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NFL

Draft Analyse Joe Burrow: Das beste Quarterback-Prospect seit 5 Jahren?

SPOX blickt im Detail auf die Stärken und Schwächen von LSU-Quarterback Joe Burrow.

Joe Burrow Draft Analyse: Burrows Schwächen

 

Die andere Seite des Pocket-Verhaltens

Burrows außergewöhnliches Pocket-Verhalten ist auch die Überleitung zu seinen Schwächen - Spoiler: Dieser Part wird deutlich kürzer sein als der erste Teil.

Wenn man sich auf eine Schwäche bei Burrow festlegen will, dann wären das die Aussetzer in seinem Pocket-Verhalten. So gut er hier oftmals ist, gibt es hier eine auffällige Inkonstanz, die man bei nahezu jedem seiner Tapes findet.

Gemeint ist die Tendenz, Pressure anzuziehen. Burrow hat immer wieder Snaps, bei denen er in den Druck rein läuft, bei denen er zu viel will, bei denen er den Ball zu lange hält oder bei denen er seine Fähigkeiten in der Pocket überschätzt und hier Räume antizipiert, die überhaupt nicht da sind.

Kombiniert man das mit der Tatsache, dass Burrow im College eine sehr gute Offensive Line vor sich hatte und er es in der NFL, was enge Pockets und Pressure-Quote angeht, fraglos schwerer haben wird, dann gibt es hier zumindest die eine Alarmglocke in Burrows Analyse.

Die Kritik dabei ist nicht als gravierende Schwäche zu verstehen - eher ist es eine Auffälligkeit, die sich durch Burrows Tape gezogen hat.

Burrow und die gelegentlichen Patzer

Die anderen Kritikpunkte sind weitestgehend nichts anderes als jammern auf ganz hohem Niveau.

Gelegentlich etwa dauert seine Ausholbewegung etwas zu lange und dadurch ist der Release einen Sekundenbruchteil zu spät, Burrow hat keine Elite-Armstärke und die Offense vor allem bedingt durch die hohe Anzahl an Run Pass Options ermöglichte ihm viele simple Reads.

Und natürlich hat auch Burrow den gelegentlichen Aussetzer, insbesondere durch Unkonzentriertheiten und wenn er sich zu sehr auf seinen Pre-Snap-Read verlässt. So wie etwa hier gegen Ole Miss, als er so fixiert auf die kurze Slant war, dass er den Defensive End, der sich nach hinten fallen lässt, schlicht überhaupt nicht registriert.

Generell hatte keines von Burrows 2019er Tapes mehr schlechte Plays als das gegen Ole Miss. Insbesondere spät im Spiel, als die Partie eigentlich schon entschieden war, leistete er sich absolut untypische Fehler.

Wie etwa auch diese Interception. Ähnlich wie Burrow in der Pocket manchmal zu viel machen will, will er auch gelegentlich außerhalb der Struktur noch ein Play retten, das nicht zu retten ist. Das kam nur sehr vereinzelt vor, gegen Ole Miss hatte er mehrere solcher Szenen.

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