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NBA

Heat vs. Pacers: Zu früh für die Wachablösung

Von Max Marbeiter
LeBron James (r.) bekommt es in den East Finals mit Indianas Paul George zu tun
© getty

Auch gegen die Pacers ist Miami Favorit. Miami ist eigentlich immer Favorit. Allerdings können vor allem Indianas Big Men dem Meister Probleme bereiten. Der East-Showdown im SPOX-Check. Übrigens: Spiel 3 zwischen den Pacers und den Heat in Indiana zeigt SPOX im LIVE-STREAM FOR FREE (in der Nacht vom kommenden Sonntag auf Montag, ab 2.30 Uhr)!

Miami Heat (1) - Indiana Pacers (3)

Saisonbilanz: 1-2 (77:87, 89:102, 105:91)

Ausgangslage: Im Grunde ist doch alles klar. Die Heat haben gefühlt seit Monaten nicht mehr verloren. Gingen sie doch einmal als Verlierer vom Parkett, so hieß der Gegner entweder Chicago Bulls oder kam aus New York. Nun hatten allerdings selbst die Bulls in der zweiten Playoff-Runde trotz ihres Sieges in Spiel eins nicht den Hauch einer Chance gegen den Meister - auch für die Knicks ist die Postseason bereits beendet. Nach einer Pleite gegen die Pacers.

Und genau dort liegt die Chance. Denn Indiana hat während der regulären Saison bereits bewiesen, dass es durchaus in der Lage ist, Miami in ernsthafte Schwierigkeiten zu bringen. Zwei der drei direkten Aufeinandertreffen gingen an die Pacers - und das, obwohl sie den Heat durchaus brauchbare Quoten (48,1 Prozent FG, 42,6 Prozent Dreier) erlaubten.

Der Schlüssel lag und liegt jedoch in der Arbeit unter den Brettern. Nicht umsonst sind die Pacers das beste Rebounding-Team der Liga, während Miami sich in den Playoffs zwar gesteigert hat (Rang 11), über die gesamte Saison gesehen aber nur oben stünde, würde man das Tableau drehen.

Dass Indiana auch in den Conference Finals die Bretter kontrollieren kann beziehungsweise wird, ist deshalb nicht allzu weit hergeholt. Das ermöglicht den Pacers wiederum zusätzliche Possessions, die Heat dagegen kämen seltener ins Laufen, könnten ihr Transition-Spiel somit weniger häufig aufziehen.

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Gerade in der Defense wird viel darauf ankommen, inwieweit Indiana Miamis Spacing in den Griff bekommen kann. Gelingt es, die Schützen der Heat nach einem Drive von LeBron James, Norris Cole oder Dwyane Wade nicht offen stehen und abdrücken zu lassen, ist dem Meister zumindest ein offensives Stilmittel genommen.

Wie schwer es ist, gegen eine der besten Perimeter-Defenses der Liga brauchbare Quoten aufzulegen, haben gerade erst die New York Knicks erfahren, die in Runde zwei gerade einmal 35,5 Prozent ihrer Würfe trafen.

Auf der anderen Seite wird es interessant sein zu sehen, wie die offensiv ohnehin nicht allzu beschlagenen Pacers mit Miamis starker Defensiv-Rotation klarzukommen gedenken. Indianas bester Scorer Paul George darf sich vorne wie hinten höchstwahrscheinlich mit James auseinandersetzen, was seine Produktivität wiederum deutlich einschränken könnte.

Umso größere Bedeutung wird dem Big-Man-Duo Roy Hibbert/David West zukommen. Ob nun offensiv, wo beide eine beständige Gefahr in der Zone darstellen müssen, um wiederum Räume am Perimeter zu schaffen, oder defensiv, wo sie durch ihre schiere Präsenz Miamis Penetrieren zum Korb einschränken müssen.

So einfach, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag, werden es Hibbert und West, trotz klarer Vorteile, gegen Miami allerdings nicht haben. Schließlich haben sich die Heat mit Chris Andersen vor den Playoffs noch eine gehörige Portion Hustle-Bereitschaft angeschafft.

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Nicht zuletzt deshalb ist George Hill gefordert, das Spiel der Pacers in geregelte Bahnen zu lenken. Von den verbliebenen vier Teams geht nämlich keines sorgloser mit dem Spalding um als Indiana (15,9 Turnover in den Playoffs). Zu oft - speziell unter Druck - leisten sich die Pacers völlig unnötige Ballverluste, was gegen ein Team, das die Herren Wade und James in seinen Reihen weiß, durchaus von schwer auszugleichendem Nachteil sein kann.

Dass sich die Pacers trotz intensiver Defense wie Chicago in Runde zwei durch extrem hartes Spiel um Kompensation bemühen werden, hat Coach Frank Vogel allerdings bereits ausgeschlossen. "Ich denke, dass es zu großen Teilen um die Substanz gehen wird", so Vogel. "Diese Serie hat so viel anzubieten - auch ohne harte Fouls und Trash Talk. Es wird einzig und allein um Basketball gehen." Die Pacers werden also nicht versuchen, Chicagos "Erfolgsformel" zu kopieren, klar wird die Serie deshalb aber noch lange nicht ausfallen.

Flashback: Sind wir etwa auf dem Weg zu einer handfesten Rivalität? Heimlich, still und leise hat sich im Staate Indiana ein ernstzunehmender Konkurrent zum amtierenden Meister entwickelt. Und so findet in diesem Jahr lediglich das eine Fortsetzung, was im vergangenen Jahr in Runde zwei seinen Anfang genommen hat.

Auch damals gingen die Pacers als klarer Außenseiter in die Serie - nur um drei Spiele später plötzlich mit 2-1 in Führung zu liegen. Indiana hatte dem Favoriten durch harte Defense und intensives Spiel zugesetzt und nach Chris Boshs Verletzung in Spiel eins mit einem Mal sogar das Momentum auf seiner Seite.

Doch Miami glich die Serie erneut aus und reiste nach Danny Grangers und David Wests Verletzungen in Spiel vier schlussendlich mit einer 3-2-Führung zurück gen South Beach. Dort fand nicht nur die Serie ihr Ende, sondern auch LeBrons erster Meisterschafts-Run seinen Anfang.

Prognose: Die Heat sind Favorit. So viel steht fest. Und das nicht nur wegen des immensen Erfahrungsüberschusses - von den Pacers stand einzig Ian Mahinmi bislang einmal in einem Conference Final. Der Meister ist seit Monaten in bestechender Form und scheint auf jeden Gegner die richtige Antwort zu finden. Indianas Defense, gepaart mit einem starken Big-Man-Duo kann und wird den Heat allerdings einige Probleme bescheren. Für die ganz große Überraschung ist es allerdings noch etwas zu früh. Heat in 7.

Seite 2: Heat vs. Pacers im Head-to-Head

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

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