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NFL Third and Long: Die neue Rams-Defense - und sollte Beckham getradet werden?

Dienstag, 03.04.2018 | 09:15 Uhr
Die Beziehung zwischen Odell Beckham und den New York Giants ist angespannt.
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Die Los Angeles Rams haben ihre Defense nicht nur prominent und aggressiv verbessert - sie reagieren damit auch auf die größten offensiven Trends in der NFL. Außerdem: Sollten die New York Giants Odell Beckham traden? Wie sieht die Top-10 im kommenden Draft aus? Und was macht eigentlich Moritz Böhringer? In der neuen Ausgabe seiner Kolumne blickt SPOX-Redakteur Adrian Franke auf die aktuellsten Themen rund um die NFL.

Ihr wollt auch Fragen an die SPOX-NFL-Kolumne stellen? Das geht direkt hier an den Autor!

Die neue Rams-Defense ist die Antwort auf die moderne NFL

Die Los Angeles Rams haben in der vergangenen Saison einen spektakulären Turnaround hingelegt: Von der uninspirierten Jeff-Fisher-Offense hin zur modernen, dynamischen Version unter Sean McVay. Von einem jährlichen Mittelmaß-Team hin zum Division-Sieger und aufstrebenden Playoff-Team.

Man hätte den Rams also eine anhaltende stabile Entwicklung, basierend auf Draft-Picks als künftige Säulen sowie einzelne Free-Agency-Verstärkungen prognostizieren können. Doch L.A. wählte einen anderen Weg.

Vielmehr war kein Team in der bisherigen Offseason aggressiver: Die Rams holten sich via Trade in Person von Marcus Peters und Aqib Talib mal eben ein neues Starting-Cornerback-Duo, ehe mit Ndamukong Suh einer der dicksten Fische dieser Free Agency verpflichtet wurde.

Dieses aggressive Vorgehen hinter den Kulissen wird eine der spielerisch aggressivsten Defenses 2018 auf dem Platz zur Folge haben, so viel lässt sich schon jetzt prognostizieren. Und die Rams haben beim Zusammenstellen dieser neuen Defense die richtigen Schlüsse aus den offensiven Entwicklungen der letzten Jahre gezogen.

NFL Stats: Kurzpassspiel ist Trumpf

Die Spieler sind danach sortiert, wie viele Pässe sie in der vergangenen Saison prozentual in die 1-10-Yard-Range geworfen haben. Nur Spieler mit mindestens 225 Passversuchen wurden berücksichtigt.

PlatzierungSpieler (Team)Pässe gesamtPässe vor der LoS (Prozent)Pässe 1-10 Yards (Prozent)
1.Trevor Siemian (Broncos)34942 (12%)188 (53,9%)
2.Dak Prescott (Cowboys)49061 (12,4%)263 (53,7%)
3.Josh McCown (Jets)39782 (20,7%)210 (52,9%)
4.Eli Manning (Giants)57198 (17,2%)296 (51,8%)
5.Aaron Rodgers (Packers)23853 (22,3%)121 (50,8%)
6.Carson Wentz (Eagles)44065 (14,8%)215 (48,9%)
7.Joe Flacco (Ravens)549112 (20,4%)268 (48,8%)
8.Jacoby Brissett (Colts)46996 (20,5%)227 (48,4%)
9.Tyrod Taylor (Bills)42077 (18,3%)202 (48,1%)
10.Matt Ryan (Falcons)52967 (12,7%)254 (48%)
11.Russell Wilson (Seahawks)55386 (15,6%)253 (47,8%)
12.Brett Hundley (Packers)31674 (23,4%)150 (47,5%)

Zahlen von ESPN und Inside the Pylon.

Die NFL ist eine Kurzpass-Liga geworden, das weiß man spätestens seit den Erfolgen der Patriots und der wachsenden Anzahl der West-Coast-Vertreter überall in der Liga. In der Summe haben fünf Quarterbacks mit mindestens 225 Passversuchen insgesamt 70 Prozent (!) ihrer Pässe zehn Yards oder kürzer geworfen: Josh McCown (73,6%), Aaron Rodgers (73,1%), Alex Smith (72,2%), Drew Brees (71,5%) und Brett Hundley (70,9%).

Brees führte alle Quarterbacks mit Pässen vor der Line of Scrimmage, also kürzer als die Line, an (25,6%), was nochmals die Bedeutung des Screen Games für die Saints-Offense der vergangenen Saison untermauert. Kein Quarterback mit über 200 Pässen hat weniger als zehn Prozent davon vor die Line of Scrimmage geworfen.

NFL: Statistiken zum Deep Passing Game

PlatzierungSpieler (Team)Pässe gesamtPässe >21 Yards (Prozent)
1.Ben Roethlisberger (Steelers)56186 (15,3%)
2.Russell Wilson (Seahawks)55379 (14,3%)
3.DeShone Kizer (Browns)47660 (12,6%)
4.Tom Brady (Patriots)58172 (12,4%)
5.Carson Wentz (Eagles)44053 (12,4%)
6.Carson Palmer (Cardinals)26732 (12%)
7.Tyrod Taylor (Bills)42049 (11,7%)
8.Jay Cutler (Dolphins)42948 (11,2%)
9.Alex Smith (Chiefs)50556 (11,1%)
10.Matt Ryan (Falcons)52958 (11%)

Zahlen von ESPN und Inside the Pylon.

Während das Kurzpassspiel im Bereich unter zehn Yards - und sogar vor der Line of Scrimmage - eine auffallend große Rolle einnimmt, liegt es in der Natur der Sache, dass das Downfield-Passing-Game bei den meisten Teams eine statistisch untergeordnete Priorität innehat. Dabei gibt es Ausnahmen, Deshaun Watson warf in der Vorsaison schier unglaubliche 17,2 Prozent seiner Pässe mindestens 21 Yards weit; da er durch die Verletzung nur 204 Pässe warf, taucht er in der Tabelle nicht auf.

Doch der maßgebliche Schluss daraus ist: Zum Quarterback zu kommen wird immer schwieriger, da sich das Passspiel immer mehr auf einerseits kurze, schnelle Pässe und andererseits auf die Shotgun-Formation - wo der Quarterback also beim Snap weitmöglichst von der Offensive Line entfernt steht - fokussiert. Mehrere Teams sind inzwischen jenseits der 70 Prozent was Shotgun-Snaps angeht.

Rams: Ndamukong Suh und Aaron Donald nebeneinander

Edge-Rusher haben es somit immer schwerer, der Fokus verschiebt sich aufs Zentrum. Anders gesagt: Interior Pressure für die Defense sowie Interior Protection für die Offense werden immer wichtiger. Defensive Tackles haben den kürzesten Weg zum Quarterback und Druck über die Mitte hat die höchste Wahrscheinlichkeit, einen Quarterback beim Dropback aus dem Rhythmus zu bringen und so die Struktur des Plays empfindlich zu stören.

Die Rams scheinen voll auf diese Philosophie zu setzen. Aaron Donald ist der 3-Technique-Tackle in der Base-Rams-Front, also der Spieler, der sich zwischen dem Guard und dem Tackle aufstellt. Diese oder zumindest eine ähnliche Position hat Suh über knapp 6.800 Snaps von 2010 bis 2017 ebenfalls bekleidet, die Rams wollen jetzt versuchen, beide nebeneinander aufs Feld zu bringen.

Dafür muss Suh eine kleine Umstellung in Kauf nehmen und den 1-Technique-Spot - also zwischen Center und Guard - in der 3-4-Front der Rams einnehmen. Eine Position, die er laut ESPN Stats in nur drei Prozent seiner NFL-Snaps gespielt hat. Viel wichtiger aber ist die Tatsache, dass die Defense von Wade Phillips eine 1-Gapping-Defense ist. Bedeutet: Die Defensive Linemen greifen eine bestimmte "Gap" - etwa zwischen Guard und Offensive Tackle - an. Es wird aggressiv agiert, statt zu reagieren und eher die eigene Position zu halten als zu attackieren.

Das kommt Suhs Stärken entgegen, Donald und Suh sind ohne Frage das beste Gap-Attacking-DT-Duo in der Liga und jetzt wird es schwierig für gegnerische Offenses: Die Rams blitzten in der vergangenen Saison gerne mit ihrem Outside Linebacker und zwangen so die Protection schon in eine bestimmte Richtung. Offenses konnten es sich dabei leisten, gewissermaßen "aufzurücken" und Aaron Donald trotzdem zu doppeln. Das reichte längst nicht immer, jetzt aber wird das noch deutlich schwieriger.

Blitzen die Rams, werden sich Offenses regelmäßig entscheiden müssen, ob sie Suh oder Donald doppeln. Das ist schon für sich betrachtet eine unschöne Aussicht, gleichzeitig werden die Rams in ihren Sub-Packages noch kreativer mit ihrem neuen Defensive-Tackle-Duo umgehen und beide herum schieben. Statistisch gesehen wurde Donald in seiner Karriere an der Line flexibler eingesetzt als Suh - die Kombination aus beiden wird für Offenses noch schwerer vorhersehbar sein.

Wo sind die Schwächen der neuen Rams-Defense?

Stichwort Kombination: Die Rams haben jetzt nicht nur die beste Interior-Defensive-Line in der NFL, auch das Zusammenspiel mit dem neuen Cornerback-Duo macht extrem viel Sinn. Peters und Talib interpretieren ihre Position aggressiver als die allermeisten anderen Cornerbacks. Insbesondere Peters hat sich einen Ruf dahingehend erarbeitet, dass er die Offense liest und im Play seine eigentliche Position verlässt, um einen Pass abzufangen.

Das hat ihm über die letzten drei Jahre 19 Interceptions eingebracht - ist aber natürlich jedes Mal ein Risiko. Doch in der Theorie sollte es den Rams jetzt gelingen, Quarterbacks schneller unter Druck zu setzen als die meisten Teams, während die Cornerbacks Routes mutig antizipieren. Das kann für die Offense eine äußerst unangenehme Kombination sein.

Das Risiko, das die Rams damit eingehen, sollte man dabei allerdings auch nicht unterschätzen. Beide Cornerbacks werden auch Big Plays zulassen, während sich gleichzeitig erst zeigen muss, wie sich Suh als 1-Technique gegen den Run bewährt. Darüber hinaus fehlt dringend ein Edge-Rusher, nach dem Trade von Robert Quinn nach Miami umso mehr - und das Linebacker-Corps muss nicht erst seit dem Abgang von Alec Ogletree aufgebessert werden.

Doch schon jetzt ist erkennbar, dass die Defense der Rams in der Summe auf den vielleicht dominantesten Passing-Trend der letzten Jahre ausgerichtet ist. Es wird faszinierend zu sehen sein, wie diese aggressive Vorgehensweise auf und abseits des Platzes funktioniert.

Seite 1: Die neue Rams-Defense ist die ideale Antwort auf die moderne NFL

Seite 2: Was sollen die Giants mit Odell Beckham machen?

Seite 3: Trade-Prognosen, Draft-Sleeper, Draft Top 10 - und Moritz Böhringer

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