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NFL: Power Ranking im Dezember

Return of the Raiders?

Donnerstag, 08.12.2016 | 12:11 Uhr
Die Oakland Raiders haben ernsthafte Chancen auf den AFC-Top-Seed
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Die Bye-Weeks sind endgültig abgehakt, mit großen Schritten geht es in Richtung Playoffs: Die Oakland Raiders dürfen vom Top-Seed träumen und bieten vor allem Unterhaltung. Zwei Schwergewichte müssen starke Ausfälle verkraften, während die Dallas Cowboys weiter klettern. Außerdem: Der Wechsel der roten Laterne, und die starke AFC West. Wer hat sich im Vergleich zum letzten Power Ranking Anfang November verbessert, wer rutscht ab?

32. Cleveland Browns (0-12)
(Die ausstehenden Spiele: Bengals, @Bills, Chargers, @Steelers)

Der große Einsatz und die Tatsache, dass Cleveland immer wieder Gegnern das Leben überraschend schwer machte, sorgten bislang dafür, dass die Browns die rote Power-Ranking-Laterne vermeiden konnten. Damit ist jetzt Schluss: Cleveland geht noch immer in einem absurden Tempo durch seine Quarterbacks, was Terrelle Pryor, einen der wenigen Lichtblicke in dieser Saison, jüngst dazu brachte, die Verantwortlichen öffentlich zu kritisieren. Die Offensive Line ist ein komplettes Desaster, gemeinsam mit Buffalo hat Cleveland die mit Abstand schlechteste Pass-Protection der Liga. Ob es da allzu sinnvoll ist, Robert Griffin III im Saison-Schlussspurt nochmals rein zu werfen? Achso: Die Browns haben auch eine sensationell schlechte Secondary, keinen nennenswerten Pass-Rush und lassen die fünftmeisten Yards pro Run zu. Das Fenster für den einen Sieg wird kleiner und kleiner...

31. San Francisco 49ers (1-11)
(Jets, @Falcons, @Rams, Seahawks)

Im Gegensatz zu Cleveland hat sich San Francisco über die letzten Wochen tatsächlich einigermaßen gefangen. Die Run-Defense lieferte endlich einige solide Leistungen ab - das Schnee-Spiel in Chicago am Sonntag ausgeschlossen - und vor allem Colin Kaepernick hat für einige Momente der Hoffnung gesorgt. Kaep hatte, auch wenn er im Passing Game nach wie vor inkonstant ist, mehrere gute Spiele, überzeugt mit seiner Athletik und hat bewiesen, dass er gegenüber Blaine Gabbert die deutlich bessere Option darstellt. Ob das reicht, um auch in der kommenden Saison in San Francisco zu spielen, ist offen - zumindest wird Kaep offenbar von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch machen. Umso beeindruckender sind Kaeps Leistungen, genau wie die von Carlos Hyde über die letzten drei Wochen, wenn man sich die Auftritte der eigenen Offensive Line anschaut. Die Pass-Defense ist indes nach wie vor anfällig, 7,7 Yards pro Pass erlaubt San Francisco.

30. Jacksonville Jaguars (2-10)
(Vikings, @Texans, Titans, @Colts)

Zumindest eines muss man Jags-Coach Gus Bradley zugute halten: Die Pass-Defense hat er im Laufe der Saison merklich verbessert. Die Jaguars erlauben nur noch 6,4 Yards pro Pass, lediglich Denver (5,8) und Minnesota (6,2) sind noch stärker. Dazu kommen 26 Sacks und 15 zugelassene Passing-Touchdowns, hier sind auch mit dem bloßen Auge positive Tendenzen erkennbar. Bradleys Problem allerdings: Viel mehr Lob kann man dem Head Coach, der wohl keine Chance hat, den Black Monday in Jacksonville zu überstehen, nicht aussprechen, denn die Offense ist schlicht und ergreifend eine riesige Enttäuschung. Der im Frühjahr verpflichtete Chris Ivory ist bisher ein Flop und ein wandelndes Fumble-Risiko, vor allem aber Quarterback Blake Bortles hat einen Rückschritt gemacht, den man nur als absurd bezeichnen kann. Bortles hat jetzt mehr Pick-Six (11) als NFL-Siege (10) auf dem Konto, und das Tape dieser Saison sieht noch viel schlimmer aus als das klingt. Nur Houston (5,8) hat weniger Yards pro Pass-Versuch als Jacksonville (6,1) - während die Jaguars die ligaweit fünftmeisten Pass-Versuche (483) verzeichnet haben. Unter dem Strich ist Jacksonville ein Team, das um das Passing Game herum aufgebaut ist, mit einem Quarterback, der zumindest aktuell den Ball nicht werfen kann.

29. New York Jets (3-9)
(@49ers, Dolphins, @Patriots, Bills)

Was für ein Debakel! Die Jets blamierten sich am Montagabend zur Primetime gegen Indianapolis bis auf die Knochen - und das mitnichten nur aufgrund des letztlich deutlichen Ergebnisses. Vielmehr ließ Gang Green durch die Bank weg den Einsatz vermissen, sollte Coach Todd Bowles, der sich seine Defense-Stars noch während des ersten Viertels an der Seitenlinie lautstark zur Brust nahm, tatsächlich auf der Kippe stehen, war das nicht gerade ein Ausdruck der Unterstützung. Zwar konnte New York in der Woche davor den Patriots, wie so häufig, einen engen Kampf bieten und hatte auch Miami davor am Rande der Niederlage. Doch steht dieses Team wohl vor einem größeren Umbruch. Die Secondary ist und bleibt eine riesige Baustelle, während die Defensive Line keinen Pass-Rush erzeugen kann. Diese Kombination führt oft zu riesigen Wurf-Fenstern für gegnerische Quarterbacks, weshalb die Jets auch die viertmeisten Passing-Plays von mindestens 20 Yards zugelassen haben (55). Bryce Petty wird für den Rest der Saison starten, was Gang Green vor den mutmaßlichen Abgängen von Fitzpatrick und Geno Smith zumindest die Gelegenheit gibt, den Youngster in Action zu sehen. Spielerisch aber macht es das Team für die ausstehenden Partien eher schwächer, mit Petty dürfte das Playbook wohl noch immer etwas limitiert sein.

28. Los Angeles Rams (4-8)
(Falcons, @Seahawks, 49ers, Cardinals)

Wilde Zeiten in L.A.! Coach Jeff Fisher legt sich zunächst öffentlich mit Rams-Legende Eric Dickerson an, der seither in Talkshows und via Twitter gegen Fisher wettert. Anschließend wird bekannt, dass er seinen Vertrag bereits vor dem Beginn der Saison verlängert hat, was zu einem großen öffentlichen Fragezeichen führt. Der wesentliche Grund dafür: Fisher schafft es schon seit Jahren nicht mehr, dieses Team weiter zu entwickeln. Das wird auch in dieser Saison deutlich: Die Offensive Line ist eine der schwächeren der Liga, in der Folge hat Todd Gurley Probleme - der seinerseits aber ebenfalls längst nicht so gut spielt wie 2015. Jared Goff darf derweil inzwischen ran, abgesehen von einer guten Hälfte in New Orleans aber halten sich erste positive Erkenntnisse in Grenzen. Goff spielt weitestgehend noch sehr konservativ und limitiert, seine Pocket-Präsenz und das Gefühl für den Pass-Rush sind zwar nicht mehr so dramatisch wie in der Preseason, allerdings trotzdem noch immer ein Problem. Und dass die Rams mit dieser Front Four 4,3 Yards pro Run zulassen, spricht auch nicht gerade für L.A. - und noch weniger für die Linebacker.

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27. Chicago Bears (3-9)
(@Lions, Packers, Redskins, @Vikings)

Gut ist die Saison nicht, die Chicago spielt. Und dennoch gibt es Bereiche in diesem Team, die Hoffnung machen: Da wäre als oberster Punkt die Front Seven. Die Bears haben sich über Draft und Free Agency mit Spielern wie Pernell McPhee, Leonard Floyd, Eddie Goldman oder auch Akiem Hicks verstärkt und sich so der eigenen Wurzeln bedacht. Verletzungen verlangsamten die Entwicklung in dieser Saison, das Potenzial ist aber deutlich sichtbar - und das auch in den Statistiken. Chicago lässt nur 3,9 Yards pro Run sowie kaum Big Plays im Run Game zu, die Front spielt mit Disziplin. Darüber hinaus haben nur sechs Teams mehr Sacks auf dem Konto als die Bears (30). Selbst die Offensive Line hat sich über die vergangenen Wochen trotz des Ausfalls von Kyle Long einigermaßen über Wasser gehalten, was zu einigen Fortschritten im Run Game gesorgt hat. Die Secondary und das Passing Game bleiben trotzdem die großen Probleme, wenngleich Matt Barkley nach dem Saisonaus von Jay Cutler überrascht. Primär die Drops der Receiver aber verhindern hier nachhaltigen Erfolg. Stichwort Cutler - bleibt er oder geht er?

26. Philadelphia Eagles (5-7)

(Redskins, @Ravens, Giants, Cowboys)

Die Achterbahnfahrt einer Saison geht aus Eagles-Sicht rapide dem letzten Looping entgegen: Philly hat noch alle drei Division-Heimspiele vor sich und könnte zumindest dem einen oder anderen Rivalen in die Suppe spucken - viel mehr aber scheint nicht mehr möglich. Denn während die Eagles so vielversprechend in die Saison gestartet sind, mit einer dominanten Front Four und einem präzisen, fast fehlerfreien Rookie-Quarterback in Carson Wentz, so gibt es doch längst klare Abwärtstendenzen. Die Front enttäuschte zuletzt mehrfach, auch gegen schwache Offensive Lines, wie etwa die der Bengals am Sonntag. Das deckt die Lücken in der Secondary gnadenlos auf, mehr Blitzing soll laut Coach Doug Pederson die Antwort sein. Offensiv gelingt es Pederson nicht mehr, den überdeutlichen Mangel an Waffen im Passing Game durch das Scheme auszugleichen. Defenses nehmen Philly zunehmend die kurzen Pässe weg, in der Folge fühlt sich Wentz, der viel zu viel werfen muss, in der Pocket sichtbar weniger wohl und zeigt Schwächen, sowohl mit seinen Entscheidungen, als auch mit der Genauigkeit. Dazu ist das Running Game jetzt schon seit einigen Wochen ein großes Problem, ob mit oder ohne den verletzten Ryan Mathews fehlt hier die Konstanz.

25. Cincinnati Bengals (4-7-1)
(@Browns, Steelers, @Texans, Ravens)

Ein verlorenes Jahr für die Bengals, keine Frage. Spätestens nach den Ausfällen von Gio Bernard und Wide Receiver A.J. Green, zwei der drei wichtigsten Offensiv-Waffen für Andy Dalton, sind die Mittel schlicht zu begrenzt - wenngleich Dalton gegen die Eagles am Sonntag ein sehr starkes Spiel ablieferte. Die Offensive Line ist und bleibt ein Problem, Coach Marvin Lewis wurde zumindest vor dem Spiel gegen Philly öffentlich angezählt. Und auch die D-Line ist längst nicht auf dem Niveau vergangener Jahre, was sich insbesondere in der Run-Defense zeigt. Die Bengals werden weitere Gala-Auftritte von Dalton brauchen, um noch mehr als ein Spiel zu gewinnen. Von Jeremy Hill jedenfalls kommt nicht mehr allzu viel, über die letzten fünf Spiele verzeichnete Hill 2,7 Yards pro Run (zuletzt zwei Mal unter 1,9).

Seite 1: Von Cleveland bis Cincinnati

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