"Mein Bruder ist kein Streber"

Donnerstag, 18.12.2014 | 12:14 Uhr
Rani Khedira bestritt sein Bundesliga-Debüt am 1. September 2013 für den VfB Stuttgart
© imago
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
Coppa Italia
Live
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Live
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Live
Hibernian -
Rangers
Premier League
Live
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Live
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Primera División
Valencia -
Villarreal
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Premier League
Burnley -
Tottenham
Primera División
La Coruna -
Celta Vigo
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Birmingham -
Norwich
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)

Rani Khedira debütierte in der vergangenen Saison beim VfB Stuttgart in der Bundesliga. Im Sommer wechselte der Bruder von Sami allerdings in die 2. Liga zu RB Leipzig - und ist dort unumstrittener Stammspieler. Im Interview spricht Khedira über die Gründe und Auswirkungen seines Wechsels, den Einfluss der Fernsehserie "GZSZ" auf den Zusammenhalt bei RB und seinen zweiten Bruder Denny - nicht aber über Sami.

SPOX: Herr Khedira, haben Sie schon einmal ein größeres Interview geführt, ohne über Ihren prominenten Bruder sprechen zu müssen?

Rani Khedira: So ganz ohne noch nie, nein.

SPOX: Hätten Sie Lust darauf, das mal zu tun?

Khedira: Wir können es gerne einmal versuchen (lacht).

SPOX: Dann lassen Sie uns, um das Familiäre gleich zu Beginn abzuhaken, über Ihren nicht prominenten Bruder Denny sprechen. Es heißt, er hätte fußballerisch das größte Talent mitgebracht, brach sich aber in jungen Jahren den Oberschenkel und litt danach unter Asthma. Wie froh ist er mittlerweile, sich nicht in der Fußballwelt aufzuhalten?

Khedira: Ich glaube, ihm gefällt es ganz gut, keine aktive Rolle in diesem Geschäft auszuüben und ohne den Druck zu leben. Er hat es nicht so gerne, in der Öffentlichkeit aufzutauchen und ist eher der Typ, der sich im Hintergrund hält. Im Grunde ist er ein ganz normaler Fußball-Fan. Wenn er nicht live dabei sein kann, sitzt er vor dem Fernseher und schaut zu. Diese Rolle passt ihm gut in den Kram, er ist rundum glücklich mit seinem Leben.

SPOX: Denny hat Abitur und BWL-Studium mit der Note 1,0 abgeschlossen. Streber?!

Khedira: Mein Bruder ist kein Streber, nein. Im Gegenteil: Er hat mit relativ wenig Aufwand gute Leistungen erbracht. Das scheint bei ihm angeboren zu sein. Sein Talent ist es, die Dinge aus mehreren Blickwinkeln betrachten zu können. Da entdeckt er dann auch etwas, was anderen vielleicht verborgen bleibt.

SPOX: Er kickt zwar immer noch bei Ihrem Heimatverein TV Oeffingen, was aber macht er hauptberuflich?

Khedira: Er macht derzeit noch seinen Master. Nebenher ist er Geschäftsführer der "Khedira 28 Marketing GmbH", die sich um die gesamte Öffentlichkeitsarbeit meines großen Bruders kümmert. Er organisiert Veranstaltungen und leitet Projekte. Dass er diese Herausforderungen annimmt, entspricht einfach seinem Naturell. Er ist also ganz gut beschäftigt.

SPOX: Nehmen Sie innerhalb dieses Dreigestirns eine bestimmte Position ein?

Khedira: Keine besondere. Uns gab es früher immer nur im Paket. Wenn wir draußen gebolzt haben, waren wir drei immer in einer Mannschaft. Da hat kein Blatt Papier zwischen uns gepasst. Es hatte aber niemand eine spezielle Rolle inne, alle waren gleichberechtigt. Wir waren eben Brüder, die schwer auseinander zu dividieren waren.

SPOX: Jetzt trennen Sie beinahe 500 Kilometer von der Heimat, Sie sind zum ersten Mal dem heimeligen Nest entflohen. Was ist denn am lästigsten, wenn man seinen eigenen Haushalt organisieren muss?

Khedira: Das ständige Aufräumen ist mir schon ein Graus.(lacht) Viele sagen, dass 500 Kilometer nicht extrem sind. Ich bin ja auch in vier, fünf Stunden in der Heimat. Doch der Schritt nach Leipzig und all seine Begleitumstände sind für mich wie eine neue Welt. Ich habe 20 Jahre lang zuhause gewohnt, alle tagtäglich gesehen und mit ihnen gegessen. Jetzt bin ich sozusagen alleine in Leipzig und weit weg von meiner Familie. Ich sehe sie vielleicht alle zwei Wochen mal. Das ist für mich daher schon gewaltig und ein neuer Lebensabschnitt. Doch ich bin sicher: Daran werde ich reifen und erwachsener werden. Ich muss jetzt viele Aufgaben alleine bewältigen. Da sieht man, was man im privaten Alltag alles leisten muss.

Die OPTA-Spielerstatistik von Rani Khedira in der Saison 2014/2015

SPOX: Groß geworden sind Sie beim VfB Stuttgart. Sie bezeichneten den Klub mal als Ihren Traumverein, haben ihn dennoch im Sommer verlassen. Wenn Sie die dortige sportliche Entwicklung sehen, wie richtig war dann der Wechsel?

Khedira: Ich würde sagen, dass ich zu einhundert Prozent richtig gelegen habe. Ein Wechsel musste sozusagen auch stattfinden, da man mir in Stuttgart keine Perspektive aufgezeigt hat. Der VfB plante nicht mehr mit mir, ich sollte mir etwas Neues suchen. Das Angebot aus Leipzig passte mir deshalb perfekt rein. Ich habe mir hier alles anschauen können und war vom Weg, den man eingeschlagen hat und weiterhin gehen wird, sofort überzeugt. Ich identifiziere mich mit RB Leipzig, weil hier sehr professionell mit vielen jungen Spielern gearbeitet wird. Hier wird nicht mit Geld gewedelt, wie man immer wieder lesen kann.

SPOX: Aber Sie haben noch Sympathien für Stuttgart, oder?

Khedira: Ich hänge noch am VfB und schaue mir wenn irgendwie möglich jedes Spiel an. Ich habe dort jahrelang gespielt, das kann ich natürlich nicht einfach so abschütteln. Das Ende war nicht so toll, aber da muss ich drüberstehen.

SPOX: Gab es im Sommer eigentlich mehrere Optionen für Sie?

Khedira: Leipzig war der erste Klub, der sich gemeldet hat. Da dort für mich alles gepasst hat und der Transfer schnell über die Bühne ging, war es sozusagen auch das einzige Angebot.

SPOX: Wussten Sie beim VfB nicht, wie groß das Vertrauen in Sie sein würde?

Khedira: Ich glaube, dass man eher gar kein Vertrauen mehr in mich hatte. Mir wurde gesagt, dass ich beim Training der Profis mitmachen kann. Wo ich aber letztlich spielen werde, wurde nicht deutlich. Mir hat da einfach eine klare Aussage gefehlt. Ich wollte kein Jahr erleben, in dem ich keine Heimat habe. Da trainieren und hier spielen - das war mir zu schwammig. Deshalb musste ich den Schritt wagen zu wechseln.

SPOX: Wie erklären Sie sich diese Haltung Ihres Ex-Vereins?

Khedira: Gar nicht. Es war eine Entwicklung. Als ich letzte Saison in den Abstiegskampf hineingeworfen wurde und wir die ersten beiden Spiele ordentliche Leistungen abgeliefert haben, versuchte man gleich, mich als den neuen Mittelfeldstrategen hochzujubeln. Als danach dann aber die Niederlagenserie begann und wir immer tiefer in den Schlamassel geraten sind, hat man Schuldige gesucht. So bin ich wieder aus dem Fokus geraten, unter Huub Stevens habe ich dann gar nicht mehr gespielt. Und dann stehen die Karten eben schlecht.

SPOX: In Alexander Zorniger haben Sie jetzt einen Trainer, der nicht nur auf Sie setzt, sondern wie Sie aus Schwaben kommt. Wie extrem wird denn zwischen ihnen beiden geschwäbelt?

Khedira: Wir schwäbeln schon miteinander, so dass die Hochdeutschen- und Österreicher-Fraktion in unserer Mannschaft nicht immer den Durchblick hat. Allerdings muss ich sagen, dass er natürlich viel extremer ist als ich. Er kommt aus einer Gegend, in der der Dialekt nochmal gesteigert wird im Vergleich zum Raum Stuttgart. Wenn er sein richtiges Schwäbisch auspackt, muss auch ich richtig hinhören.

Seite 1: Khedira über Bruder Denny und verlorenes Vertrauen in den VfB Stuttgart

Seite 2: Khedira über "GZSZ", seine schwache Torausbeute und Leipzigs Popularität

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung