Young and wild and Ersatz

Von Felix Keil
Kai Havertz, Lukas Fröde, Nabil Bahoui sind vielversprechende Bundesliga-Youngster
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Hendrik Hansen: 22 Jahre, VfL Wolfsburg, Innenverteidiger

Die aktuelle Lage

Im Spiel des VfL Wolfsburg gegen Bayer Leverkusen lief die siebte Minute, als Robin Knoche verletzt ausgewechselt werden musste. Statt den erfahrenen Philipp Wollscheid oder Marcel Schäfer machte sich ein Jungspund, der vorher noch keine Minute in der Bundesliga auf dem Platz gestanden hatte, für die Einwechslung bereit. "Ich war voll geflasht, dass ich überhaupt im Kader stand, und das Gefühl, als ich dann eingewechselt wurde, war unbeschreiblich", schilderte Hendrik Hansen die Gefühlslage bei seinem Debüt. Doch damit nicht genug: drei Tage nach seiner Premiere unterschrieb der 22-Jährige seinen ersten Profi-Vertrag beim VfL.

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Die Unterschrift kann man als Belohnung für jahrelange Arbeit ansehen. Schon seit 2002 ist Hansen bei den Wölfen. Als er in der U19 war und kurz vor seinem Bundesliga-Debüt stand, warf ihn unter anderem ein Kreuzbandriss aus der Bahn. "Nach der zweiten schweren Verletzung gab es bei mir schon einen kleinen Knacks. Da fragt man sich schon, ob es überhaupt noch Sinn macht oder ob ich kein Glück habe", blickt der Innenverteidiger zurück.

Die Perspektive

Doch nun ist Hansen wieder fit und eine wichtige Stütze in der VfL-Reserve. Sollte ein etatmäßiger Verteidiger bei den Profis ausfallen, ist er der Erste, der nachrückt. Valerien Ismael, der schon bei der U23 Hansens Trainer war, ist von seinen Fähigkeiten überzeugt: "Mit Justin Möbius und Hendrik Hansen haben die nächsten beiden Talente schon bewiesen, dass sie bereit sind."