Dienstag, 03.03.2015

Manager sieht Schalkes Catenaccio-Stil positiv

Heldt: "Team hat einen klaren Plan"

Nach der 0:3-Niederlage im Derby gegen Borussia Dortmund prasselte auf Schalke 04 viel Kritik ein, Königsblau hatte sich für eine extrem passive und destruktive Spielweise entschieden und kaum den Weg nach vorne gesucht. Im Gespräch mit Goal meldete sich jetzt Schalkes Manager Horst Heldt zu Wort und sprach, neben den Schalker Kaderplanungen, auch über die eigene Spielweise.

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"Jedem steht es zu, seine Meinung zu äußern. Und jeder, der ins Stadion geht, hat eine eigene Wahrnehmung und eine Erwartung an die Mannschaft. Das ist völlig in Ordnung. Es ist nicht das erste Mal, dass Schalke 04 für irgendetwas kritisiert wird", betonte Heldt und stellte weiter klar: "Wir haben ein System und wir haben einen Spielstil - unsere Mannschaft geht auf den Platz und hat einen klaren Plan."

Lediglich die Art und Weise der Umsetzung beschäftige die Menschen, doch Heldt stärkte Trainer Roberto Di Matteo weiter: "Wir haben vor seiner Zeit einfach viel zu leicht, zu viele Tore bekommen. Man schafft es eben nicht immer, mehr Tore zu schießen, als man kassiert. Deshalb war sein Ansatz, die Defensive zu stabilisieren und die Organisation zu verbessern, richtig und wichtig. Daran haben wir intensiv gearbeitet."

Dass Königsblau in den letzten sieben Ligaspielen nur vier Tore erzielen konnte, hat für den 45-Jährigen auch andere Gründe: "Ein großer Schwerpunkt ist, dass wir gerade im Offensivbereich viele langzeitverletzte Spieler haben, die eben den Unterschied ausmachen können. Wenn Julian Draxler, Jefferson Farfan oder Leon Goretzka monatelang ausfallen, dann ist das ein Problem für uns." Daher habe Di Matteo "nichts anderes gemacht, als aus dem vorhandenen Potenzial das Beste herauszuholen - was ihm gelungen ist."

Heldt: Muss sowas mental beseitelegen

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Darüber hinaus äußerte sich Heldt zur generellen Kader-Zusammenstellung, für die er selbst nach der Entlassung von Di Matteos Vorgänger Jens Keller heftig kritisiert worden war. Diese Zeit sei "natürlich nicht spurlos" an ihm vorüber gegangen, doch Heldt betonte: "Man muss es schaffen, so etwas mental beiseitezulegen. Sonst wäre es in meiner Position und mit dieser Verantwortung kaum möglich, dauerhaft seinen Job zu machen."

Gleichzeitig sei die Kritik an der Kaderzusammenstellung aber auch "ein probates Mittel, um sich selbst zu überprüfen". Ein Thema wird dabei in absehbarer Zeit Leihgabe Matija Nastasic. "Ich kann ihnen bestätigen, dass wir bei Matija eine Kaufoption haben, die allerdings an bestimmte Bedingungen geknüpft ist. Wir sind bislang mit dem, was er abgeliefert hat, sehr zufrieden", so Heldt.

Darüber hinaus bestätigte er: "Das Gute ist, dass wir im Vorfeld sowohl mit Manchester City als auch mit seinem Management und ihm schon alles ausverhandelt haben. Es wäre von großem Nachteil gewesen, dass, wenn er hier wie eine Bombe einschlägt, wir noch mit Manchester City verhandeln müssten. Dann hätten wir ein großes Problem."

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Kruse "sicher für viele interessant"

Ein weiterer möglicher Baustein in der Schalker Kaderzusammenstellung für die kommende Saison ist Gladbachs Max Kruse, an dem Königsblau dran sein soll. "Es nicht im Verborgenen geblieben, dass Max Kruse eine Ausstiegsmöglichkeit in seinem Vertrag haben soll. Er ist aufgrund seiner Fähigkeiten sicher für viele Vereine interessant. Er ist ein sehr guter Kicker, ein deutscher Nationalspieler", erklärte Heldt

Allerdings habe es bislang keinen Kontakt mit Kruse gegeben und generell fürchtet der Schalker Manager angesichts des Milliarden-Deals der Premier League für die TV-Rechte um die eigene Konkurrenzfähigkeit. So sei die Zentralvermarktung in Deutschland "richtig und wichtig, damit der Wettbewerb spannend bleibt. Im internationalen Vergleich ist das aber in der Tat ein großes Problem."

Spieler unterhalb der absoluten Weltklasse werden so "für Vereine aus der Bundesliga kaum mehr zu verpflichten sein, da sie sich gegen Konkurrenten wie zum Beispiel Stoke City finanziell nicht durchsetzen können. Da sehe ich viele Probleme auf die Vereine in Deutschland zukommen. Wir werden die Ronaldos oder Bales nicht zu Schalke holen können, aber in den Kategorien darunter müssen wir finanziell mithalten können."

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Adrian Franke

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