Levin Öztunali im Porträt

Seeler-Enkel: Abnabelungsprozess Undercover

Von Adrian Bohrdt
Donnerstag, 20.12.2012 | 10:56 Uhr
Für die deutschen Jugendnationalmannschaften absolvierte Levin Öztunali (l.) 14 Länderspiele
© Getty
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Liverpool - Chelsea - Der Kampf um die CL-Plätze
Indian Super League
Chennai -
NorthEast United
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
1. HNL
Cibalia -
Rijeka
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Chelsea -
Newcastle
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Premier League
Brighton -
Liverpool
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man Utd
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
Leicester -
Burnley (Delayed)
Premier League
Everton -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Inter Zapresic
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Auckland City

Seit zwei Jahren Juniorennationalspieler, mittlerweile sogar im Visier des FC Bayern München: Levin Öztunali vom Hamburger SV könnte vor einer großen Karriere stehen. Der 16-jährige Enkel von Uwe Seeler soll dabei so gut es geht geschützt werden - und bleibt auch gerne selbst mal Undercover.

Berühmte Vorfahren zu haben ist nicht immer einfach. Der Schatten eines berühmten Eltern- oder Großelternteils kann mitunter immer länger und die Überwindung dessen zu einer besonderen Herausforderung werden.

Besonders schwierig wird es, wenn man sich auch noch im gleichen Berufsfeld versucht wie das bekannte Familienmitglied. Levin Öztunali, Enkel von HSV-Legende Uwe Seeler, steht vor dieser Aufgabe. Der 16-Jährige will es als Fußball-Profi schaffen - ob beim Hamburger SV oder anderswo.

Das schwere Seeler-Erbe

Die Assoziation über den Nachnamen ist bei Öztunali, der 2006 im Alter von zehn Jahren zum Hamburger SV kam, offensichtlich nicht gegeben. Nachdem allerdings in der Öffentlichkeit bekannt wurde, wer der berühmte Großvater des derzeit in der U 19 des HSV spielenden Deutschtürken ist, ließen die Vergleiche mit dem HSV-Urgestein nicht lange auf sich warten.

Seeler selbst versucht, jeden Druck von seinem Enkel fernzuhalten: "Ich möchte, dass der Junge erstens weiterhin Spaß und Freude hat, auch seine Schule macht und nicht verrückt gemacht wird. Wir halten ihn schön unten." Auch ein Urteil über den 16-Jährigen ist dem 72-fachen Nationalspieler kaum zu entlocken: "Wenn andere sagen, dass der Junge Talent hat, dann freut mich das natürlich."

Häufig geht Seeler auch nicht zu den Spielen seines Enkels, um ihn nicht unnötig unter Druck zu setzen. Ist er doch mal da, erzählt Seeler, versteckt er sich manchmal im Gebüsch: "Wenn Levin spielt, soll er nicht wissen, dass ich da bin. Nachher meint er noch, er müsste etwas Besonderes für den Opa machen." Dabei macht der Youngster das auch ohne seinen Opa: Längst wird er in der Offensive vom Gegner gedoppelt, sein variables Spiel erlaubt es ihm außerdem, immer wieder vom Mittelfeld auf die Außenverteidiger-Position zu wechseln.

Erste Schritte im Nationalteam

Erstaunlich lange schaffte es der Mittelfeldspieler mitunter, seine berühmte Familienzugehörigkeit geheim zu halten. "Ich wusste nicht, dass er der Enkel von 'Uns Uwe' ist", erzählt DFB-Trainer Frank Engel 2010, der den HSV-Junior damals im Sommer erstmals in den Kader der U-15-Auswahl berufen hatte.

Von seinem Nachnamen profitierend, hatte Öztunali seinen Großvater geheim gehalten. Auch so gelang es ihm, sich aus einem Kontingent von 100 Spielern mit 22 weiteren Talenten für weitere Aufgaben zu empfehlen.

"Er findet das schon toll, was sein Opa geleistet hat, aber für ihn ist es besser, dass er nicht so in der Öffentlichkeit steht. Er möchte für sich anerkannt werden", beschreibt Levins Mutter den Abnabelungswunsch ihres Sohnes vom Namen des Großvaters. Um ihren Sohn zusätzlich zu schützen, verordneten Levins Eltern ihm einen Medien-Blackout, er soll vorerst nicht mit der Presse sprechen.

"Anderer Typ als sein Großvater"

Insgesamt 14 Länderspiele in den deutschen Junioren-Nationalmannschaften kann Öztunali mittlerweile vorweisen, auf sein erstes Tor im Nationaltrikot wartet der Deutschtürke noch. Keine Überraschung, wie Engel erklärt: "Levin ist ein vollkommen anderer Typ als sein Großvater. Uwe hat wunderbar in der Spitze gespielt, während Levin in der Zentrale aus der Tiefe kommt."

Am häufigsten wird Öztunali im defensiven Mittelfeld eingesetzt, von wo aus er das Spiel lenken und gelegentlich auch in die Spitze stoßen soll. Immerhin drei Tore und zwei Vorlagen gelangen dem 16-Jährigen in dieser Saison für die U 19 des HSV.

Perspektive: Alles offen

Öztunali hat sich in der Hamburger U 19 festgespielt, in zwölf von 13 Saisonspielen stand er in der Startelf. "Man muss gucken, ob er durchhält. Weil er sein Abitur machen will, hat er jeden Tag Schule und Training. Das ist Stress. Aber da muss er durch, wenn er Profi werden will", mahnt Uwe Seeler.

Weniger Zweifel an der fußballerischen Zukunft des Talents hat da Bastian Reinhardt, der Chef der Hamburger Nachwuchsabteilung: "Wir trauen ihnen [Öztunali und Jonathan Tah, d. Red.] zu, den Sprung in den Profikader zu schaffen, und das recht zügig. Die Entscheidung ist noch offen. Ich hoffe aber, dass wir bald zu einem positiven Abschluss kommen."

Fest steht: Der FC Bayern hat Interesse an Levin Öztunali und der Vertrag des Mittelfeldspielers beim HSV läuft Ende Juni 2013 aus. Der Enkel von Uwe Seeler in München? Für die Hamburger Fans ein Alptraum. Die Hanseaten werden ihrem Juwel allerdings eine Perspektive bieten müssen, um es zu halten. Sonst könnte Öztunali seinen Abnabelungsprozess knapp 800 Kilometer weiter südlich voran treiben.

Levin Öztunali im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung