Tradition trifft auf Tradition

SID
Sonntag, 24.08.2008 | 12:09 Uhr
Kaiserslautern, Zweite, Liga, Fußball, Jubel
© Getty
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Fußball-Herz, was willst du mehr? Im proppevollen Fritz-Walter-Stadion empfängt der 1. FC Kaiserslautern den 1. FC Nürnberg zum Duell der Traditionsvereine (Mo, 20.15 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere). Beide Teams treffen erstmals in der 2. Liga aufeinander. 

Als wehmütige Hinwendung zu vergangenen Zeiten, die in der Erinnerung oftmals stark idealisiert und verklärt reflektiert werden, beschreibt der Duden die Nostalgie.

Weder idealisieren noch verklären müssen die Fans des 1. FC Kaiserslautern und 1. FC Nürnberg ihre Klubgeschichte. Denn die ist bei beiden wahrlich ruhmreich.

Die Roten Teufel aus der Pfalz brachten es in ihrer glorreichen Historie auf vier Meistertitel, die Clubberer verbuchten seit der Vereinsgründung am 4. Mai 1900 neun Deutsche Meisterschaften. Aber bei einem Blick auf die momentane Situation weht ein Hauch Wehmut durch die Erinnerung.

Das Ziel heißt Aufstieg

Die Zweite Liga spiegelt nicht den Anspruch von Anhängerschaft und Verantwortlichen wider. Deshalb lautet das Motto am Betzenberg und an der Noris: Aufstieg in die Beletage des deutschen Fußballs.

Einen ersten Schritt Richtung Oberhaus haben beide Mannschaften am 1. Spieltag der neuen Saison gemacht.

Die Betze Buben bewiesen eine unglaubliche Moral und egalisierten gegen den FSV Mainz einen 0:3-Rückstand. Der Club mühte sich zu einem 2:1-Heimerfolg gegen den FC Augsburg.

"Es war phänomenal, wie meine Elf zurückgekommen ist. Das gibt uns einen weiteren Motivationsschub für den Knaller gegen Nürnberg", erzählt Lauterns Chefcoach Milan Sasic und fügt hinzu: "Ich habe gehört, es ist das erste Duell in der 2. Liga. Wir sollten es unvergesslich für unsere Fans machen. Am besten mit einem Sieg."

Die Statistik spricht für Lautern

Die Chancen auf einen Pfälzer Erfolg stehen gut. Vor allem, wenn man Statistiken Glauben schenkt. Von 26 Partien im legendären Fritz-Walter-Stadion gewann der FCK 17, bei drei Unentschieden und nur fünf Niederlagen.

Doch von solchen Zahlen lässt sich ein richtiges Nürnberger Urgestein nicht beeindrucken. "Entscheidend ist immer das nächste Spiel. Du kannst zehnmal in Folge verlieren und beim elften Mal gewinnst du", erklärt Kapitän Andreas Wolf (26), der seit 1997 die Fußballstiefel für die Franken schnürt.

Doch der zuverlässige Innenverteidiger wird der Elf von Thomas von Heesen am Betzenberg nicht zur Verfügung stehen. Im 148. Match im Trikot der Clubberer zog er sich zum Saisonstart einen Kreuzbandriss zu und fällt mindestens sechs Monate aus.

"In Lautern spielen wir auch für Andi. Mit einem Erfolg wollen wir zu seiner schnellen Genesung beitragen", verrät Keeper Raphael Schäfer.

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