Gunners-Brillanz! Arsenal fertigt Blues ab

Samstag, 24.09.2016 | 20:18 Uhr
Arsenal und Chelsea wollen sich möglichst um den Titel in der Premier League streiten
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Am 6. Spieltag der Premier League gewinnt der FC Arsenal mit 3:0 (3:0) gegen den FC Chelsea. Antonio Conte muss sich vor allem aufgrund des Spielverlaufs eine handfeste Krise attestieren lassen, während Wenger nach oben schielt.

Vor 60.028 Zuschauern im Emirates Stadium brachte Alexis Sanchez (11.) die Gunners in Führung. Der glänzend aufgelegte Theo Walcott (14.) und Mesut Özil (40.) steuerten die weiteren Treffer der ersten Halbzeit bei, in der Granit Xhaka für den verletzten Francis Coquelin eingewechselt wurde.

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In der zweiten Halbzeit gelang es den Blues trotz Umstellung von Conte nicht, Gefahr auszustrahlen. Zwar verschoben sich die Spielanteile, wirklich zwingend wurden die Gäste allerdings nicht. Mesut Özil und Shkodran Mustafi kamen über die volle Spielzeit zum Einsatz.

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Arsene Wenger setzt nach dem 4:1-Sieg über Hull auf die exakt gleiche Elf wie am letzten Spieltag.

Antonio Conte dagegen tauscht zumindest einmal. Cesc Fabregas kommt für den zuletzt bei der 1:2-Niederlage gegen Liverpool enttäuschenden Oscar.

Unter der Woche hatten beide Trainer im League Cup etwas rotiert und waren letztlich erfolgreich. Chelsea siegte 4:2 gegen Leicester, Arsenal 4:0 gegen Nottingham Forest.

11., 1:0, Alexis: Böser Fehler im Aufbau Chelseas. Cahill verliert den Ball gegen Alexis bei einem ganz schwachen Rückpass. Der Chilene geht dazwischen und bleibt dann cool vor Courtois.

14., 2:0, Walcott: Das war klassisches Arsenal. Kombination in der Mitte, Ball raus auf Bellerin, der wieder nach innen legt. Walcott ist alleine vor dem Tor und trifft aus kurzer Distanz.

21.: Hazard und Costa kombinieren sich am gegnerischen Strafraum entlang, der Belgier legt raus auf Willian. Dessen Schuss geht flach am langen Pfosten vorbei.

40., 3:0, Özil: Özil bekommt den Ball in der eigenen Hälfte und geht zusammen mit Walcott ins Zwei-gegen-zwei. Der Engländer entwischt seinen Gegner mit einem Diagonallauf, bekommt das Zuspiel, flankt und Özil bekommt ihn zurück zum überragenden Abschluss.

53.: Wieder wird schnell im Zentrum gespielt, um dann auf die rechte Seite raus zu verlagern. Walcott kann alleine mit Tempo in den Strafraum gehen, die Flanke ist dann aber etwas zu hoch für etwaige Abnehmer in der Mitte.

68.: Iwobi spielt raus auf Walcott, der Cahill mit dem ersten Kontakt alt aussehen lässt. Courtois wirft sich in den Schuss und verhindert den nächsten Treffer.

Fazit: Hochverdienter Sieg Arsenals, das Chelsea in der ersten Halbzeit beliebig dominierte. Die zweite Hälfte war etwas ausgeglichener, wirklich gefährlich wurden die Blues dennoch nicht.

Der Star des Spiels: Theo Walcott strotzte nur so vor Energie. Hier ein Tunnel, dort eine geniale Annahme. Dazu der Treffer zum 2:0 sowie die Vorarbeit nach perfekt getimtem Lauf zum 3:0 vom nicht minder schwachen Özil.

Der Flop des Spiels: Gary Cahill möchte man nicht die komplette Niederlage in die Schuhe schieben, wurde die Innenverteidigung doch oft auch einfach alleine gelassen. Doch er kam nicht nur oft zu spät, ließ Gegenspieler entschwinden, sondern leistete sich vor allem den folgenschweren technischen Fehler vor dem 1:0.

Der Schiedsrichter: Michael Oliver hatte kaum knifflige Situationen zu meistern. Zeigte die Verwarnungen im richtigen Moment und ließ sonst die lange Leine.

Das fiel auf:

  • Chelsea ließ sich von den Gunners weit zurückdrängen und fand so kaum mehr Entlastung. Die Viererkette stand eng am Sechzehner, Hazard und Willian verfolgten die gegnerischen Außenverteidiger. Vor drei zentralen Mittelfeldspielern lauerte Costa ganz alleine auf Konter.
  • Arsenal ließ diese aber mit gutem Gegenpressing und frühem Attackieren des Aufbaus nicht zu. Im Pressing nahm sich kein Spieler aus, was der Wenger-Elf hohe Ballbesitzanteile und kurze Laufwege verschaffte. Die wenigen hohen Bälle konnten Mustafi und Koscielny verteidigen.
  • Erst nach dem 2:0 fand Chelsea langsam Wege nach vorne. Dann wurde die enge Viererkette Arsenals immer wieder auf falschem Fuß erwischt, wenn Willian in der zweiten Welle des Angriffs in den Strafraum stieß. Wirkliche Kreativität ging aber ausschließlich von Hazard aus, was schlichtweg nicht für Gefahr reichte.
  • Diese erzeugte Arsenal hingegen über das Kollektiv. Das Team bewegte sich sehr frei im letzten Drittel, suchte die gegnerische Nähe und kombinierte - typisch Wenger - kurz und flach, um schließlich einen Dritten freizuspielen. Die Blues fanden so keine Zuordnung und liefen meist nur hinterher.
  • Insgesamt wirkte Chelsea relativ planlos. Wann wird der Spielaufbau attackiert? Wie hoch, wie sind die Abstände? Wer sichert wen? Alles Fragen, die unbeantwortet blieben oder schlicht schlampig ausgeführt wurden. Dass die Innenverteidiger dann am Ende nicht gut aussehen, ist auch Wirkung dessen.
  • Nach 55 Minuten ging Fabregas für Alonso und Conte stellte auf eine Dreierkette um. Einen echten Bruch erreichte er dadurch nicht mehr im Spiel, wenngleich Chelsea etwas verbessert wirkte. Gleichwohl ließ Arsenal etwas nach, agierte etwas passiver und verteidigte vor allem die Führung.

FC Arsenal - FC Chelsea: Daten zum Spiel

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