber am Ende war es ein sehr gutes Spiel. Sehr konzentriert verteidigt, wieder zu Null gespielt. Das stimmt mich sehr zufrieden."

Marcel Sabitzer (Kapitän RB Leipzig) ...

... zum Spiel: "Wir waren hinten hellwach, gutes Gegenpressing, gute Rest-Verteidigung. Sie hatten vielleicht eineinhalb gefährliche Situationen, aber die haben wir gelöst. Wir haben es clever zu Ende gespielt, auch wenn wir eher das Tor machen müssen. Das können wir uns vielleicht ankreiden."

Shkodran Mustafi (Schalke 04) ...

... zu seinem ersten Spiel für Schalke: "Ich hätte mir gewünscht, dass wir etwas mitnehmen, aber nach zwei Standard-Gegentoren ist es gegen eine Mannschaft wie Leipzig schwer, zurück zu kommen. Wir haben in der ersten Halbzeit bis auf die letzten zehn Sekunden ein sehr organisiertes Spiel gemacht. "

... zum ersten Gegentor: "Ich bin in der Situation in der Zone, eigentlich sollten wir dort nicht Mann-gegen-Mann spielen. Wir müssen unsere Standards generell analysieren, ob wir das eine oder andere umstellen, weil so ist es viel zu einfach für den Gegner."

... zur Situation bei Schalke: "Ich wusste, dass es nicht einfach sein wird und in den letzten Spielen alles zählt. Es war heute nicht so einfach, weil es der erste Tag mit der Mannschaft war. Aber wenn wir so engagiert wie in den ersten 45 Minuten spielen, dann haben wir auf jeden Fall noch Hoffnung."

Ralf Fährmann (FC Schalke 04) ...

... zum Spiel: "Wir haben es einfach nicht gut verteidigt bei den Standardsituationen und deswegen zwei Gegentore bekommen, das müssen wir besser machen. Auch wenn jede Niederlage wehtut, Leipzig ist momentan einfach nicht unser Maßstab. Wir müssen weiter hart arbeiten und den Willen nicht verlieren."

Mainz 05 - Union Berlin 1:0

Bo Svensson (Trainer FSV Mainz 05) ...

...zum Spiel: "Wir waren in der ersten Halbzeit einen Tick gefährlicher als Union Berlin und auch das Tor hatten wir verdient. In der zweiten Halbzeit war es sicher ein Kampfspiel und nicht schön anzuschauen. Aber meine Mannschaft hat heute eine gute Leistung gebracht. Wir hatten die besseren Torchancen und haben deshalb verdient gewonnen."

Adam Szalai (FSV Mainz 05) ...

... zum Elfmeter: "Drei Minuten vor dem Spiel wurde zugeteilt, dass ich die Elfmeter schieße, aber auf dem Platz kam plötzlich Moussa (Niakhate, Anm. d. Red.) und sagt: 'Ich mach das.' Ich habe in seinen Augen gesehen, dass er sehr entschlossen war und für mich zählt momentan nur, dass Mainz 05 gewinnt."

... zur Bedeutung des Sieges: "Es ist ein 'klein-großer' Schritt. Klein, weil es nur drei Punkte sind. Aber groß, weil wir gegen eine sehr zweikampfstarke und gut organisierte Mannschaft gewonnen haben. Da muss man einiges in der Hose haben, um so gegen Union zu spielen."

Robin Zentner (Torhüter FSV Mainz 05) ...

... zur Schlussphase: "Der Job als Torwart ist es, wenn es am Ende eng ist und die langen Bälle reinkommen, die Ruhe zu bewahren und nichts zu überstürzen."

Christopher Trimmel (Kapitän Union Berlin) ...

... zum Spiel: "Wir wussten, dass es ein Kampfspiel wird. Wir hatten in der ersten Halbzeit kaum zweite Bälle, in der zweiten Halbzeit war das vielleicht ein bisschen besser. Aber mit Roten Karte war es dann schwierig."

Andreas Luthe (Torhüter Union Berlin) ...

... zum Spiel: "Wir spielen Fußball, um Ergebnisse zu holen. Es war heute mehr drin, als diese knappe Niederlage, weil wir trotz des Platzverweises druckvoll waren und Mainz gar nichts mehr gemacht hat. Offensiv haben wir aber wenig daraus gemacht."

FC Augsburg - VfL Wolfsburg 0:2

Ridle Baku (Torschütze VfL Wolfsburg) ...

... zu seinen zwei aberkannten Abseitstoren: "Ich werde mir es nochmal angucken, vom Gefühl her stand ich nicht im Abseits. Dennoch bin ich froh, dass ich der Mannschaft mit meinem Tor helfen konnte."

... zu seinen vielen Toren seit seinem Wechsel nach Wolfsburg: "Ich bin jetzt eigentlich kein Torjäger, aber wenn ich vorne die Chance habe, mache ich das natürlich. Wir haben aktuell eine super Mannschaft, auch die Spieler von der Bank setzen Impulse. Wir dürfen uns dennoch nicht ausruhen, denn die Konkurrenz will von unten hochkommen."

... zu einem möglichen Vorteil ohne Europapokal-Belastung: "Es könnte uns vielleicht im entscheidenden Moment ein oder zwei Prozentpunkte mehr Frische bringen, dennoch sind die Mannschaften dort oben alle auf Augenhöhe. Auf die Bayern schauen wir nicht. Aber wenn wir Woche für Woche die Punkte holen, bin ich überzeugt, dass wir uns oben festsetzen können."

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg) ...

... zum Formhoch seines Teams: "Es ist sehr erfreulich, wir hatten eine perfekte Woche. Drei Siege, dreimal zu Null gespielt und zum Abschluss heute eine sehr gute Leistung von uns."

Maximilian Arnold (Kapitän VfL Wolfsburg) ...

... zur Verfassung der Mannschaft: "Wir haben nun fünf Zu-Null-Spiele, unter der Woche hatten wir zwei schwierige Spiele. Jetzt die englische Woche so abzuschließen, ist natürlich super für uns."

Florian Niederlechner (FC Augsburg) ...

... zur Situation des FCA: "Wir müssen uns jetzt zusammenraufen, denn nächste Woche in Leipzig wird es nicht leichter. Von der Punkteausbeute stehen wir noch gut da, wir müssen jetzt schauen, dass wir wieder gewinnen"

Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart 5:2

Kerem Demirbay (Doppel-Torschütze Bayer 04 Leverkusen) ...

... zu einem möglichen Handelfmeter für Stuttgart vor dem 3:1: "Niemals. Wenn einer vor deinen Füßen direkt in Richtung deines Gesichts schießt, ist das eine natürliche Reflex-Reaktion."

Gregor Kobel (Torhüter VfB Stuttgart) ...

... zum möglichen Handelfmeter vor dem 3:1: "Ich verstehe das Argument, dass es aus kurzer Distanz ist. Aber wir hatten jetzt mehrere Schulungen und ich finde extrem schwer zu entscheiden: Was ist Handspiel? Was ist kein Handspiel? Was ist aktiv? Aber eine Hand des Verteidigers hat über Schulterhöhe nichts zu suchen, das ist uns auch ganz klar so kommuniziert worden."

Sven Mislintat (Sportdirektor VfB Stuttgart) ...

... zum möglichen Handelfmeter vor dem 3:1: "Da muss man in Köln nachfragen, warum man das 3:1 nicht rückgängig macht und uns Elfer gibt. Es ist eine klare Vergrößerung der Körperfläche. Das brauchen wir nicht diskutieren."

Thomas Hitzlsperger (Sportvorstand VfB Stuttgart) ...

... via Twitter zum Handspiel-Wirbel: "Man kann viel über das Spiel diskutieren - aber sicher nicht, ob die Handspiel-Regel richtig ausgelegt wurde. Wurde sie nämlich NICHT!"