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NBA

NBA - Power Ranking der Western Conference nach der Free Agency: Alle jagen LeBron James und die Los Angeles Lakers

Maxi Kleber und Luka Doncic wollen im Westen nach oben klettern.

Der Champion hat sich in der Offseason nochmals verbessert. Wer ist der ärgste Verfolger in der Western Conference?

Platz 5: Utah Jazz

Neuzugänge

  • Draft: Udoka Azubuike (Nr. 27), Elijah Hughes (39)
  • Free Agency: Derrick Favors (New Orleans Pelicans)

Abgänge

  • Trade: Ed Davis (New York Knicks), Tony Bradley (Philadelphia 76ers via Detroit Pistons)
  • Free Agency: Jarrell Brantley, Juwan Morgan, Emmanuel Mudiay, Justin Wright-Foreman

Wer weiß, wie weit es für die Jazz in den Playoffs gegangen wäre, wenn Mike Conley mit der Sirene in Spiel 7 gegen Denver getroffen hätte. So stand ein weiteres Ausscheiden in Runde eins, ein Umstand weswegen man sich am Salzsee nicht grämen muss. Es ist dennoch etwas beunruhigend, dass man sich bislang noch nicht auf eine Verlängerung mit Rudy Gobert einigen konnte, der Franzose wird im Sommer Free Agent.

Ansonsten wurde fast das komplette Team gehalten, mit Derrick Favors kehrte dazu ein alter Bekannter zurück, der womöglich auch eine Art Gobert-Versicherung darstellt. Donovan Mitchell bekam seine volle Rookie Extension bis 2025 und wird über Jahre der Fixpunkt bleiben. Neben Mitchell bleiben aber nur Mike Conley und der ebenfalls verlängerte Jordan Clarkson als Optionen im Backcourt, weswegen auch Joe Ingles wieder vermehrt den Ballvortrag übernehmen wird.

Mit dem genesenen Bojan Bogdanovic sollten die Jazz stärker sein als in den Playoffs. Der Ausfall des Kroaten machte vor allem wegen der mangelnden Tiefe des Kader zu schaffen, nun sind es immerhin wieder acht Akteure, denen Coach Quin Snyder bedenkenlos vertrauen kann. Das ist nicht viel und zeigt, dass die Jazz in der Spitze stark besetzt sind, sich aber kaum Ausfälle leisten können.

Platz 4: Denver Nuggets

Neuzugänge

  • Draft: Zeke Nnaji (Nr. 22), RJ Hampton (24)
  • Free Agency: Facundo Campazzo (Real Madrid), JaMychal Green (L.A. Clippers), Isaiah Hartenstein (Houston Rockets)

Abgänge

  • Free Agency: Jerami Grant (Detroit Pistons), Mason Plumlee (Detroit Pistons), Torrey Craig (Milwaukee Bucks), Tyler Cook, Troy Daniels, Noah Vonleh (Chicago Bulls)

Auch am Fuße der Rocky Mountains bestehen Zweifel an der Tiefe des Kaders. Denver musste mit Jerami Grant und Torrey Craig die beiden besten Verteidiger ziehen lassen. Das schmerzt vor allem im Hinblick auf mögliche Matchups mit Star-Forwards wie LeBron James und Kawhi Leonard. Neuzugang JaMychal Green fühlt sich eher gegen größere Gegenspieler wohl.

Ansonsten werden die Nuggets darauf hoffen, dass die Vorstellungen von Jamal Murray in der Bubble keine Eintagsfliege waren und der Kanadier tatsächlich über eine komplette Regular Season auf einem All-NBA-Niveau agieren kann. Diesen Beweis blieb er bislang schuldig.

Spannend ist die Verpflichtung von Campazzo. Der Argentinier war über Jahre einer der besten Spieler der EuroLeague und ist ein Genie mit dem Ball. Ob er aber auch in der NBA ein Faktor sein kann, wird sich zeigen. Schwer wird es für Isaiah Hartenstein, der wohl Center Nummer drei hinter Nikola Jokic und Green/Millsap sein dürfte. Die Verpflichtung des Deutschen ändert nichts daran, dass Denver wohl einen Tick schwächer einzuschätzen ist, sollte Michael Porter Jr. nicht endgültig explodieren.

Platz 3: Portland Trail Blazers

Neuzugänge

  • Draft: CJ Elleby (Nr. 46)
  • Trade: Robert Covington (Houston Rockets), Enes Kanter (Boston Celtics)
  • Free Agency: Derrick Jones Jr. (Miami Heat), Harry Giles (Sacramento Kings)

Abgänge

  • Trade: Trevor Ariza (Oklahoma City Thunder via Houston Rockets and Detroit Pistons), Mario Hezonja (Memphis Grizzlies)
  • Free Agency: Jaylen Adams (Milwaukee Bucks), Hassan Whiteside (Kings), Moses Brown, Wenyen Gabriel (New Orleans Pelicans), Jaylen Hoard, Caleb Swanigan

Überrascht? Die Blazers mauserten sich im Schatten der Lakers zum Gewinner im Westen. Über Jahre suchte Portland auf dem Flügel nach Spielern, die den Dreier treffen und auch Defense spielen können, nun fanden sie das via Trade in Robert Covington. "RoCo" ist natürlich kein Heilsbringer, ist aber genau das, was Portland in den Playoffs immer wieder abging.

Auch die Verpflichtung von Derrick Jones Jr. oder die Verlängerung von Rodney Hood waren gute Moves und sorgen für mehr Tiefe, sodass es selbst Carmelo Anthony schwer haben wird, viele Minuten zu bekommen. Enes Kanter und Harry Giles sind nette Ergänzungen auf den großen Positionen und werden vor allem in der Regular Season helfen.

Alles in allem machen die Blazers alles, um die Blüte von Damian Lillard zu maximieren. Mit diesem Team sollte der Star-Guard nicht mehr gezwungen sein alles zu machen, erst recht nicht, wenn Portland in dieser Saison vom Verletzungspech verschont bleibt. So ist es keine Spinnerei, die These aufzustellen, dass Portland wie 2019 eine Chance hat, in die Conference Finals einzuziehen.

Platz 2: L.A. Clippers

Neuzugänge

  • Draft: Daniel Oturu (Nr. 33), Jay Scrubb (55)
  • Trade: Luke Kennard (Toronto Raptors)
  • Free Agency: Serge Ibaka (Toronto), Ky Bowman (Golden State Warriors), Nicolas Batum (Charlotte Hornets)

Abgänge

  • Trade: Landry Shamet (Brooklyn Nets), Rodney McGruder (Detroit Pistons)
  • Free Agency: Montrezl Harrell (Los Angeles Lakers), JaMychal Green (Denver Nuggets), Reggie Jackson, Johnathan Motley

Die Conference Finals werden auch das Minimalziel der Clippers sein, auch wenn in den letzten Vertragsjahren von Paul George und Kawhi Leonard eigentlich nur der Titel zählen kann. Die Clippers kommen leicht verändert daher, allerdings nicht weniger stark - jedoch mit teils ähnlichen Schwächen.

Zunächst: Der Ibaka-Deal zählt zu den Besten der Offseason, vor allem da er im Prinzip Montrezl Harrell ersetzt und deutlich besser ins Team passt. Auch der Trade für Luke Kennard ergibt Sinn, solange der kreative Guard gesund bleiben kann. Ein klassischer Point Guard ist jedoch auch er nicht, was weiter das größte Manko im Clippers-Kader ist.

So dürfte erneut viel Last auf den Schultern von Kawhi Leonard liegen. In der Regular Season wird dies kaum ins Gewicht fallen, dafür sind die Kalifornier in der Breite zu gut besetzt. Allerdings: Nach der Regular Season wird im Nachgang niemand mehr fragen.

Platz 1: Los Angeles Lakers

Neuzugänge

  • Free Agency: Montrezl Harrell (L.A. Clippers), Wesley Matthews (Milwaukee Bucks), Marc Gasol (Toronto Raptors)
  • Trade: Dennis Schröder (Oklahoma City Thunder), Jordan Bell, Alfonzo McKinnie (beide Cleveland Cavaliers)

Abgänge

  • Trade: Danny Green (Philadelphia 76ers via Oklahoma City Thunder), JaVale McGee (Cleveland Cavaliers)
  • Free Agency: Rajon Rondo (Atlanta Hawks), Avery Bradley (Miami Heat), Dwight Howard (Philadelphia 76ers), Jared Dudley, J.R. Smith, Dion Waiters
  • Entlassen: Quinn Cook

Der Champion steht an der Spitze und sieht auf dem Papier sogar noch besser als im Vorjahr aus. Dennis Schröder und Harrell sind die Scorer, die den Lakers im vergangenen Jahr hinter LeBron James und Anthony Davis abgingen (Spoiler: AD wird nicht zum Minimum nach Cleveland wechseln, sondern in den kommenden Tagen einen neuen Vertrag bei den Lakers unterzeichnen). Das sollte gerade James die dringend benötigten Pausen bei der Terminhatz verschaffen.

Die Abgänge von Rajon Rondo, Danny Green oder auch Dwight Howard lassen sich so recht gut verschmerzen, weil diese ebenfalls mit guten Rollenspielern wie Wesley Matthews oder Marc Gasol ersetzt wurden.

Und am Ende des Tages besitzen die Lakers in LeBron und Davis zwei transzendente Superstars wie es kein anderes Team in dieser Liga besitzt. Es ist fast schon wie in unserer Gesellschaft: Die Reichen werden immer reicher! Unter diesem Motto steht auch die Offseason der Lakers.

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