Montag, 12.01.2015

Koan Neuer, sondern Ronaldo

CR7 wieder Weltfußballer

Koan Neuer, sondern wieder der Alte: Die Fürsprache der versammelten Fußball-Prominenz hat Manuel Neuer nichts genutzt, der alte und neue Weltfußballer heißt Cristiano Ronaldo. Der Superstar von Real Madrid setzte sich erwartungsgemäß gegen den Bayern-Torwart und Lionel Messi vom FC Barcelona durch (Die ganze Ballon d'Or-Gala zum nachlesen im LIVE-TICKER).

Cristiano Ronaldo wurde zum dritten Mal Weltfußballer des Jahres
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Cristiano Ronaldo wurde zum dritten Mal Weltfußballer des Jahres

Dem deutschen Fußball blieb bei der feierlichen Gala am Montagabend im Kongresshaus Zürich wieder mal nur die Nebenrolle, wenn auch eine gewichtige. Bundestrainer Joachim Löw und Ralf Kellermann, Coach der Champions-League-Siegerinnen des VfL Wolfsburg, wurden zu den Weltbesten ihrer Zunft erklärt, Nationalspielerin Nadine Keßler zur Weltfußballerin des Jahres gekürt, und die FIFA-Weltauswahl ist gespickt mit drei Weltmeistern.

Neuer, dessen Bayern-Teamkollege Philipp Lahm und Toni Kroos (Real Madrid) vertreten in der von Tausenden Fußballern gewählten Elf den "vierten Stern" - neben Bayerns Arjen Robben und natürlich Superstar Ronaldo, der alles überragt.

"Er hat Spiele alleine entschieden, über seine Tore brauchen wir nicht zu sprechen", sagte Neuer anerkennend: "Er ist ein Weltklasse-Fußballer - und das weiß jeder von uns." Der Bayern-Keeper erhielt als Dritter 15,72 Prozent der Stimmen - hinter Ronaldo (37,66) und Messi (15,76).

Ronaldo erhält Trophäe zum dritten Mal

Zum dritten Mal nach 2008, damals noch im Trikot von Manchester United, und 2013 ist der 29-jährige Portugiese der beste Spieler des Planeten. Das war zu erwarten, beim Rekordmeister in München wurde es befürchtet.

"Jeder würde es Manuel gönnen, aber diese Ehrung ist eine subjektive Wertung", sagte Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer - und brachte damit Neuers größten Nachteil auf den Punkt.

Abgestimmt wurde von den Kapitänen, Nationaltrainern und Journalisten auf der ganzen Welt. In den Exoten-Ländern unter den 209 Mitgliedsverbänden der FIFA zählten Neuers überragende Leistungen auf dem Weg zum WM-Titel anscheinend weniger als Ronaldos starke Leistung in der Champions League und Primera Division.

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Löw Trainer des Jahres

Zum Sieg in der Königsklasse hatte der Portugiese 17 (!) Tore beigesteuert, natürlich Rekord. In der Primera Division erzielte der Portugiese bis Montagabend 26 Treffer in 17 Spielen. "Es war ein unglaubliches Jahr", sagte Ronaldo: "Man darf nicht von Rekorden besessen sein - aber ich werde immer versuchen, mich selbst zu übertreffen." Für die Wahl maßgebend waren die Leistungen bis zum 21. November 2014.

Von Loddar bis Messi: Die Weltfußballer seit 1991
Seit 1991 kürt die FIFA offiziell den Weltfußballer des Jahres. Den Anfang machte Lothar Matthäus, damals in Diensten von Inter
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Seit 1991 kürt die FIFA offiziell den Weltfußballer des Jahres. Den Anfang machte Lothar Matthäus, damals in Diensten von Inter
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1992 krönte sich Marco van Basten vom AC Milan zum besten Spieler des Planeten
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1992 krönte sich Marco van Basten vom AC Milan zum besten Spieler des Planeten
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Auch 1993 kam der Weltfußballer von einem italienischen Verein: Roberto Baggio von Juventus Turin
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Auch 1993 kam der Weltfußballer von einem italienischen Verein: Roberto Baggio von Juventus Turin
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Brasilien wurde 1994 Weltmeister, der Barca-Stürmer Romario traf fünf Mal und wurde zum besten Spieler der Welt gewählt
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Brasilien wurde 1994 Weltmeister, der Barca-Stürmer Romario traf fünf Mal und wurde zum besten Spieler der Welt gewählt
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Der bisher einzige Weltfußballer aus Afrika. George Weah zauberte für Paris St. Germain und wechselte dann zum AC Milan
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Der bisher einzige Weltfußballer aus Afrika. George Weah zauberte für Paris St. Germain und wechselte dann zum AC Milan
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1996 wechselte Ronaldo vom PSV Eindhoven zum FC Barcelona und wurde als bester Spieler der Welt ausgezeichnet
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1996 wechselte Ronaldo vom PSV Eindhoven zum FC Barcelona und wurde als bester Spieler der Welt ausgezeichnet
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Ein Jahr später wiederholte Ronaldo das Kunststück, mittlerweile im Trikot von Inter Mailand
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Ein Jahr später wiederholte Ronaldo das Kunststück, mittlerweile im Trikot von Inter Mailand
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1998 schoss Zinedine Zidane Frankreich zum Weltmeistertitel und wurde zum ersten Mal zum Weltfußballer gewählt
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1998 schoss Zinedine Zidane Frankreich zum Weltmeistertitel und wurde zum ersten Mal zum Weltfußballer gewählt
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Rivaldo vom FC Barcelona wurde der letzte Weltfußballer des vorigen Jahrtausends
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Nach einem Jahr Pause setzte sich Zinedine Zidane 2000 wieder die Krone des besten Fußballers auf
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Nach einem Jahr Pause setzte sich Zinedine Zidane 2000 wieder die Krone des besten Fußballers auf
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Luis Figo bekam den Ballon d'Or 2001 von Real Madrid-Legende Alfredo di Stefano (M.) überreicht
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Luis Figo bekam den Ballon d'Or 2001 von Real Madrid-Legende Alfredo di Stefano (M.) überreicht
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Die letzte Sternstunde von Il Fenomeno. Ronaldo machte Brasilien 2002 zum Weltmeister und sich zum dritten Mal zum Weltfußballer
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2003 war Zinedine Zidane mal wieder nicht zu stoppen. Der Franzose wurde zum dritten Mal als Weltfußballer ausgezeichnet
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2004 ist das Jahr von Ronaldinho. Der Barca-Star führte die Katalanen zum ersten Meistertitel seit 2000
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2004 ist das Jahr von Ronaldinho. Der Barca-Star führte die Katalanen zum ersten Meistertitel seit 2000
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Ronaldinho verteidigte 2005 seinen Titel. Nach einem fantastischen Auftritt im Bernabeu bejubelten ihn sogar die Fans von Real Madrid
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Als einziger Abwehrspieler schaffte es Fabio Cannavaro 2006 in die Phalanx. Auch dank seiner überragenden Leistungen wurde Italien Weltmeister in Deutschland
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2007 gab es zwei große Titel für Kaka. Mit Milan gewann er die Champions League und er selbst die Wahl zum Weltfußballer
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2007 gab es zwei große Titel für Kaka. Mit Milan gewann er die Champions League und er selbst die Wahl zum Weltfußballer
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Cristiano Ronaldo freute sich 2008 über die Trophäe für den Weltfußballer
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Cristiano Ronaldo freute sich 2008 über die Trophäe für den Weltfußballer
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Sechs Titel in einem Jahr waren Grund genug: Lionel Messi wurde Weltfußballer des Jahres 2009
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Sechs Titel in einem Jahr waren Grund genug: Lionel Messi wurde Weltfußballer des Jahres 2009
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2010 verteidigte der Dribbelkünstler aus Argentinien trotz enttäuschender WM seinen Titel
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2010 verteidigte der Dribbelkünstler aus Argentinien trotz enttäuschender WM seinen Titel
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Und auch 2011 war er der alles überragende Mann: Messi gewinnt zum dritten Mal in Folge den "FIFA Ballon d'Or"
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Und auch 2011 war er der alles überragende Mann: Messi gewinnt zum dritten Mal in Folge den "FIFA Ballon d'Or"
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Der vierte Streich hintereinander! Auch 2012 führt kein Weg am 91-Tore-Mann aus Argentinien vorbei.
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Der vierte Streich hintereinander! Auch 2012 führt kein Weg am 91-Tore-Mann aus Argentinien vorbei.
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Die fünfte Auszeichnung in Folge verhinderte Cristiano Ronaldo 2013 mit beeindruckenden 69 Toren
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Die fünfte Auszeichnung in Folge verhinderte Cristiano Ronaldo 2013 mit beeindruckenden 69 Toren
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Erfolgreiche Titelverteidigung: Ronaldo wird auch 2014 Weltfußballer - mit 62 Toren in 62 Spielen
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Erfolgreiche Titelverteidigung: Ronaldo wird auch 2014 Weltfußballer - mit 62 Toren in 62 Spielen
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2015 war dann wieder Lionel Messi dran und erhielt seinen fünften Ballon d'Or
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2015 war dann wieder Lionel Messi dran und erhielt seinen fünften Ballon d'Or
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Löw war da schon längst in den Trainer-Olymp aufgestiegen. Der Bundestrainer setzte sich dank des WM-Triumphes in Brasilien mit rund 36 Prozent der Stimmen gegen Ronaldo-Coach Carlo Ancelotti (22 Prozent) und Diego Simeone (19) von Atlético Madrid durch. "Das ist eine große Ehre, so etwas wie das Sahnehäubchen auf dem WM-Pokal", sagte Löw und fügte in Richtung seiner Weltmeister an: "Ihr seid weltklasse, und es ist ein Riesengeschenk, dass ich mit euch arbeiten darf."

Keßler gewinnt bei den Frauen

Bei den Frauen triumphierte zum fünften Mal eine deutsche Fußballerin. Vor Keßler waren Birgit Prinz (2003 bis 2005) und Nationaltorhüterin Nadine Angerer (2014) geehrt worden. "Ich bin sehr, sehr dankbar und stolz, hier zu sein", sagte Keßler, die sich gegen Brasiliens Idol Marta und Abby Wambach (USA) durchgesetzt hatte: "Beide sind außergewöhnliche Fußballerinnen."

Kellermann hielt wie Keßler in dem "überragenden Moment", als er den Preis für den besten Trainer eine Frauenmannschaft entgegennahm kurz inne und erinnerte an den tragischen Unfalltod des Wolfsburger Profis Junior Malanda. "Ich bitte um Verständnis, dass ich keine lange Rede halte", sagte er.


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