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NFL

Broncos kämpfen sich in die Playoffs

C.J. Anderson hatte die Broncos erstmals im Spiel in Führung gebracht

Die Denver Broncos haben durch einen am Ende dramatischen 20:17-Overtime-Sieg über die Cincinnati Bengals das Playoff-Ticket gelöst. Nach einem 14-Punkte-Rückstand drehten die Hausherren das Spiel und gewannen letztlich in der Verlängerung durch einen Turnover.

Die Denver Broncos sind zurück in den Playoffs! Am Ende gewannen sie ihr Heimspiel gegen die Cincinnati Bengals in der Verlängerung durch einen folgenschweren Fehler von Quarterback AJ McCarron, der einen Snap durchrutschen ließ und damit den Ball und das Spiel verlor.

Begonnen hatte die Partie mit jedoch mit klarer Überlegenheit der Gäste, die nach zwei sehr langen Drives mit 14:0 in Führung gingen. Erst ein verschossenes Field Goal von Mike Nugent hauchte Denver neues Leben ein. eingehaucht. Danach erzielten die Hausherren 17 Zähler in Serie und bleiben damit auch im Rennen um die AFC West vor den Kansas City Chiefs - die ersten zwei Seeds in der AFC sind zudem in Reichweite. Aufatmen auch in Indianapolis, denn durch dieses Ergebnis sind auch die Colts noch nicht eliminiert.

Die Reaktionen:

Brock Osweiler (Broncos-Quarterback)...

...über das verschossene Field Goal: "Manchmal passiert sowas eben in diesem Spiel."

...über den Sieg: "Wir haben ein paar besondere Typen in unserem Team und die sind bereit, manchmal auch mehr als 60 Minuten zu kämpfen. Wir mussten das dieses Jahr schon ein paar Mal machen. Es ist einfach ein Wahnsinnsaufwand des Teams. Ein großartiger Sieg vor den besten Fans der Welt."

Der Spielfilm:

Vor dem Kick-Off:

Während die Cincinnati Bengals die AFC North bereits gewonnen haben und nur noch um die Playoff-Setzliste spielen, ist die Lage für Denver deutlich ernster: Mit einer Niederlage fallen sie aktuell auf den fünften Rang und hinter die Kansas City Chiefs in der AFC West zurück - gewinnen sie, hätten sie zunächst sogar den zweiten Platz der Conference inne. Die Bengals würden selbigen mit einem Erfolg sichern.

Personell bekommen die Hausherren Running Back C.J. Anderson zurück, der mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Defensiv sind die Safeties Darian Stewart und T.J. Ward beide fit, Omar Bolden ist inaktiv. Bei den Bengals fällt Tight End Tyler Eifert mit einer Gehirnerschütterung aus.

8.: Ist AJ McCarron nervös bei seinem ersten Primetime-Start in der NFL? Eher nicht! Cincy eröffnet mit einem Statement-Drive. 15 Plays für 80 Yards in 7:26 Minuten mit einigen Clutch-Completions von McCarron. Am Ende steht ein schöner Fade bei 3rd and Goal von der 5 über Aqib Talib zu A.J. Green, der beide Füße in die Endzone bekommt. Touchdown Bengals! 7:0 Cincinnati.

20.: Wo ist eigentlich Broncos-Defense? Der zweite Drive der Bengals geht über 13 Plays und 90 Yards. Dieses Mal beweist McCarron, dass er auch gut zu Fuß ist und holt damit gleich zwei First Downs raus. Am Ende wird er aber zum Nebendarsteller: Offensive Coordinator Hue Jackson holt in der Red Zone die WIldcat raus und Mohamed Sanu läuft über sechs Yards links off-Tackle mit starkem Block von Rex Burkhead in die Endzone zum zweiten Touchdown! 14:0 Cincinnati.

30.: Ganz ohne Punkte geht Denver dann doch nicht in die Kabine. Nachdem Mike Nugent einen Versuch aus 45 Yards vergibt, bringt Emmanuel Sanders sein Team mit einem 35-Yard-Catch in die Red Zone. Dort aber lässt Cincy nichts zu, schafft noch dazu einen Sack gegen Osweiler, der sich dabei auch noch am linken Ellenbogen verletzt. Brandon McManus erzielt dann ein Field Goal aus 23 Yards. Pausenstand: 14:3 Cincinnati.

35.: War der letzte Drive vor der Pause die Initialzündung für die Hausherren? Die Broncos bekommen zuerst den Ball und drücken aufs Tempo. Brock Osweiler wird plötzlich besser beschützt von seiner Offensive Line und nutzt das voll aus. Am Ende findet er Sanders für einen 8-Yard-Touchdown-Pass. Der Drive ging insgesamt über elf Plays und 81 Yards und lässt die Heimfans wieder hoffen. 14:10 Cincinnati.

49.: Nach einem schwachen Punt von Huber übernehmen die Broncos fast an der Mittellinie. Zwei Spielzüge später bekommt C.J. Anderson, der bis dahin kaum Action sah, den Ball, dreht die Seitenlinie entlang den Turbo auf und erzielt einen 39-Yard-Touchdown. Das sind 17 Punkte in Serie für die Broncos! 17:14 Denver.

60.: Cincy kommt durch ein 52-Yard-Field-Goal von Nugent zum Ausgleich. Im folgenden Drive der Broncos bewegen diese den Ball zunächst gut, doch kurz vor der Red Zone ist es Michael Johnson, der mit einem gewaltigen Hit gegen Anderson einen Fumble erzwingt - Domata Peko erobert den freien Ball und Anderson wird groggy wirkend vom Feld geführt. Anschließend kommen die Gäste aber nicht weit und geben den Ball ihrerseits per Punt zurück. Denver bleiben 1:40 Minuten und eine Timeout zum Sieg. Sie kommen in Field-Goal-Reichweite, doch McManus vergibt deutlich aus 45 Yards. Wir brauchen Overtime!

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66.: Denver bekommt zuerst den Ball und dringt vor bis in die Red Zone. Dann begnügt man sich jedoch mit einem 37-Yard-Field-Goal von McManus. Cincy kann also kontern. Das passiert aber nicht, denn nachdem die Bengals Glück haben und ein eigentlich klarer Fumble von McCarron auch nach Replay als Incompletion gewertet wird, verliert McCarron den folgenden Snap. DeMarcus Ware erobert den Fumble und Denver gewinnt somit das Spiel! Endstand: 20:17 Denver.

Der Star des Spiels: Brock Osweiler. Nach schwachem Start der gesamten Denver-Offense steigerte gerade er sich merklich und bewegte die Ketten immer wieder mit wichtigen Pässen und ließ sich nie aus der Ruhe bringen. Er profitierte aber auch von einer nach der Pause deutlich verbesserten Offensive Line.

Der Flop des Spiels: Mike Nugent. Der Kicker erzielte kurz vor Ende den Ausgleich und stellte damit sicher, dass es überhaupt in die Verlängerung ging. Aber sein vergebener Field-Goal-Versuch aus 45 Yards, was in Denver wirklich nicht viel ist, brachte Denver neue Hoffnung, was letztlich zur Wende im Spiel geführt hat.

Das fiel auf:

  • Nach nicht mal fünf Minuten im zweiten Viertel hatten die Bengals alle ihre Timeouts der ersten Hälfte aufgebraucht. Das sieht man sonst eigentlich nie. Und keine davon wurde genommen, um in einer hektischen Situation ein Herunterlaufen der Play-Clock zu verhindern, sondern ausschließlich dafür, ungünstige Looks zu korrigieren. Mit Erfolg, zumal die letzte vorm zweiten Touchdown genommen wurde.
  • Der Sanders-Touchdown im dritten Viertel markierte die ersten Punkte in der zweiten Halbzeit für Denver seit vier Spielen. In den letzten drei Partien blieb man jeweils ohne Punkte nach dem Break.
  • Im ersten Play nach besagtem Touchdown kam es zu einer kuriosen Situation: Nachdem der Spielzug vorbei war und der Ball bereits für den zweiten Versuch positioniert war, flog plötzlich eine Flagge. Referee Ed Hochuli erklärte dann, dass Denvers Malik Jackson für eine Facemask (15 Yards) bestraft werde. Die Frage ist allerdings, warum die Entscheidung so spät getroffen wurde. Die Vermutung: Ein der Schiedsrichter könnte das Foul auf der Anzeigetafel gesehen haben. Doch Personal Fouls sind nicht per Videobeweis zu überprüfen, weshalb die Strafe - auch wenn korrekt - unzulässig gewesen wäre.

Der Schedule: Week 16 im Überblick

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