Mertens rettet Napoli Remis in Pescara

Sonntag, 21.08.2016 | 22:50 Uhr
Lorenzo Insigne (r.) und Bryan Cristante im Zweikampf
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Der SSC Neapel holte am 1. Spieltag der Serie A ein 2:2 (0:2) bei Delfino Pescara. Der Aufsteiger erarbeitete sich in der ersten Halbzeit eine 2:0-Führung, musste sich aber letztlich mit einem Remis begnügen, da Dries Mertens im zweiten Durchgang einen Doppelpack schnürte.

Vor etwa 20.000 Zuschauern im Stadio Adriatico brachte Ahmad Benali Pescara früh im Spiel in Führung (8.). In der 35. Minute erhöhte Gianluca Caprari auf 2:0.

Dries Mertens, erst kurz nach der Halbzeit eingewechselt, verkürzte in der 60. Minute auf 1:2, drei Zeigerumdrehungen später stellte der Belgier auf 2:2.

Gemeinsam mit Mertens kam in der 53. Minute auch Arkadiusz Milik ins Spiel. Der Pole, für knapp 30 Millionen Euro von Ajax Amsterdam verpflichtet, feierte sein Debüt für Napoli.

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Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Napoli-Trainer Sarri vertraute in seiner Startformation auf bewährte Kräfte. Die beiden polnischen Neuzugänge Milik und Zielinski saßen zu Beginn nur auf der Bank. Im 4-3-3 starteten im ersten Ligaspiel seit dem Abgang von Higuain an vorderster Front Callejon, Gabbiadini und Insigne.

Nach dem geglückten Aufstieg erlebte Delfino Pescara einen großen Kaderumbruch. Trainer Oddo beorderte mit Bizzarri, Coda, Gyömber, Biraghi, Brugman, Cristante, Verre und Benali gegen Napoli gleich acht Neuzugänge oder Spieler, die zuletzt verliehen waren, in die Startelf.

3.: Hamsik kommt etwa 20 Meter vor dem Tor, leicht linksversetzt, an den Ball und zieht dann einfach ab. Die Kugel zischt knapp links vorbei.

8., 1:0, Benali: Verre spielt einen ganz starken Pass durch die Schnittstelle in den Lauf des durchstartenden Benali. Im perfekten Moment chippt er die Kugel dann aus etwa zwölf Metern über den heranstürmenden Reina in die Maschen.

10.: Beinahe gelingt Pescara im nächsten Angriff direkt das 2:0. Biraghi tankt sich in den Strafraum, scheitert mit seinem Schuss von halblinks aber an Reina, der sich groß macht und gut pariert.

11.: Was für eine Aktion von Callejon! Ein weiter Ball segelt rechts in den Strafraum, wo Callejon etwa zehn Meter vor dem Tor lauert. Der Spanier nimmt den Ball aus spitzem Winkel von rechts volley - und trifft ihn mit voller Wucht. Knapp links oben vorbei.

35., 2:0, Caprari: Zampano stürmt von der rechten Seite Richtung Grundlinie und steckt dann Ball dann flach ins Zentrum durch. Dort läuft Caprari ein und drischt die Kugel unter die Maschen.

45.: Von der rechten Seite segelt eine hohe Hereingabe in den Strafraum von Pescara. Albiol steigt hoch, köpft den Ball aber ganz knapp links vorbei.

60., 2:1, Mertens: Links an der Strafraumgrenze kommt Mertens an den Ball. Der Belgier zieht etwas Richtung Zentrum und versenkt den Ball dann aus etwa 16 Metern rechts in den Maschen.

63., 2:2, Mertens: Nur drei Minuten nach dem Anschlusstreffer gelingt Mertens der Ausgleich. Hysaj bringt den Ball von der rechten Seite flach in die Mitte. Dort lauert Mertens, der nur mehr einschieben muss.

71.: Coda verletzt sich bei einem Zweikampf mit Mertens. Er muss verletzt ausgewechselt werden, Zuparic ersetzt ihn.

79.: Zuparic trifft Zielinski bei einem Klärungsversuch im Strafraum wohl mit dem Fuß am Kopf. Schiedsrichter Giacomelli zeigt erst auf den Punkt, revidiert diese Entscheidung aber nach einer Unterredung mit seinen Assistenten wenig später wieder. Den Strafstoß hätte man eigentlich geben müssen.

82.: Milik zieht einfach mal von halblinks ab, scheitert mit seinem scharfen Schuss aber an einem glänzend parierenden Pescara-Keeper Bizzarri.

Fazit: Pescara stand in der ersten Halbzeit defensiv extrem sicher und präsentierte sich im Abschluss kaltschnäuzig. Verdientermaßen ging der Aufsteiger mit einer 2:0-Führung in die Pause. Napoli präsentierte sich über weite Strecken einfallslos und hatte es einzig Mertens zu verdanken, nicht mit einer Pleite in die Saison gestartet zu sein.

Der Star des Spiels: Dries Mertens. Erst zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde Mertens eingewechselt, keine 15 Minuten später stellte er im Alleingang von 0:2 auf 2:2. Der Belgier sorgte für Zielstrebigkeit und Zug zum Tor und belebte so das Spiel des SSC.

Der Flop des Spiels: Manolo Gabbiadini. In der 53. Minute trat er erstmals in Erscheinung - und zwar bei seiner Auswechslung. Im ersten Spiel nach dem Abschied von Higuain begann Gabbiadini an vorderster Front, konnte jedoch keine Torgefahr ausstrahlen. Kein SSC-Spieler, der zu Beginn auf dem Platz stand, war seltener am Ball als er.

Der Schiedsrichter: Piero Giacomelli. Mit dem größtenteils sehr fair geführten Spiel hatte Schiedsrichter Giacomelli über weite Strecken kaum Probleme. In der 79. Minute traf er mit dem nichtgegebenen Elfmeter aber eine äußerst strittige Entscheidung. Das Bein von Zuparic im Duell mit Zielinski war sehr hoch, diesen Strafstoß hätte man eigentlich pfeifen müssen.

Das fiel auf:

  • Pescara begann sehr mutig und überraschte damit den SSC. Vom Start weg versuchte das Team von Trainer Oddo Dominanz auszustrahlen, immer wieder gelangen ansehnliche Passstafetten.
  • Napoli präsentierte sich in der ersten Halbzeit offensiv äußerst harmlos, speziell Gabbiadini war überhaupt nicht im Spiel. Das lag zum einen an der fehlenden Kreativität von Napoli, zum anderen an einem vielschichtig gestaffelten Abwehrverbund von Pescara. Die Hausherren agierten defensiv flexibel und stellten die Räume hervorragend zu. So wurde die vorderste Angriffsreihe von Napoli abgeschnürt, weshalb Distanzschüsse für den SSC das einzige Mittel waren, um Torgefahr auszustrahlen.
  • Napoli agierte wie über weite Strecken der vergangenen Saison in einem klassischen 4-3-3-System. Vor dem Sechser Valdifiori fungierten Hamsik und Allan als Ankurbler und Ballverteiler.
  • Pescara schaffte es in der ersten Halbzeit immer wieder, mit klugen Schnittstellenpässen die Verteidigung von Napoli zu düpieren. Sowohl mit hohen, als auch mit flachen Zuspielen kam Pescara einige Male in den Rücken der SSC-Abwehr. Exakt mit diesem Schemata entstand auch der Treffer zum 1:0.
  • Das Spiel von Napoli stellte sich extrem linkslastig dar. Während Rechtsaußen Callejon über weite Strecken der Partie komplett abgemeldet war, zeigte sich Insigne auf der gegenüberliegenden Seite deutlich aktiver - auch wenn er die letzte Konsequenz vermissen ließ.
  • Die Wechsel in der 53. Minute kippten die Partie. Mertens und Milik belebten das Offensivspiel der Neapolitaner merklich. Speziell Mertens sorgte für frische Impulse und drehte das Spiel mit zwei Treffern. Dabei kam ihm auch entgegen, dass die Pescara-Spieler mit zunehmender Spieldauer merklich müder wurden und ihr Spiel nicht mehr so konsequent wie in der ersten Halbzeit durchziehen konnten.

Delfino Pescara - SSC Neapel: Daten und Fakten zum Spiel

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