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NBA

NBA - Power Ranking der Western Conference nach der Free Agency: Alle jagen LeBron James und die Los Angeles Lakers

Maxi Kleber und Luka Doncic wollen im Westen nach oben klettern.

Die Free Agency der NBA ist vorbei, nun beginnen in den kommenden Tagen die Training Camps. Wo stehen die Teams nach Draft und Free Agency so kurz vor der neuen Saison? SPOX-Redakteur Robert Arndt blickt nach der Eastern Conference nun auf Situation der 15 Teams aus der Western Conference und ordnet sie ein.

Ein Playoff-Team aus der vergangenen Saison leitet den kompletten Umbruch ein und fällt gewaltig im Power Ranking. Wie weit geht es für die Timberwolves rauf?

Platz 15: Oklahoma City Thunder

Neuzugänge

  • Draft: Aleksej Pokusevski (Nr. 17), Theo Maledon (34), Vit Krejci (37)
  • Trade: Al Horford (Philadelphia 76ers), Ty Jerome (Phoenix Suns), Jalen Lecque (Phoenix Suns), Vincent Poirier (Boston Celtics), Trevor Ariza (Portland Trail Blazers via Houston Rockets and Detroit Pistons), Justin Jackson (Dallas Mavericks), George Hill (New Orleans Pelicans via Milwaukee Bucks), Darius Miller (New Orleans Pelicans), TJ Leaf (Indiana Pacers)
  • Free Agency: Frank Jackson (New Orleans Pelicans)

Abgänge

  • Trade: Chris Paul (Phoenix Suns), Dennis Schröder (Los Angeles Lakers), Terrance Ferguson (Philadelphia 76ers), Abdel Nader (Phoenix Suns), Steven Adams (New Orleans Pelicans)
  • Free Agency: Danilo Gallinari (Atlanta Hawks), Nerlens Noel (New York Knicks), Deonte Burton, Devon Hall, Kevin Hervey, Andre Roberson

Das Lineup bestehend aus Chris Paul, Dennis Schröder, Shai Gilgeous-Alexander, Danilo Gallinari und Steven Adams war in der vergangenen Saison das Beste der kompletten NBA. Übrig geblieben ist lediglich SGA, der nun endgültig das neue Gesicht der OKC-Franchise ist. Ansonsten machte GM Sam Presti Tabula Rasa und hortete Picks wie es die Knicks in der vergangenen Saison mit Power Forwards taten.

Insgesamt tätigten die Thunder satte zehn Trades mit 14 verschiedenen Teams, wodurch OKC nun bis 2027 16 Erstrunden- und 13 Zweitrundenpicks zur Verfügung hat. Der Preis ist, dass die Thunder in den Keller des Westens stürzen, was Presti aber billigend in Kauf nimmt.

Vermutlich werden auch Al Horford und George Hill bald eine neue Heimat finden, die Veteranen passen nicht auf den Zeitstrahl der Thunder. Stattdessen wird OKC alles dafür tun, so viele Pingpong-Bälle wie möglich zu bekommen, um eine Chance auf Cade Cunningham im kommenden Draft zu haben, der praktischerweise bei Oklahoma State direkt vor der Haustür spielt.

Platz 14: Sacramento Kings

Neuzugänge

  • Draft: Tyrese Haliburton (Nr. 12), Robert Woodard (40), Jahmi'us Ramsey (43)
  • Free Agency: Hassan Whiteside (Portland Trail Blazers), Frank Kaminsky (Phoenix Suns), Glenn Robinson III (Philadelphia 76ers)

Abgänge

  • Free Agency: Bogdan Bogdanovic (Atlanta Hawks), Harry Giles (Portland Trail Blazers), Kent Bazemore (Golden State Warriors), Corey Brewer, Yogi Ferrell, Kyle Guy, Alex Len (Toronto Raptors)

Ein Team, welches eigentlich keinen Neuanfang will, sind die Kings und doch sind die Chancen gering, dass die Kalifornier endlich ihre seit 2006 anhaltende Playoff-Dürre beenden. Um De'Aaron Fox, der eine Maximalverlängerung bekam, soll das Team gestaltet werden. Das neue Regime um Monte McNair matchte dagegen nicht bei Bogdan Bogdanovic, weil man auf der gleichen Position eben auch noch Buddy Hield besitzt.

Die Verlängerungen von Hield und Harrison Barnes unter Vlade Divac behindern die Kings, die stattdessen hoffen müssen, dass der frühere zweite Pick, Marvin Bagley, der noch vor Luka Doncic gezogen wurde, endlich mal verletzungsfrei bleibt und beweist, dass er der Co-Star von Fox sein kann. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg.

Hoffnung besteht bei Rookie Tyrese Haliburton, der Guard fiel den Kings etwas überraschend an Position 12 in den Schoß. Er dürfte viele der Bogdanovic-Minuten sehen. Trotz allem wirkt vieles noch unausgegoren. Barnes wird wieder viel auf der Drei spielen, weil sich im Frontcourt Bagley, Nemanja Bjelica, Hassan Whiteside und Richaun Holmes tummeln. So könnte Shooting ein großes Problem werden, erst recht wenn Fox seinen Pullup-Dreier (26 Prozent) nicht signifikant verbessert.

Platz 13: San Antonio Spurs

Neuzugänge

  • Draft: Devin Vassell (Nr. 11), Tre Jones (41)

Abgänge

  • Free Agency: Bryn Forbes (Milwaukee Bucks), Marco Belinelli

Die Spurs haben in der Bubble ihre Identität gefunden (Bilanz: 5-3). DeMar DeRozan blühte als neuer Power Forward auf und machte so Platz für junge Guards wie Keldon Johnson oder Lonnie Walker IV. In Devin Vassell drafteten die Texaner einen weiteren variablen Flügelspieler, der viele gute Anlagen besitzt.

Nicht mit in Orlando war dagegen LaMarcus Aldridge, dessen Zeit bei den Spurs sich mit 35 Jahren langsam dem Ende entgegen neigt. Vermutlich wird LMA wieder Center spielen und vermehrt an der Dreierlinie verweilen, um DeRozan mehr Platz zu geben. Im Mittelpunkt sollten aber weiter Dejounte Murray und Derrick White stehen, sie sind die Fixpunkte der neuen Spurs.

Bäume wird man damit nicht ausreißen, aber Coaching-Legende Gregg Popovich scheint Spaß an der Arbeit mit jungen Spielern gefunden zu haben. Damit wird es im Westen zwar nicht für die Playoffs reichen, aber dieses Team sollte Spaß machen, erst recht mit diesen extrem hübschen Retro-Jerseys, welche die Spurs nach Jahren mal wieder ausgegraben haben.

Platz 12: Minnesota Timberwolves

Neuzugänge

  • Draft: Anthony Edwards (Nr. 1), Leandro Bolmaro (23), Jaden McDaniels (28)
  • Trade: Ricky Rubio (Phoenix Suns via Oklahoma City Thunder)

Abgänge

  • Trade: James Johnson (Dallas Mavericks via Oklahoma City Thunder)
  • Free Agency: Allen Crabbe, Kelan Martin (Indiana Pacers), Jordan McLaughlin, Evan Turner

Wie knüppelhart dieser Westen ist, dürften auch die Wolves zu spüren bekommen. Mit Karl-Anthony Towns und D'Angelo Russell hat Minnesota bereits zwei echte Stützpfeiler, um die beiden herum ist es jedoch noch sehr dünn. Trotz rechtlicher Probleme stattete man Malik Beasley mit einem großen Vertrag aus, gleichzeitig draftete das Front Office an Nummer eins mit Anthony Edwards einen Spieler, der die gleiche Position wie Beasley bekleidet.

Vermutlich wird Beasley vermehrt auf dem Flügel eingesetzt werden, da die Wolves schließlich auch Ricky Rubio zurück in den hohen Norden brachten. Der Spanier ist zwar ein genialer Spielmacher, der defensiv helfen, aber nicht das Wurf-Problem beheben wird.

Zwar ballerten die Wolves viel (Platz drei bei den Dreiern), jedoch trafen nur zwei Teams schlechter. Mit "D-Lo" dürfte das besser werden, doch auf dem Flügel fehlt es komplett an Waffen. Die Wolves basteln weiter an ihrer Zukunft, in dieser Saison hängen die Trauben trotz großer Ambitionen wohl noch zu hoch.

Platz 11: Memphis Grizzlies

Neuzugänge

  • Draft: Desmond Bane (Nr. 30), Xavier Tillman Sr. (35), Killian Tillie (ungedraftet, Two-Way), Jahlil Tripp (ungedraftet, Exhibit 10)
  • Trade: Mario Hezonja (Portland Trail Blazers)

Abgänge

  • Free Agency: Josh Jackson (Detroit Pistons), Anthony Tolliver, Yuta Watanabe

Ein ähnliches Szenario herrscht bei den Grizzlies vor. In Ja Morant und Jaren Jackson Jr. hat Memphis zwei richtig gute Bausteine, nun gilt es, die Lücken zu schließen, um ein Playoff-Team zu sein. Das hätte beinahe schon im vergangenen Jahr geklappt, in welchem die Grizzlies erst in einem dramatischen Play-In-Spiel gegen Portland scheiterten, doch die Konkurrenz ist größer geworden.

Im Vorjahr half insbesondere Jae Crowder auf dem Flügel, nach dessen Trade nach Miami geriet Memphis ins Wanken. Als Nachfolger holte man im Gegenzug Justise Winslow, doch der Forward plagt sich immer wieder mit Verletzungen herum und wartet noch immer auf seinen ersten Einsatz im Grizzlies-Trikot.

Für Morant und JJJ heißt es nun, weiter zu lernen und mit den anderen Youngstern zu wachsen. Das Shooting dürfte neben der Flügel-Situation ein Problem bleiben und die Grizzlies daran hindern, ernsthaft die Großen zu ärgern. Das Fundament ist jedoch gelegt, Grizzlies-Fans werden mit diesem Team in der Zukunft viel Spaß haben.

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