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Reds vergeigen 3:1 - nur Remis für United

Von SPOX
Bournemouth bewies gegen Liverpool große Moral

Am 14. Spieltag der Premier League entscheidet Chelsea das Spitzenspiel gegen Manchester City für sich. Der FC Liverpool verspielt beim AFC Bournemouth eine 3:1-Führung, Klopp zeigte sich anschließend enttäuscht. Tottenham ballert sich aus der Krise, auch der FC Arsenal feiert ein Schützenfest. Manchester United und der FC Everton trennten sich derweil mit einem Unentschieden.

Manchester City - FC Chelsea 1:3 (1:0)

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Tore: 1:0 Cahill (45., ET). 1:1 Costa (60.), 1:2 Willian (70.), 1:3 Hazard (90.)

Rote Karte: Sergio Agüero (90.+7, grobes Foulspiel), Fernandinho (90.+7, Unsportlichkeit)

  • Sowohl Manchester City als auch Chelsea traten in einem 3-4-3 an. Bei gegnerischem Ballbesitz verwandelte sich dieses in ein 5-4-1, wobei die Flügelspieler jeweils eine Linie nach hinten schoben. Dennoch gab es auf beiden Seiten oft Lücken, sodass von Beginn an viele Chancen bestaunt werden durften.
  • Während City den Großteil der Chancen hatte, war Chelsea deutlich effizienter. Mit dem Schlusspfiff wurde es nach einer Frust-Grätsche von Agüero noch einmal wild. Es kam zu einer riesigen Rudelbildung, in Folge der sich Fernandinho für mehrere Vergehen an Cesc Fabregas auch Rot abholte.
  • Mit acht Siegen in Folge baut Chelsea die Tabellenführung vorübergehend aus. Zudem wurde die Serie von vier Spielen in Folge ohne Sieg gegen die Skyblues beendet. Für Guardiola war es dagegen das vierte Heimspiel in Folge, in dem kein Sieg gelang. Zudem konnte Manchester nur zwei der 14 Saisonspiele zu Null bestreiten.
  • Heimspiele gegen Chelsea sind für City selten eine Freude. Seit Einführung der Premier League verloren die Skyblues bereits zwölf Heimspiele gegen die Blues. Mehr als gegen jede andere Mannschaft.

Crystal Palace - FC Southampton 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Benteke (33.), 2:0 Tomkins (36.), 3:0 Benteke (85.)

  • Crystal Palace stand gegen Southampton unter Zugzwang. Mit mageren elf Punkten aus 13. Spielen stand man in der Tabelle nur knapp über einem Relegationsplatz. Die Gastgeber starteten mit einem 4-3-2-1 gegen die Saints, die auf ein 4-3-3 setzten.
  • Die Fans im Selhurst Park stöhnten bei jedem Eckball und einer jeden Standardsituation, die ihre Mannschaft zu verteidigen hatte laut auf. In der bisherigen Saison kassierte Palace bereits 13 Tore aus Standards, letzte Saison waren es insgesamt lediglich elf Gegentreffer.
  • Bis zur 20. Spielminute hatten die 25.393 Stadionbesucher nicht viel Erwähnenswertes zu sehen. Doch die Partie nahm durch das weitere Drängen der Gastgeber Fahrt auf. In der 27. Minute kam es zur vorentscheidenden Situation. Benteke tauchte frei nach einem missratenen Rückpass von Fonte vor dem Tor er Gäste auf, spielte Tormann Fraser Forster aus und brachte den Ball in der 33. Minute über die Linie.
  • Der Torschütze ist zugleich auch das Geburtstagskind des Spieltages. Mit seinem Tor reiht er sich in den kleinen Kreis von vier Spielern, die in der aktuellen Saison an ihrem Geburtstag ein Tor erzielen konnten (Koscielny, Özil und Nolito).
  • Die Mannschaft von Alan Pardew ruhte sich nicht auf dem dünnen Polster aus. Nur drei Minuten nach dem Führungstreffer verlängerte Joe Ledley clever per Kopf auf James Tomkins. Dieser lauerte auf der Torlinie und brachte das Stadion zum Beben. Benteke machte mit seinem zweiten Tor in der 85. Minute den Deckel drauf und traf zum 3:0 Endstand.

Stoke City - FC Burnley 2:0 (2:0)

Tore: 1:0 Walters (20.), 2:0 Muniesa (35.)

  • Die Gastgeber waren fast das gesamte Spiel überlegen. In der ersten Halbzeit konnte Stoke vor allem offensiv überzeugen, während die Gäste wenig bis gar nichts auf die Kette brachten und hinten auch nicht gerade sicher standen. Erst gegen Ende der ersten Spielzeit wachte der FC Burnley ein wenig auf.
  • Nach der Pause schienen die Gäste deutlich aggressiver und motivierter zu sein, wodurch das Spiel vor allem in Stokes Hälfte stattfand. Einige gute Chancen hatte der FC Burnley dabei auch, doch am Ende konnte Stoke City das Spiel mit 2:0 für sich entscheiden.
  • Mit dem Sieg konnte das Heimteam eine Negativserie beenden, nachdem sie keines der letzten drei Spiele für sich entscheiden konnten. Doch Stoke City ging durchaus als Favorit in die Partie. In den letzten acht Premier League Spielen hatten nur der FC Chelsea, FC Liverpool und Arsenal mehr Punkte gesammelt.
  • Seit November 2014 wartet Burnley auf einen Sieg gegen Stoke. In den vergangenen sieben Spielen gab es zudem fünf Niederlagen und ein Unentschieden.

AFC Sunderland - Leicester City 2:1 (0:0)

Tore: 1:0 Huth (64./ET), 2:0 Defoe (77.), 2:1 Okazaki (80.)

  • Der Meister der vergangen Saison reiste mit großen Ambitionen zum Abstiegskandidaten aus Sunderland. Mit sechs bisherigen Saisonniederlagen liefen die Foxes bereits vor der Partie ihren eigenen Erwartungen hinterher.
  • Schon in der ersten Halbzeit zeigten sich die Gastgeber deutlich aktiver als ihre Gegenüber und setzten Leicester schon früh unter Druck. Trotz elf Torschüssen konnten sie in den ersten 45 Minuten keinen Treffer verbuchen und verpassten die Führung.
  • Auch in der zweiten Hälfte der Partie präsentierte sich Sunderland als die mutigere Mannschaft. In der 64. Minute war es der Deutsche Robert Huth, der die Gäste mit einem Eigentor mit 0:1 in Rückstand brachte. Wenige Minuten später erhöhte Stürmer Jermain Defoe auf 2:0 und sorgte für die siebte Niederlage für den Meister. Auch ein Treffer von Shinji Okazaki zehn Minuten vor dem Schlusspfiff konnte die Niederlage nicht mehr abwenden.
  • Nach dem 14. Spieltag rutscht das Team von Claudio Ranieri auf den 15. Tabellenplatz ab und Sunderland kann mit dem Dreier den Abstand auf die Nicht-Abstiegsplätze verkürzen.

Tottenham Hotspur - Swansea City 5:0 (2:0)

Tore: 1:0 Kane (39., FE), 2:0 Son (45.+1), 3:0 Kane (49.), 4:0 Eriksen (70.), 5:0 Eriksen (90.+2)

  • Den Spurs war von Beginn an anzumerken, dass der schlechte Lauf mit nur einem Sieg in den vergangenen sechs Spielen gegen Swansea enden sollte. Tottenham kontrollierte die Partie von Anfang bis Ende, ließ zunächst aber noch die nötige Präzision im Abschluss vermissen. Ein durchaus strittger Elfmeter nach Foul an Dele Alli läutete die Trendwende ein. Der Sieg hätte am Ende noch höher ausfallen können.
  • Die Spurs haben seit über 25 Jahren keine Niederlage mehr gegen die Swans kassiert. Nicht nur deshalb ist Swansea der Lieblingsgegner der Lilywhites. Die Waliser sind das einzige Team in der Premier League, gegen das die Londoner seit Einführung des Wettbewerbs noch nie verloren. Neun Siege und zwei Unentschieden gab es seit dem Aufstieg Swanseas 2011.
  • Zudem kassierten die Gäste in jedem der bisherigen elf Aufeinandertreffen mindestens ein Gegentor. In acht Partien konnte Swansea selbst ein Tor erzielen.
  • Mit fünf Toren hat Heung-Min Son bereits jetzt mehr Tore erzielt als in der kompletten letzten Saison. In sechs Spielen gegen Swansea war Christian Eriksen an neun Toren direkt beteiligt.
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