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Basketball

Leichtes Spiel für die Big 3?

Von SPOX
Auf Augenhöhe: Berlin, Bamberg und Bayern kämpfen wieder um den Titel
© getty/spox

FC Bayern Basketball (3) - Fraport Skyliners (6)

Saison-Bilanz: 1:1

Ausgangslage:

Die größte Überraschung der Regular Season passierte am Main. Vier Jahre lang quälten sich die Skyliners mehr schlecht als recht durch die Liga. Playoffs war seit 2011 ein Fremdwort. Doch Trainer-Fuchs Gordon Herbert hat den Hessen neues Leben eingehaucht. Mit einem ganz starken Schlussspurt, darunter auch ein dramatischer Heimsieg über die Münchner, stürmt Frankfurt endlich wieder in die Postseason. Mit sieben Siegen aus den letzten zehn Spielen ist das Team um Center-Talent Johannes Voigtmann definitiv bereit für den amtierenden Champion: "Körperlich sind wir fit, mental hatten wir nach dem EuroChallenge Final Four einen kleinen Knacks. Aber wir sind voller Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben", bekräftigt der 22-Jährige.

Die Bayern hatten ihrerseits größtenteils mit Verletzungen zu kämpfen. Nahezu alle Leistungsträger fielen während der Saison über mehrere Spiele aus. In der Euroleague war so früh Schluss. Auch in der Liga leistete sich das Team von Svetislav Pesic immer mal wieder Auszeiten. Beim Spiel in Frankfurt verspielte man in wenigen Minuten 21 Punkte Vorsprung, dazu kosteten die unnötigen Pleiten gegen Göttingen und Braunschweig den Heimvorteil ab Halbfinale. Ungewohnt vorsichtig gibt man sich daher in München: "Frankfurt hat sich vor allem in der Rückrunde sehr gesteigert. Unser Ziel ist es, die erste Runde zu überstehen; dann sehen wir weiter. Unsere bisherige Saison war nicht einfach, aber ich denke, unsere Gegner wissen, dass wir das letzte Wort in dieser Saison noch nicht gesprochen haben", sagte Svetislav Pesic vor dem Duell.

Key-Stats:

Einmal mehr haben die Bayern die stärkste Offensive der Liga. Mit einem starken Rating von 121,1 (89,5 PPG) liegt man hier deutlich vor der Konkurrenz. Außerdem steht man auch trotz des Abgangs von Deon Thompson an der Spitze beim Rebounding. Während John Bryant die Bretter kontrolliert, sind die Hessen in diesen Kategorien nur im Mittelfeld. Ebenfalls auffällig: Der Meister passt mit 10,8 Turnovers (Rang 1) äußerst gut auf den Spalding auf, Frankfurt (14,5) hat den zweitschlechtesten Wert der Liga.

Dafür kann der Sechste der laufenden Saison in Sachen Defense punkten. Mit einem Rating von 104 liegt man hier gleich hinter dem Spitzentrio der BBL. Man wird diesen Wert aber nochmal steigern müssen, falls die Überraschung gelingen soll. Die Bilanz spricht jedenfalls für den Champion und seinen Heimvorteil: Frankfurt hat im Audi Dome noch nie ein Spiel gewonnen (0-4).

Frankfurt-Talent Johannes Voigtmann im Interview

Key-Player:

Natürlich ist Johny Bryants Präsenz ein wesentlicher Faktor im Spiel der Bayern. Trotzdem muss man an dieser Stelle Nihad Djedovic nennen. Der Flügelspieler landete trotz Verletzungsproblemen auf Rang 4 der BBL-Topscorer (15,0 PPG) und kann die Münchner Offensive jederzeit alleine tragen. Auch wenn seine Quoten von Downtown (30 % FG) auf einem Tiefststand sind: Djedovic stellt mit seiner Penetration und gutem Auge jedes Team vor eine ganz knifflige Aufgabe.

Auf Seiten der Frankfurter fällt mit Konstantin Klein ein wichtiger Spieler aus. Daher kommt auf Justin Cobbs noch mehr Verantwortung zu. Der Aufbau muss sich gegen die intensive Defense der Münchner behaupten und die Offensive am Laufen halten. Seine starken Werte (14,1 PPG, 4,5 APG) bestätigen seine individuelle Klasse. Gegen die Bayern ist der 24-Jährige einmal mehr als Anführer gefragt.

Die SPOX-Prognose: Die dramatische Auswärts-Pleite in Frankfurt war für die Bayern ein Denkzettel zur richtigen Zeit. Der starke Endspurt und die Belohnung in Form von Rang 6 haben den Skyliners jede Menge Selbstvertrauen gegeben. Entscheidend wird sein, ob die Münchner die Bretter auch in der Postseason derart dominieren können. Tipp: München in 4.

Hamanns Prognose: Die Niederlage in Frankfurt war ein Weckruf. Über weite Strecken waren die Bayern nämlich richtig stark. Bei Frankfurt fehlt die Playoff-Erfahrung und gegen so abgezockte Gegner ist das einfach ein Nachteil. Für Bayern ist es die letzte Chance auf einen Titel. Sie werden von Beginn an Vollgas geben. Tipp: München in 3.

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