"So große Chancen wie kaum ein Team zuvor"

SID
Sonntag, 08.01.2017 | 09:46 Uhr
Ex-Nationalspieler Kretzschmar hat großes Vertrauen in die Nationalmannschaft
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Der ehemalige Nationalspieler Stefan Kretzschmar prophezeit der deutschen Nationalmannschaft eine rosige Zukunft. Er glaubt, sie könne die nächsten Jahre auf höchstem Niveau spielen.

"Diese Generation hat so große Chancen wie kaum ein Team vorher. Diese Mannschaft wird bei allen Turnieren um Medaillen mitspielen, sie hat das absolute Potenzial und die entsprechende Altersstruktur, um eine Ära zu prägen", sagte der 43-Jährige der Welt am Sonntag.

"Sie wird in den nächsten Jahren nie mehr in einer Vorrunde oder sogar Qualifikation scheitern", sagte Kretzschmar. "Ich sehe keine Nation weltweit, die so viele gute Talente hat wie wir. Wir können in den nächsten Jahren konstant Weltklasseleistungen sehen."

Diesen Erfolg spricht Kretzschmar vor allem Noch-Bundestrainer Dagur Sigurdsson zu. Umso schlimmer ist es für den 218-maligen Nationalspieler, dass der Isländer sein Amt aufgibt: "Es ist traurig und tragisch, dass er geht. Für den deutschen Handball war und ist er ein absoluter Glückstreffer. Der DHB hat nie ausreichend um den Verbleib von Sigurdsson gekämpft. Im Gegenteil: Als es hieß, Sigurdsson würde seine Ausstiegsklausel ziehen und nach der WM gehen, wurde das relativ schnell akzeptiert."

Wer wird Nachfolge?

Kretzschmar, Aufsichtsratmitglied des Bundesligisten SC DHfK Leipzig, will DHfK-Trainer Christian Prokop, der als Nachfolger im Gespräch ist, nur ungern abgeben. "Wir werden doch nicht all das opfern, was wir mühsam über Jahre aufgebaut haben, nur weil wir Gutmenschen sind und unseren Trainer liebend gern dem DHB zur Verfügung stellen", sagte er: "Wir werden Prokop nicht zum Nulltarif abgeben. Wenn wir sehen, dass unsere Ziele gefährdet sind, werden wir ihn nicht gehen lassen."

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Dass die Spiele der Handball-WM (11. bis 29. Januar) nicht im deutschen Fernsehen zu sehen sein werden, findet er skandalös und schade: "Die öffentlich-rechtlichen Sender können wegen der Signalproblematik nicht übertragen, alle anderen Anbieter wohl wegen zu hoher finanzieller Forderungen vonseiten der Rechteinhaber beIn", sagte er: "Aber wissen Sie was? Aus Sicht des Weltverbandes IHF kann ich das nachvollziehen. Deutschland ist das einzige Land mit diesen Problemen. An Stelle der IHF hätte ich das Angebot also auch angenommen."

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