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Fussball

FC Bayern München - Erkenntnisse zum Sieg gegen Union: Ein überwunden geglaubtes Problem macht Sorge

Der FC Bayern München hat sich beim 5:2-Sieg bei Union Berlin nichts vom Gladbach-Debakel drei Tage zuvor anmerken lassen. Sorge machte aber ein überwunden geglaubtes Problem, ein Abgeschriebener unterdessen Hoffnung. Drei Erkenntnisse.

1. Der FC Bayern lässt sich das Debakel nicht anmerken

Wie reagiert der FC Bayern München eigentlich, wenn er mal so richtig untergeht? Das 0:5 im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach am Mittwoch hatte bekanntlich eine historische Dimension. Für einen Vergleichswert muss man etwas recherchieren.

Noch schlimmer erwischte es den FC Bayern in einem Pflichtspiel letztmals vor fast 43 Jahren im Dezember 1978, damals setzte es in der Bundesliga ein 1:7 bei Fortuna Düsseldorf. Trainer Gyula Lorant musste daraufhin gehen, die Mannschaft verlor das darauffolgende Spiel gegen den Hamburger SV unter seinem ehemaligen Assistenten Pal Csernai trotzdem.

Auch beim Spiel eins nach Gladbach 2021 wurde der FC Bayern von einem ehemaligen Assistenten betreut, es ging gegen Union Berlin. Der Unterschied: Dino Toppmöller stand auch schon beim Debakel selbst an der Seitenlinie und wird bald wieder ein echter Assistent sein. Vermutlich schon beim Champions-League-Spiel am Dienstag gegen Benfica Lissabon, sofern sein Chef Julian Nagelsmann bis dahin planmäßig seine Corona-Quarantäne verlassen darf.

Aktuell muss er noch aus seiner Küche agieren, von wo aus er in ausführlichen Telefonaten mit den Führungsspielern das Debakel aufgearbeitet hatte. "Am Ende waren wir uns alle einig, dass uns das nicht nochmal passieren sollte", resümierte Nagelsmann. Zumindest in Berlin passierte es nicht nochmal. Diesmal schoss nicht der Gegner fünf Tore, sondern der FC Bayern.

Vom Anpfiff an war der Mannschaft das Debakel nicht anzumerken. Viel Ballbesitz in der Anfangsphase und ein früher Doppelpack von Robert Lewandowski (15. und 23.) gaben zusätzliche Sicherheit. Obwohl der FC Bayern später noch zwei unnötige Gegentore kassierte, drohte das Spiel zu keinem Zeitpunkt ernsthaft zu kippen. "Wir können zufrieden sein mit der Leistung. Es war eine gute Reaktion auf das, was am Mittwoch passiert ist", sagte Toppmöller.

Thomas Müller, der an vier Treffern direkt beteiligt war, sah ebenfalls eine "gute Reaktion", betonte im Rückblick auf Gladbach aber auch: "Wir haben nicht nur ein Spiel verloren, sondern einen Wettbewerb, der uns viel bedeutet in der Saison. Dementsprechend müssen wir weiter damit umgehen." Wenn dieser Umgang weitere deutliche Siege bedeutet, ist das kein gutes Zeichen für die Gegner der kommenden 43 Jahre.

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