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NBA

Upgrades ohne Quantensprung

Von Max Marbeiter
Dirk Nowitzki verpasste mit den Mavs vergangene Saison die Playoffs
© getty

Nach der enttäuschenden Saison hat sich bei den Dallas Mavericks einiges getan. Ein namhafter Free Agent war jedoch erneut nicht zu bekommen. Einige Neuzugänge versprechen dennoch Verbesserung. Ob es reicht? SPOX hat sich den Kader der Mavs genauer angesehen.

Point Guards: Vergangene Saison wusste Rick Carlisle nicht so recht, wie er mit einer seiner wichtigsten Positionen umgehen sollte. Nachdem Darren Collison den Beweis, ein zuverlässiger Starting-Point-Guard zu sein, schuldig geblieben war, durften sich nacheinander Veteranen wie Derek Fisher oder Mike James als Aufbau versuchen. Echte Erfolgsaussichten brachten beide nicht.

Es musste sich etwas tun. Und es hat sich etwas getan. Einiges sogar. Hätte sich Devin Harris nicht am Zeh verletzt, die Mavs hätten gleich vier neue Point Guards präsentiert. Auf Grund der anstehenden OP des Ex-Hawks liegt die Rückkehr nun jedoch auf Eis. Da sich Rookie Shane Larkin nun auch noch den Knöchel gebrochen hat und mindestens bis zum Training Camp ausfallen wird, bleiben als Neuverpflichtung zunächst Jose Calderon und Gal Mekel.

Ein Upgrade sollten beide darstellen. Calderon zählt zwar nicht zur absoluten Point-Guard-Elite, wird ligaweit aber dennoch hoch geschätzt. Der Spanier legt in acht Jahren NBA im Schnitt 7,2 Assists auf und gilt als klassischer Pass-First-Point-Guard. Entsprechend kann er eben zu jenem Floor General werden, den die Mavs seit Jason Kidds Abgang so schmerzlich vermissen.

Dank seiner Übersicht und Spielintelligenz wird der 31-Jährige Dallas' Offensive wieder deutlich mehr Struktur verleihen. Ähnlich kopflose Turnover-Orgien wie in der vergangenen Saison sollten damit der Vergangenheit angehören.

Allerdings fehlt Calderon inzwischen die nötige Schnelligkeit - was gerade in Sachen Defense, ohnehin nicht Dallas' Paradedisziplin - zur großen Bürde wird. Nicht umsonst gilt der Spanier als einer der ligaweit schwächsten Verteidiger auf der Eins.

Schnelligkeit bringt Gal Mekel sicherlich mit. Allerdings herrschen noch Zweifel, inwieweit der Israeli mit dem athletischen Spiel in Übersee zurechtkommt. Dabei hat er bei Wichita State bereits zwei Jahre Collegebasketball-Erfahrung gesammelt (2006 - 2008). 12,5 Punkte (52, 6 Prozent FG) sowie 4 Assists in zwei Summer-League-Auftritten lassen ebenfalls hoffen.

Dazu hat er sich bei Maccabi Haifa den Ruf eines stark passenden, guten Ballhandlers erarbeitet, wurde vergangene Saison zum MVP der israelischen Liga gewählt. Offensiv bevorzugt der Israeli das Pick and Roll, was wiederum Dirk Nowitzki entgegenkommen dürfte.

Mit Calderon bekommt er nun den vielleicht richtigen Übersee-Lehrmeister an die Seite gestellt: "Er kann ein großartiger Mentor werden", sagte Mekel am Rand der Summer League selbst. "Ich habe ihm bereits zugesehen, als er noch in Europa gespielt hat. Ich kann sicherlich einiges von ihm lernen."

Ähnliches dürfte für Shane Larkin gelten. Zwar wird der Rookie auf Grund seines Knöchelbruchs zunächst nur wenig Spielzeit bekommen, profitieren kann er von der Anwesenheit eines Jose Calderon aber dennoch.

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Seite 3: Small Fowards

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Seite 5: Center und Fazit

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