Gefangen in der Vorahnung

Sonntag, 11.01.2015 | 17:28 Uhr
Wird Manuel Neuer am Montag Weltfußballer? Es gibt eine gewisse Skepsis
© getty
Advertisement
PDC World Championship
Do14.12.
Wahnsinn im Ally Pally:
Die Darts-WM auf DAZN
Bundesliga
DiJetzt
M05 - BVB: Die Highlights des Stöger-Debüts
Super Liga
Partizan -
Roter Stern
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Real Madrid
Eredivisie
Groningen -
PSV
Coupe de la Ligue
Rennes -
Marseille
Coppa Italia
AC Mailand -
Hellas Verona
Eredivisie
Feyenoord -
Heerenveen
Premiership
Hibernian -
Rangers
Premier League
West Ham -
Arsenal
Coupe de la Ligue
Straßburg -
PSG
Premier League
Liverpool -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Everton (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Man United -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Man City (DELAYED)
Premier League
Tottenham -
Brighton (DELAYED)
Copa Sudamericana
Flamengo -
Independiente
Indian Super League
Pune -
Bengaluru
Coppa Italia
Lazio -
Cittadella
A-League
FC Sydney -
Melbourne City
Indian Super League
Kerala -
NorthEast Utd
Ligue 1
St. Etienne -
Monaco
Championship
Sheffield Wed -
Wolverhampton
Primera División
Sevilla -
Levante
Premier League
Leicester -
Crystal Palace
Premiership
Aberdeen -
Hibernian
Serie A
Inter Mailand -
Udinese
Premier League
Arsenal -
Newcastle
Championship
Sunderland -
Fulham
Primera División
Bilbao -
Real Sociedad
Ligue 1
Rennes -
PSG
Serie A
FC Turin -
Neapel
Premier League
Man City -
Tottenham
Primera División
Eibar -
Valencia
Championship
Cardiff -
Hull
Ligue 1
Caen -
Guingamp
Ligue 1
Dijon -
Lille
Ligue 1
Montpellier -
Metz
Ligue 1
Straßburg -
Toulouse
Ligue 1
Troyes -
Amiens
Premier League
Chelsea -
Southampton (Delayed)
Primera División
Atletico Madrid -
Alaves
Serie A
AS Rom -
Cagliari
Premier League
Stoke -
West Ham (Delayed)
Premier League
Brighton -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Watford -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Girona -
Getafe
Eredivisie
Sparta -
Feyenoord
Serie A
Hellas Verona -
AC Mailand
Eredivisie
Alkmaar -
Ajax
First Division A
Brügge -
Anderlecht
Ligue 1
Nantes -
Angers
Serie A
Bologna -
Juventus
Serie A
Crotone -
Chievo Verona
Serie A
Florenz -
Genua
Serie A
Sampdoria -
Sassuolo
Premier League
West Bromwich -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Villarreal
Ligue 1
Nizza -
Bordeaux
Premier League
Bournemouth -
Liverpool
Serie A
Benevento -
SPAL
Primera División
Las Palmas -
Espanyol
Primeira Liga
Sporting -
Portimonense
Primera División
Barcelona -
La Coruna
Serie A
Atalanta -
Lazio
Ligue 1
Lyon -
Marseille
Premier League
Everton -
Swansea
Primera División
Malaga -
Real Betis
Primeira Liga
Porto -
Maritimo
League Cup
Arsenal -
West Ham
League Cup
Leicester -
Man City
Coppa Italia
Neapel -
Udinese
Primera División
Levante -
Leganes
Coppa Italia
AS Rom -
FC Turin
Primera División
Getafe -
Las Palmas
First Division A
Mechelen -
Brügge
Coppa Italia
Juventus -
Genua
League Cup
Chelsea -
Bournemouth
Ligue 1
Amiens -
Nantes
Ligue 1
Angers -
Dijon
Ligue 1
Bordeaux -
Montpellier
Ligue 1
Guingamp -
St. Etienne
Ligue 1
Lille -
Nizza
Ligue 1
Marseille -
Troyes
Ligue 1
Metz -
Straßburg
Ligue 1
Monaco -
Rennes
Ligue 1
PSG -
Caen
Ligue 1
Toulouse -
Lyon
League Cup
Bristol City -
Man United
Primera División
Real Sociedad -
Sevilla
Indian Super League
Bengaluru -
Jamshedpur
Primera División
Eibar -
Girona
Primera División
Alaves -
Malaga
Indian Super League
Chennai -
Kerala
Serie A
Chievo Verona -
Bologna
Primera División
Real Betis -
Bilbao
Premier League
Arsenal -
Liverpool
Serie A
Cagliari -
Florenz
Primera División
Espanyol -
Atletico Madrid
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Serie A
Lazio -
Crotone
Primera División
Real Madrid -
Barcelona
Premier League
Everton -
Chelsea
Premiership
Kilmarnock -
Rangers
Serie A
Genua -
Benevento
Serie A
Neapel -
Sampdoria
Serie A
Sassuolo -
Inter Mailand
Serie A
SPAL -
FC Turin
Serie A
Udinese – Hellas Verona
Premier League
Man City -
Bournemouth
Championship
Sheffield Wed -
Middlesbrough
Serie A
AC Mailand -
Atalanta
Championship
Aston Villa -
Sheffield Utd
Eredivisie
PSV -
Vitesse
Premier League
Leicester -
Man United
Serie A
Juventus -
AS Rom
Premier League
Brighton -
Watford (DELAYED)
Premier League
West Ham -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Swansea -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
Stoke -
West Bromwich (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Huddersfield (DELAYED)
Eredivisie
Ajax -
Willem II
Premier League
Tottenham -
Southampton
Premier League
Boxing Day -
Die Konferenz
Championship
Burton Albion -
Leeds
Premier League
Liverpool -
Swansea
Premier League
Man United -
Burnley (DELAYED)
First Division A
Anderlecht -
Gent
Championship
Brentford -
Aston Villa
Premier League
West Bromwich -
Everton (DELAYED)
Premier League
Huddersfield -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Watford -
Leicester (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
West Ham (DELAYED)

Beim FC Bayern München wird die Meinung geteilt, dass bei der Weltfußballer-Wahl (ab 17.30 Uhr im LIVE-TICKER) kein Weg an Manuel Neuer vorbeiführt. Ungebremste Euphorie entfachen die Münchener aber nicht. Die Erfahrung macht den Bayern Sorgen. Nur Neuer selbst ist unbeeindruckt.

"Neuaaaaaaarrr!" "Neuuuaaaaar!" Immer wieder "Neuaaaaarrr!" Auf der Suche nach dem Fanliebling im Trainingslager des FC Bayern München im katarischen Doha wird man schnell fündig. Insbesondere für die einheimischen Kiebitze ist Manuel Neuer der Superstar schlechthin.

Natürlich finden sie auch Arjen Robben super oder Thomas Müller, den sie "Mullar" nennen. Selbstverständlich ist Katar-Botschafter Pep Guardiola, dem sie schon ein paar Mal aus Freundlichkeit ein "Viva Catalunia" zuriefen, ein willkommener Gast und Franck Ribery, der für sie nur "Bilal" heißt. Der Franzose nahm diesen Namen nach seiner Konvertierung zum Islam an.

Die größte Unterstützung genießt aber Neuer. Sobald der 28-Jährige in Sichtweite ist, hallt es an allen Ecken: "Neuaaaarr!" Beim Nachmittagstraining am Samstag gingen ein paar Kinder gar so weit, mitten im Training den Platz zu stürmen, um Neuer noch näher zu kommen oder die Chance zu ergreifen, ihn sogar einmal kurz zu berühren.

Ribery: "Neuer trainiert nie normal"

Nun war Neuer nie ein Freund großer Emotionen, um selbst große Begeisterung ob seiner exponierten Stellung an den Tag zu legen. Ein kurzes Zurückwinken ist nicht drin. Neuer arbeitet mit Towart-Trainer Toni Tapalovic extrem konzentriert und fokussiert, lässt sogar beim Spaß-Elfmeterschießen nach den Einheiten nicht locker.

"Für Manuel gibt es kein Training, in dem er sagt: 'Heute trainiere ich mal normal.' Er geht immer 100 Prozent und da ist es sogar im Training schwer für uns, ein Tor zu machen", sagt Teamkollege Ribery und schiebt hinterher: "Nur für mich nicht." Und lacht.

Neuer lässt sich auch nicht davon beeinflussen, dass derzeit viel über ihn geredet wird. Dass er möglicherweise am Montagabend zum weltbesten Fußballer gekürt wird, scheint Neuer nicht weiter zu beschäftigen. Er sieht die Situation pragmatisch: "Sagen wir so: Favorit bin ich sicher nicht. Die anderen beiden sind weltweite Marken, die haben da sicher Vorteile."

"Komische Stimmung in Zürich"

Fast kein Bayern-Profi äußerte sich in den letzten Tagen nicht über Neuer. Alle wünschen ihm Glück und verleihen ihrer Anerkennung Ausdruck. "Viel mehr kann man nicht machen, um Weltfußballer zu werden", sagt Ribery. Neuer sei seit "zwei, drei Jahren der beste Torhüter der Welt".

Aber Ribery selbst weiß, wie es laufen kann. Der Franzose stand selbst vor einem Jahr im Finale mit Cristiano Ronaldo und Lionel Messi und zog den Kürzeren. "Die Stimmung in Zürich ist komisch", sagt der Franzose mit ernster Miene. "Schauen wir mal."

Dass er nach seiner Final-Niederlage bestürzt war und gar in ein Leistungsloch fiel, lag nach eigenem Bekunden nicht daran, dass er verloren hatte, sondern an den Begleitumständen. "Die Fristen wurden plötzlich verlängert, es lief alles komisch ab. Ich habe meiner Frau gesagt: Ich gewinne das nicht."

Erinnerungen an letztes Jahr

Sportvorstand Matthias Sammer kann sich noch genau erinnern: "Wer die Reise-Delegationen der Klubs im letzten Jahr gesehen hat, wusste, dass die nicht angereist sind, um Platz 2 oder 3 zu feiern. Da war klar, wer gewinnt."

Real Madrid rückte damals mit einer größeren Delegation in Zürich an und feierte Sieger Ronaldo im Anschluss frenetisch.

Die Situation bremst die Bayern in ihrer Euphorie für Neuer und ein wenig hören sich die Münchener so wie viele ihrer Gegner an, die im Vorfeld der Spiele zwar durchaus selbstbewusst sind, aber insgeheim die Befürchtung haben, dass nichts zu holen ist. Sie sind gefangen in der Vorahung.

Thomas Müllers Aussage, auch wenn sie mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist, dient als Beispiel recht gut: "Die Variante, dass Cristiano Ronaldo den Titel holt, die wäre ja fast schon langweilig. Da sollte man vielleicht auch die Wahl hinterfragen - da könnte man ihm den Titel ja gleich per Post zuschicken."

"Ronaldo ist Favorit"

Beim FC Bayern teilt man das Selbstverständnis, dass aus sportlichen Gesichtspunkten an Neuer kein Weg vorbeiführt. Neuer war 2014 nicht nur der beste Torhüter, er interpretierte seine Position auch völlig neu. Dass er bei der Weltmeisterschaft auftrumpfte und in der Bundesliga-Hinrunde nur vier Gegentore kassierte, sind ebenfalls nachdrückliche Argumente für den Deutschen.

International sieht man die Rollenverteilung dagegen etwas anders. Iker Casillas, Torhüter von Real Madrid, findet es zwar "lächerlich", dass noch nie ein Torwart die Wahl gewann, für ihn führt aber dieses Jahr kein Weg an Cristiano Ronaldo vorbei: "Er hat es verdient. Wegen seiner Rekorde, seiner Tore und seiner entscheidenden Rolle."

Auch für Lothar Matthäus ist Ronaldo "Favorit", weil der Portugiese "Tore wie am Fließband" schieße: "Seine Leistungen sind einzigartig."

Pep Guardiola, der - ganz egal wie die Wahl ausgeht - in Neuer schon einen "Sieger" sieht, sagt auch, dass ein Feldspieler "mehr Möglichkeiten" habe, weil er eben Tore schießen und somit der Allgemeinheit stärker auffallen würde.

Ob Neuer gewinnt oder nicht, beim FC Bayern befürchtet man keine negativen Folgen, sollte der Welttorhüter nicht auch Weltfußballer werden. "Egal, wie es ausgeht: Manuel wird damit umgehen", sagt Sportchef Sammer.

Und egal, wie es ausgeht: "Neuaaar", bleibt in Doha der größte Liebling der Fans.

Der FC Bayern München im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung