Geldstrafe wegen illegaler Werbung? Ex-Sponsoring-Chef wirft Cristiano Ronaldo Ambush Marketing bei EM vor

Von Christian Guinin
Cristiano Ronaldo
© getty

Der ehemalige Leiter des globalen Sponsorings bei VISA und Coca Cola, Ricardo Fort, hat Portugals Superstar Cristiano Ronaldo der illegalen Werbung bezichtigt und eine Geldstrafe für den 39-Jährigen gefordert.

Cookie-Einstellungen

"Cristiano und WHOOP betreiben Ambush Marketing bei der EURO 2024", schrieb Fort in einem Posting auf seinem X-Account. "Das ist illegal und sowohl der Spieler als auch das Unternehmen sollten mit einer Geldstrafe belegt werden."

Die von Fort als rechtswidrig bezeichnete Werbung "handelt von einem UEFA-Spiel, verwendet die Namen der beiden Nationalmannschaften, das Ergebnis sowie einen Spieler auf dem Spielfeld. Sie implizieren eine Verbindung zu dem Ereignis. Und das ist illegal."

Das Technologieunternehmen WHOOP hatte am Dienstagabend mit einem Beitrag auf X aufmerksam gemacht, in welchem es die Herzfrequenz von Ronaldo im EM-Achtelfinale zwischen Portugal und Slowenien öffentlich teilte.

Dabei war unter anderem zu sehen, dass der 39-Jährige vor seinem entscheidenden Strafstoß im Elfmeterschießen einen verhältnismäßig niedrigen Puls von lediglich 100 BPM hatte. "Wenn du Cristiano Ronaldo bist, kennst du keine Angst im Fußball. Wir sehen uns im Viertelfinale, Portugal", kommentierte WHOOP dazu.

Das US-amerikanische Unternehmen ist offizieller Sponsor und Partner von Ronaldo und versorgt den Superstar unter anderem mit Smartwatches.

In der Vergangenheit ging die UEFA bereits einige Male gegen Ambush Marketing einiger aktiver Spieler vor.

So wurde der ehemalige Bundesligastürmer Niklas Bendtner zu einer Geldstrafe in Höhe von knapp 100.000 Euro verdonnert, weil er bei der Europameisterschaft 2012 bei einem Tor verbotenerweise eine Unterhose der Marke Paddy Power gezeigt hatte.