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NFL

14-1! Perfektion abgewendet!

Von SPOX
Julio Jones und die Atlanta Falcons brachten Carolina die erste Saisonniederlage bei
© getty

Die perfekte Saison der Carolina Panthers ist vorbei! Der große Favorit verliert überraschend in Atlanta. Auch die Steelers müssen eine überraschende Niederlage einstecken, die Jets schlagen den Rivalen aus New England, der nun wiederum um Offensive Tackle Sebastian Vollmer bangt. Während Kansas City den Einzug in die Playoffs perfekt macht, geht der Zweikampf der Texans und Colts weiter. Zudem überrollten die Cardinals die Packers und sicherten sich das zweite Freilos in der NFC, für die Seahawks endeten derweil einige Serien.

Oakland Raiders - San Diego Chargers 23:20 (OT) (7:7, 3:10, 2:0. 8:3, 3:0)

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Philadelphia Eagles (6-9) - Washington Redskins (8-7) 24:38 (7:13, 3:3. 7:14, 7:8)

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Atlanta Falcons (8-7) - Carolina Panthers (14-1) 20:13 (0:7, 7:0, 7:3, 6:3) BOXSCORE

Aus! Vorbei! Die Dolphins von 1972 lassen die Champagnerkorken knallen - sie bleiben das einzige Team der NFL-Historie mit einer perfekten Saison. Aber wer hätte gedacht, dass die Panthers ausgerechnet gegen den Division-Rivalen aus Atlanta verlieren? Die Falcons hatten sie doch vor ein paar Wochen noch mit 38:0 aus dem Stadion gelacht!

Egal - diesmal hielten die Falcons dagegen. Und wie! Nachdem die Panthers die Partie mit einem Touchdown-Run von Newton eröffnet hatten und alles nach Plan zu laufen schien, machte die Falcons-Defense plötzlich dicht, ließ nur noch zwei Field Goals zu und hielt Newton bei für ihn schwachen 142 Passing Yards (17/30). Das Running Game (155 Yards) war zwar stark, konnte das weggebrochene Passing Game, bei dem Newton in der Pocket immer wieder unter Druck war, nicht auffangen.

Die Falcons brannten zwar offensiv auch nicht unbedingt ein Feuerwerk ab, hatten aber das entscheidende Matchup auf ihrer Seite. Nachdem Panthers-CB Josh Norman vor einer Woche noch Odell Beckham Junior entnervt hatte, zog er diesmal gegen Julio Jones den Kürzeren. Jones (9 REC, 178 YDS, TD) fing fast alles in seine Richtung und brachte die Falcons mit einem sensationellen Touchdown-Catch über 70 Yards - den aber nicht gegen Norman - auf die Siegerstraße.

Die Panthers schickten sich zwar zu einer Aufholjagd an, konnten aber keinen einzigen ihrer sieben Third- und Fourth-Down-Versuche verwandeln. Knapp zwei Minuten vor dem Ende ging der Ball so an die Falcons, die die Uhr fast komplett herunterlaufen hätten lassen können. Aber in einer unglaublichen Sequenz leisteten sie sich drei Strafen, die die Uhr stoppten - so hatte Cam noch über eine Minute Zeit, um den Ausgleich in Angriff zu nehmen. Dann wurde ihm aber der Ball aus der Hand geschlagen - die Serie war vorbei. Und jetzt ist sogar wieder der One-Seed in der NFC in Gefahr...

Baltimore Ravens (5-10) - Pittsburgh Steelers (9-6) 20:17 (7:0, 6:3, 0:7, 7:7) BOXSCORE

Und gleich die nächste faustdicke Überraschung hinterher! Die Steelers verlieren auch das zweite Saisonduell gegen die Ravens und könnten nun im Playoff-Rennen auf der Strecke bleiben. Dabei boten die Ravens doch bislang die schlechteste Secondary der Liga auf - ein vermeintlich leichtes Spiel für Ben Roethlisberger und Co. Doch Big Ben (24/34, 215 YDS, 2 INTs) tat sich extrem schwer, wirkte unsicher und leistete sich für seine Verhältnisse katastrophale Fehler. Da half auch das Running Game nicht, das im Schnitt 5,5 Yards herausholte.

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Die Ravens konterten mit Ryan Mallett. Den Quarterback hatten sie erst vor zwei Wochen unter Vertrag genommen, und Mallett, der nach Eskapaden bei den Texans Besserung gelobt hatte, war an diesem Tag der bessere QB. 274 Yards (1 TD) bedeuteten eine Karriere-Bestmarke, dazu ein ordentliches Running Game und eine starke Defense mit mehreren Takeaways - das reichte.

Dabei hatten die Steelers ihre Chancen - und auch zeitweise Fortüne. Vor dem TD-Run von DeAngelo Williams zum 10:13 im dritten Viertel hatte Roethlisberger nämlich an der 1-Yard-Linie einen vermeintlichen Pick-Six geworfen. Der 99-Yard-Score wurde aber zurückgepfiffen. Es half nichts, vor allem die tiefen Pässe kamen nicht an. Durch den Sieg der Jets und Chiefs brauchen die Steelers nun unbedingt Schützenhilfe. Sonst ist die Saison nach dem Spiel bei den Browns vorbei.

Buffalo Bills (7-8) - Dallas Cowboys (4-11) 16:6 (6:3, 0:3, 3:0, 7:0) BOXSCORE

Ein Spiel, in dem es um nichts mehr ging. Die Bills traten ohne den verletzten Running Back LeSean McCoy an, während die Cowboys zum ersten Mal Quarterback Kellen Moore von Beginn an ins Feld führten. Moore war bereits der dritte Backup von Tony Romo in dieser Saison, und seine Bilanz (13/31, 186 YDS, INT) konnte auch nicht gerade Hoffnung machen. Ihm fehlte allerdings auch die Unterstützung durch Star-Receiver Dez Bryant, der ebenfalls verletzt fehlte.

Weil Tyrod Taylor auch nicht vollends überzeugen konnte (179 YDS, INT, 3 Sacks), musste es sein Running Game richten. Und dem schien Shady McCoy nicht zu fehlen: 236 Yards holten seine Ersatzmänner heraus, allen voran Mike Gillislee (93 YDS), der mti einem50-Yard-TD kurz vor dem Ende den Deckel drauf machte. Rookie Karlos Williams (76 YDS, TD) und Taylor selbst (67 YDS) machten den Rest.

Detroit Lions (6-9) - San Francisco 49ers (4-11) 17:32 (3:7, 17:10, 3:0, 9:0) BOXSCORE

Das Gute zuerst für die Niners: Blaine Gabbert wirkte in der ersten Halbzeit sehr kompetent, legte bei guten Werten 17 Punkte auf. Außerdem fand er im ersten Viertel Anquan Boldin gleich fünfmal für 27 Yards. Boldin machte so die 1.000 NFL-Catches voll und könnte sich auf dem Weg nach Canton in die Hall of Fame befinden.

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Jetzt das Schlechte: Boldin fing nach dem ersten Viertel keinen Ball mehr, die Niners machten nach der Pause keinen einzigen Punkt mehr - und mit Ballverlusten und Strafen blamierte sich das Team aufs Heftigste. Gleich sechsmal gab es in der ersten Halbzeit Strafen wegen Abseits oder Verletzungen der neutralen Zone zwischen O-Line und D-Line - das gab es zuletzt vor 22 Jahren. Insgesamt elf Strafen gab es, man verballerte ein Field Goal, ließ einen Fake Punt zu und könnte dafür gesorgt haben, dass Lions-Coach Jim Caldwell nach fünf Siegen in den letzten sieben Spielen seinen Job vielleicht doch behalten darf. Calvin Johnson fing einen Touchdown-Pass und holte 77 Yards - es könnte angesichts seines hohen Cap Hits das vielleicht letzte Heimspiel für Detroit gewesen sein.

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