Premier League, 6. Spieltag

Saints schocken Hammers - Reds mit Kantersieg

Von SPOX
Montag, 26.09.2016 | 23:08 Uhr
Charlie Austin erzielte das 1:0 für die Saints
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Southampton drückt West Ham tiefer in die Krise. Arsenal fegt indes im London-Derby über Chelsea hinweg und setzt ein Zeichen. Zuvor präsentierten sich die Top-Teams der Premier League am 6. Spieltag bereits in großer Torlaune: Der FC Liverpool und Manchester City siegten deutlich. Manchester United landete derweil einen beeindruckenden Befreiungsschlag gegen Leicester. Auch die Spurs siegen - knapp. Und: Burnley gewinnt gegen ein schwaches Watford.

Manchester United - Leicester City 4:1 (4:0)

Tore: 1:0 Smalling (22.), 2:0 Mata (37.), 3:0 Rashford (40.), 4:0 Pogba (42.), 4:1 Gray (60.)

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  • Stotternder Start und schließlich Furore: Die Red Devils zeigten nach der 1:3-Pleite gegen Watford zuerst eine gewisse Unsicherheit, fanden dann aber mit dem Führungstor die nötige Sicherheit.
  • Smalling nach einer Ecke, schließlich Mata zum 2:0 und erneut zwei Eckentore durch Rashford und Pogba entschieden die Partie schon in Hälfte eins. Leicester fand nicht die Mittel, die Offensive Uniteds zu stoppen.
  • Dabei überzeugte unter anderem Rooney-Ersatz Mata auf der Zehn. Der Spanier wirkte beweglicher, kreativer und tat dem Spiel gemeinsam mit dem deutlich verbesserten Pogba sichtlich gut.
  • Mit dem Seitenwechsel bekam Leicester mehr Spielanteile und schob an. Ohne die ausgewechselten Vardy und Mahrez wurde weniger gekontert und mehr gespielt. Gray gelang ein Traumtor aus der Distanz, das Wunder blieb aber klar aus.

AFC Bournemouth - FC Everton 1:0 (1:0)

Tor: 1:0 Stanislas (28.)

  • Zwölf Torschüsse gab das Heimteam während der 90 Minuten ab. Doch nur einer fand den Weg gefährlich Richtung Tor. Junior Stanislas traf sehenswert mit rechts aus der Distanz.
  • Es war erst der dritte Einsatz des Außenstürmers nach einem Leistenbruch. Es war sein siebtes Tor im 48. Einsatz für Bournemouth.
  • Bournemouth rückt damit mit nun zehn Punkten ins gesicherte Mittelfeld vor. Für die weitestgehend harmlosen Gäste war es erst die zweite Niederlage der Saison. Damit verlieren die Toffees vorerst den Anschluss zur Tabellenspitze.

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FC Liverpool - Hull City 5:1 (3:0)

Tore: 1:0 Lallana (16.), 2:0 Milner (29./HE), 3:0 Mane (35.), 3:1 Meyler (52.), 4:1 Coutinho (53.), 5:1 Milner (70./FE)

Rote Karte: Elmohamady (29., absichtliches Handspiel)

  • Mike Phelan schickte in allen bisherigen Ligaspielen die gleiche Startelf auf den Platz. An der Anfield Road änderte der Trainer aber sein Vorgehen und tauschte auf zwei Positionen um. Marshall ersetzte Jakupovic im Tor, Mason startete für Meyler.
  • Nach einer etwas wilderen Anfangsphase zog sich Hull City weit in die eigene Hälfte zurück. Dabei gelang es den Gästen jedoch nicht wie gewünscht, die Räume zu schließen. Liverpool gelangte über die Halbräume immer wieder gefährlich in den Strafraum der Tigers.
  • So auch beim 1:0, als Coutinho über links in die Mitte zog und im perfekten Moment auf Lallana ablegte, der aus ca. zehn Metern überlegt ins lange Ecke abschloss. Allgemein machten in der ersten Hälfte Milner und der Brasilianer über links viel Dampf, der Aufsteiger wurde stets vor große Probleme gestellt.
  • Nach einer halben Stunde war die Entscheidung bereits gefallen. Elmohamady parierte einen Schuss von Coutinho in Torwartmanier auf der Linie und musste mit Rot vom Platz. Milner verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt. Die bereits vorher desolat agierenden Tigers waren nun komplett verunsichert.
  • Auffällig war, dass die Reds das Sturmzentrum stets unbemannt ließen. Spielte sich Liverpool aber bis in die Nähe des Strafraums vor, stießen wahlweise die schnellen Firmino, Coutinho, Lallana oder Mane in die Lücken vor. Auf diese Art und Weise fiel auch der dritte Treffer vom Senegalesen.
  • Die zweite Hälfte verlief ebenfalls torreich. Hull erzielte durch Meyler mit dem ersten Torschuss der Gäste nach einer Ecke gleich den Ehrentreffer, Coutinho antwortete jedoch direkt per Traumtor. Einen weiteren Elfmeter verwandelte Milner erneut sicher.

FC Middlesbrough - Tottenham Hotspur 1:2 (0:2)

Tore: 0:1 Son (7.), 0:2 Son (23.), 1:2 Gibson (65.)

  • Bei den Gästen fehlte Stürmer Harry Kane wegen einer Knöchelverletzung, doch er wurde vor allem im ersten Durchgang überhaupt nicht vermisst: Der ehemalige Hamburger und Leverkusener Heung-Min Son übernahm das Toreschießen für den verletzten Star. Bei beiden Treffern setzte er sich gegen die zu passiven Boro-Abwehrspieler im Strafraum durch und zirkelte die Kugel einmal mit links und einmal traumhaft mit rechts in den gegnerischen Kasten.
  • Mit dem Dreier setzten die Spurs ihre starke Serie gegen Premier-League-Aufsteiger fort: 23 der vergangenen 25 Duelle mit Liga-Neulingen konnten sie gewinnen.
  • Nach einer starken ersten Hälfte brachte Ben Gibson Middlesbrough mit einem Kopfball aus dem Nichts zurück in die Begegnung. Der Gäste-Sieg wackelte in der Schlussphase jedoch nicht mehr.
  • Seit der Saison 2014/15 hatte Kane nur vier Liga-Spiele der Spurs verpasst - und Tottenham hatte keine dieser Begegnungen für sich entschieden. Diese Negativ-Serie hat Son nun für die Gäste beendet.

Stoke City - West Bromwich Albion 1:1 (0:0)

Tore: 1:0 Allen (73.), 1:1 Rondon (90+3)

  • Lange mussten die Fans in Stoke-on-trent warten und wurden schließlich nur kurz belohnt. 73 Minuten lang sahen sie kein gutes Spiel, Stoke zeigte wenig bis keine Bemühungen. Der Wechsel Bony gegen Crouch brauchte ebenfalls kaum Besserung.
  • Somit musste Joe Allen ran. Der stieß in Ermangelung von Gefahr durch die Stürmer selbst vor in den Strafraum und staubte aus kurzer Distanz ab. Zuvor war den Potters ein klarer Elfmeter nach Foul an Pieters verweigert worden.
  • Doch die Fans hofften 17 lange Minuten vergebens. Der erste Saisonsieg wurde wieder nicht eingefahren, ging bei WBA doch die Taktik auf, die bei Stoke noch ihr Ziel verfehlte. Während Crouch ohne Effekt blieb, machte auf der anderen Seite Mittelstürmer Rondon seinen Job besser und traf kurz vor Schluss zum Ausgleich.

AFC Sunderland - Crystal Palace 2:3 (1:0)

Tore: 1:0 Defoe (39.), 2:0 Defoe (60.), 2:1 Ledley (62.), 2:2 McArthur (76.), 2:3 Benteke (90.)

  • Bei den Hausherren kehrte der wiedergenesene Goalgetter Jermaine Defoe in die Startelf zurück, nach nur 15 Minuten gab es allerdings schon der nächste Ausfall: Der Ex-Dortmunder Steven Pienaar musste verletzt runter, für ihn kam Duncan Watmore in die Partie.
  • Die Gäste mussten auf Scott Dann und den zuletzt formstarken Wilfried Zaha verzichten, für das Duo begannen James Tomkins und Yohan Cabaye.
  • Jermaine Defoe fand sich mit einem Doppelpack gleich wieder blendend ins Team ein und stellte einmal mehr seinen Killerinstinkt unter Beweis. Dennoch reichten die beiden Treffer des Ex-Nationalspielers nicht zum Sieg, weil das Team von David Moyes nach der komfortablen Führung zurückschaltete und dafür eiskalt bestraft wurde.
  • Die Eagles bleiben damit in ihrer gesamten Klubhistorie weiterhin ohne Premier-League-Niederlage im Stadium of Light. Auch für Sunderland bleibt eine Serie bestehen, allerdings eine negative. Der letzte Ligasieg der Black Cats im Kalendermonat September datiert aus dem Jahr 2012.
  • Am Ende krönte der bei Liverpool gescheiterte Neuzugang Christian Benteke eine irre Aufholjagd der Gäste und stürzte die Gastgeber noch tiefer in die Krise. In letzter Minute stand der Belgier nach einer Freistoßflanke goldrichtig und köpfte Palace zum nicht mehr für möglich gehaltenen Dreier.

Swansea City - Manchester City 1:3 (1:1)

Tore: 0:1 Agüero (9.), 1:1 Llorente (13.), 1:2 Agüero (65., FE), 1:3 Sterling (77.)

  • Im League Cup siegten die Citizens knapp, das war den Swans in den Anfangsminuten der Partie anzusehen. Die Gastgeber starteten mit Wut im Bauch und zwangen ManCity in die eigene Hälfte. Das hohe Pressing bedeutete allerdings Risiko. So konnte Agüero nach Angriff über rechts seine tolle Form mit einem frühen Treffer bestätigen.
  • Doch Swansea ließ sich nicht entmutigen und schlug durch Llorente nur zwei Minuten später zurück. Der Spanier setzte sich mit etwas Glück gegen Sagna durch und traf zum Ausgleich. Damit beendete er teilweise den Sturmlauf der Anfangsphase.
  • Anschließend lauerten die Waliser auf Konter, während die Gäste Spielanteile sammelten und damit das übliche Spielbild schufen. Doch die Pep-Elf, die im offensiven Mittelfeld immer wieder rotierte, fand dieses Mal kaum Wege in den Strafraum.
  • Somit musste ein Elfmeter die Entscheidung herbeiführen. De Bruyne zog in den Strafraum, spielte van der Hoorn aus und wurde von eben jenem gelegt. Agüero nutzte den fälligen Elfmeter im Panenka-Stil zum 1:2, Sterling machte nach kurzem Solo schließlich alles klar.
  • Pep Guardiola und seine Citizens sind damit weiterhin ungeschlagen und führen die Tabelle nach sechs Spieltagen deutlich mit 18 Punkten an.

FC Arsenal - FC Chelsea 3:0 (3:0)

Tore: 1:0 Alexis (11.), 2:0 Walcott (14.), 3:0 Özil (40.)

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  • Zehn Punkte hatten beide Teams bis zum 6. Spieltag gesammelt. Während Wenger nun Richtung Spitze schielen darf, muss sich Conte eine handfeste Krise attestieren lassen. Die Gunners fegten im Emirates regelrecht über ein planloses Chelsea hinweg und führten bereits zur Pause mit 3:0.
  • Die Tore waren dabei stellvertretend für das Spiel. Alexis eroberte den Ball hoch nach einem schlampigen Rückpass von Cahill und traf zum 1:0, Walcott erhöhte nach schöner Kombination und half Özil kurz vor der Pause beim 3:0 nach Konter.
  • Arsenal presste hoch, dominierte den Ballbesitz und setzte in den richtigen Momenten die Gegenangriffe. Chelsea dagegen zeigte einmal mehr Abstimmungsprobleme und große Lücken im Mannschaftsverbund. Die Blues kamen selbst nach dem Wechsel nicht ins Spiel.
  • Dabei ließen die Gunners Chelsea durchaus in die eigene Hälfte und gab sich mehr und mehr passiv. Conte stellte auf drei Mann in letzter Reihe um, brachte Pedro sowie Batshuayi, erreichte aber keinen Effekt. Er wird sich vor allem aufgrund des Spielverlaufs erklären müssen.

West Ham United - FC Southampton 0:3 (0:1)

Tore: 0:1 Austin (40.), 0:2 Tadic (62.), 0:3 Ward-Prowse (90.+2)

  • West Ham United rutscht immer tiefer in die Krise: Vier Niederlagen in Folge gab es in der Amtszeit von Slaven Bilic zuvor nie. Dadurch hängen die Hammers auf Rang 18 fest.
  • Die Saints zeigten sich gnadenlos effizient: zwei Schüsse aufs Tor, zwei Tore - so gewinnt man Spiele. Insgesamt schossen die Gäste sogar nur viermal auf das gegnerische Tor (West Ham 13). Der Sieg bedeutet, dass Southampton nach schwachem Saisonstart langsam klettert und nun auf Rang zehn steht.
  • Charlie Austin war einmal mehr der entscheidende Mann: Nach seinem Siegtreffer in der vergangenen Woche gegen Swansea erzielte er gegen West Ham das 1:0 selbst und legte das 2:0 auf. Seit seinem Premier-League-Debüt im August 2014 erzielte Austin genauso viele Tore wie Wayne Rooney (21) - und das mit 20 Einsätzen weniger.
  • West Ham hatte zuletzt in 13 Heimspielen in Folge mindestens einen Treffer erzielt, blieb diesmal jedoch torlos.
  • Virgil van Dijk klärte gegen die Hammers 15 Mal per Kopf - ligaweite Bestmarke der bisherigen Saison.

FC Burnley - FC Watford 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Hendrick (38.), 2:0 Keane (50.)

  • Magerkost in ersten Durchgang. Viele Fehlpässe prägten vor allem die erste Halbzeit. Es wurden nur drei Torschüsse notiert.
  • Der irische Nationalspieler Jeff Hendrick erzielte sein erstes Tor in der Premier League. Der Mittelfeldspieler kam im Sommer für elf Millionen Euro von Derby County.
  • Die beiden Tore der Clarets fielen nach Ecken. Steven Defour war jeweils der Vorlagengeber. Damit ist er erst der dritte Spieler in Burnleys Geschichte, dem in der Premier League zwei Assists in einem Spiel gelangen. Chris Eagles gegen West Ham (November 2009) und Steve Fletcher gegen Tottenham (Mai 2010) sind die anderen Beiden
  • In den letzten 15 Heimspielen kassierte Burnley lediglich sechs Gegentore. Auch heute hielt Tom Heaton seinen Kasten sauber, wurde von den Gästen allerdings auch kaum geprüft.
  • Burnley ist damit seit neun Spielen (5 Siege, 4 Remis) gegen Watford im eigenen Stadion ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert aus dem April 2004 (2:3).

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