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Tischtennis

Herren-Team stürmt ins Viertelfinale

SID
Timo Boll steht im Viertelfinale der WM
© getty

Angeführt von Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov sind die deutschen Tischtennis-Herren ins Viertelfinale der Team-WM in Tokio gestürmt. Mit zwei 3:0-Erfolgen gegen Hongkong und Kroatien machte der Vize-Weltmeister den Gruppensieg perfekt.

Die Damen-Auswahl hingegen verpasste am "Hongkong-Tag" mit einem 1:3 gegen die Weltranglistenvierten nach zuvor drei Erfolgen die erhoffte Überraschung und muss den Umweg über das Achtelfinale nehmen.

Im Abendspiel in der Yoyogi Arena stellte der 33 Jahre alte Boll die Weichen gegen das auf zwei Positionen veränderte Hongkong-Team mit einem souveränen 3:0-Erfolg (11:7, 11:2, 14:12) gegen Wong Chun Ting auf den vierten Sieg in Serie. Einzel-Europameister Dimitrij Ovtcharov legte gegen Cheung Yuk mit einem 3:0 (11:1, 11:9, 11:7) nach. Den Siegpunkt steuerte Patrick Franziska (Fulda-Maberzell) gegen Leung Chu Yan bei, den der 21-Jährige ebenfalls ohne Satzverlust 3:0 (11:4, 12:10, 11:2) bezwang.

Boll zufrieden

Boll war mit seinem Match und seiner Form "insgesamt ganz zufrieden. Ich habe hier schon einige hochkarätige Gegner geschlagen. Das Selbstvertrauen steigt von Sieg zu Sieg." Franziska lobte die beiden Führungsspieler und betonte mit Blick auf eine mögliche Rotation mit Steffen Mengel (Frickenhausen): "Wer hinter den zwei Raketen spielt, ist ziemlich egal.

Bereits beim "Frühsport" neuneinhalb Stunden zuvor hatten sich die deutschen Herren hellwach gezeigt. Ovtcharov besiegte Tan Ruiwu im Auftaktmatch 3:0 (14:12, 11:8, 11:5). Im Anschluss behielt Boll mit 3:1 (11:4, 5:11, 11:8, 11:5) gegen Kroatiens Besten in der Weltrangliste, Andrej Gacina vom Bundesligisten TTC Zugbrücke Grenzau, die Oberhand. Den dritten Punkt holte Franziska mit einem 3:0 (12:10, 11:6, 11:7) gegen Tomislav Kolarek.

Auch Ovtcharov zog nach dem optimalen Verlauf ein positives Zwischenfazit. "Wir werden noch auf Leute von einem ganz anderen Kaliber treffen. Ich hoffe, dass ich mich an noch bessere Gegner anpassen und noch eine Schippe drauflegen kann", sagte der 25-Jährige.

Ivancan überzeugt

Die deutschen Damen hatte eine bärenstarke Irene Ivancan (Berlin) mit einem 3:1 (14:12, 5:11, 11:9, 11:7) zum Auftakt gegen die Weltranglisten-17. Jiang Huajun noch auf den Favoritensturz hoffen lassen. Doppel-Europameisterin Petrissa Solja (Linz) verlor anschließend unglücklich nach 2:0-Führung noch 2:3 (11:4, 11:9, 10:12, 9:11, 8:11) gegen Lee Ho Ching, Kristin Silbereisen (Berlin) unterlag Ng Wing Nam 1:3 (11:7, 6:11, 7:11, 11:13).

Ivancans 1:3 (11:13, 5:11, 15:13, 6:11) gegen Lee besiegelte die Niederlage. Bundestrainerin Jie Schöpp war vor dem letzten Vorrundenspiel am Donnerstag (3.00 Uhr MESZ) gegen Serbien trotzdem nicht unzufrieden: "Wir müssen gegen eine Mannschaft wie Hongkong eben auch Glück haben, wenn wir gewinnen wollen. Meine Mannschaft hat gut gespielt."

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