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NBA-Söhne vs. designierten No.1-Pick

Von Sebastian Dumitru
Glenn Robinson (l.) und Tim Hardaway (r.) sind die Söhne der gleichnamigen Ex-NBA-Profis
© getty

Drei Runden sind bereits gespielt im diesjährigen NCAA-Turnier, in dem man viele Favoriten stürzen und Überraschungsteams weiter ziehen sah. Am Donnerstag geht der große Tanz weiter mit acht Sweet 16 Paarungen und dem anschließenden Elite Eight. Die gute Nachricht: die besten Mannschaften des Jahres und zahlreiche NBA-Kaliber sind nach wie vor im Rennen.

South Region

Kansas Jayhawks (1) vs. Michigan Wolverines (4)

Eines der spannendsten Duelle der vierten Runde steigt am späten Freitag. Beide Mannschaften gehören zu den Schwergewichten und belegten im Januar sogar Platz eins und zwei im AP-Ranking. Kansas hatte gegen Western Kentucky (64:57) ein paar Probleme und stand gegen die Tar Heels in Runde zwei schon mit einem Bein im Aus, ehe eine dominante Darbietung in Halbzeit zwei den 70:58 Comeback-Sieg unter Dach und Fach brachte. Die Wolverines präsentierten sich derweil gegen South Dakota State (71:56) und VCU (78:53) in absoluter Top-Verfassung und wie ein kommender Final Four Kandidat. Nicht weniger als sieben projizierte NBA-Spieler machen dieses Duell zum absoluten Hingucker.

Kansas' Steckenpferd ist die Defense, wo der sichere Erstrundenpick Jeff Withey sein Unwesen und Gegenspieler zur Verzweiflung treibt. Der beste Shotblocker im College-Basketball legte in den ersten zwei Partien durchschnittlich 16,5 Punkte und 6 Blocks auf und spielt wie ein Besessener auf der Jagd nach der Championship-Trophäe.

Der eigentlich Star bei den Jayhawks ist allerdings ein anderer, auch wenn davon bisher nicht allzu viel zu sehen war: Ben McLemore, allgemein als bester Guard des kommenden Draft-Jahrgangs und erster Pick gehandelt. Der explosive Modellathlet (1,95 Meter, 95 Kilo) verfehlte gegen die Tar Heels alle 9 Würfe aus dem Feld und kommt auf gerade einmal 7,5 PPG. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, seine Shooter-Qualitäten unter Beweis zu stellen. Senior-Guard Elijah Johnson komplettiert das Jayhawks-Trio mit NBA-Potential.

Auf der Gegenseite bittet das explosivste Backcourt-Tandem des Landes zum Tanz: Trey Burke und Tim Hardaway Junior sind die Motoren der potenten Wolverines-Attacke, die von Glenn Robinson III. gehörige Unterstützung vom Flügel erhält. Burke hat sich in seiner Sophomore-Saison zum perfekten Point Guard gemausert und gilt dank seiner Spielintelligenz und seines abgebrühten Inside-Outside-Games als Top-5 Pick. Hardaway Junior und Robinson III. sind Söhne der ehemaligen NBA-All-Stars Tim Hardaway und Glenn Robinson und ebenfalls künftige NBA-Profis.

Hardaway kann den langen Ball treffen, während Robinson ähnlich geschmeidig und vielseitig agiert wie sein Dad. Der junge Freshman-Center Mitch McGary ist nach starken Turnier-Leistungen (21 PKT, 14 REB, 10/11 FG gegen VCU) ebenfalls auf dem Scouting-Radar aufgetaucht.

Kansas' Defensive ist dank Witheys Präsenz furchteinflößend, der Angriff dank McLemores Extraklasse jederzeit in der Lage, zu explodieren. Die Wolverines scheinen aber rechtzeitig ihre dominante Januar-Form wieder gefunden zu haben. Wenn Burke den Ball verteilt, wenn die vielen Schützen von außen einstreuen und der Frontcourt um Robinson und McGary klickt, kann der Angriff der Wolverines jede noch so gut aufgestellte Defensive in ihre Einzelteile zerlegen.

Prognose: Michigan

Florida Gators (3) vs. FGCU Eagles (15)

Die an Drei gesetzten Gators gaben sich gegen Northwestern State (79:47) und Minnesota (78:64) keine Blöße und zogen mühelos in die Runde der letzten 16 ein. Gegner dort sind die völlig unbekannten Florida Gulf Coast Eagles, die der Sensation gegen die hoch favorisierten Hoyas in Runde eins (78:68) ein historisches 81:71 Upset gegen San Diego State folgen ließen: FGCU steht als erstes an Nummer 15 geführtes Team der NCAA-Geschichte im Sweet-16-Turnier.

Im 'Sunshine State Battle' zwischen den Lokalrivalen liebäugeln die Eagles mit dem nächsten Schocker. Ihre furchtlose und unterhaltsame Spielweise, die viele Fastbreaks und spektakuläre Dunks produziert, war wie gemacht für die zuweilen chaotischen ersten zwei Turnier-Runden. Senior-Guard Sherwood Brown, der FGCU mit 15,6 Punkten anführt, will mit einer weiteren guten Leistung die versammelte Scouting-Riege endgültig von seinem NBA-Format überzeugen und die Aschenputtel-Geschichte der 2013er NCAAs weiter schreiben.

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Head Coach Billy Donovan und die Gators werden dem aber einen Strich durch die Rechnung zu machen wissen. Florida ist zu groß im Interieur, wo Topscorer Erik Murphy und der projizierte Erstrundenpick Patrick Young für Mismatches sorgen. Young gilt mit 2,06 Metern zwar als zu klein für einen NBA-Vierer, seine starke Physis sowie die gute Defensiv- und Reboundarbeit werden ihn aber mit ziemlicher Sicherheit in die Top-20 spülen. Im Backcourt zieht Senior-Guard Kenny Boynton die Fäden und liebäugelt selbst mit einer NBA-Karriere, die umso wahrscheinlicher wird, je länger er die Krokos im nationalen Blickpunkt hält.

Die Anfälligkeit der Eagles in der Zone und Floridas balancierte Spielweise werden ein weiteres Upset unmöglich machen und die Gators schnurstracks in Richtung Elite-Eight Duell schicken, wo sie auch gegen Kansas und Michigan favorisiert werden müssen.

Prognose: Florida Gators

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