Kampf dem ewigen Pendel

Von Daniel Reimann
Donnerstag, 05.03.2015 | 18:15 Uhr
Roberto Di Matteo übernahm Schalke 04 im Oktober vergangen Jahres
© spox
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Insel-Gedränge! Schottland - England & Island - Wales
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

Roberto Di Matteo sollte bei Schalke 04 den Umbruch einläuten. Doch die Datenanalyse mit Hilfe von Opta zeigt: Die Transformation unter Jens Kellers Nachfolger gerät ins Stocken. Denn trotz diverser Fortschritte bleibt vor allem eins bestehen: Die Schalker Urkrankheit.

Seinen wichtigsten Auftrag hatte sich Roberto Di Matteo mit Amtsantritt im Oktober selbst gegeben. "An der defensiven Struktur müssen wir arbeiten", kündigte er an. Er sah in Schalke 04 eine "gute Mannschaft, die nach vorne viel Potenzial besitzt, aber in der Defensive einige Probleme hat." Er wollte diese Probleme abstellen, die Abwehr stabilisieren.

Di Matteo war bekannt, ja beinahe schon berüchtigt für seine zurückgezogene Spielweise, die auf geduldiges Verteidigen und ein strukturiertes Angriffsspiel ausgelegt ist. Den FC Chelsea führte er auf diese Weise - kombiniert mit einer gnadenlosen Effektivität - seiner Zeit zum Champions-League-Titel.

Fünf Monate später steckt Schalke in der ersten kleinen Krise unter Di Matteo. Nur einen Punkt holte Königsblau aus den letzten vier Spielen, der blutleere Auftritt im Revierderby warf Fragen auf. Wie weit ist der erhoffte fußballerische Wandel überhaupt schon fortgeschritten? Spiegelt sich der Umbruch in Zahlen wieder? Und hat sich unter dem neuen Trainer überhaupt viel zum Positiven verändert? SPOX bemüht mit Unterstützung von OPTA die Datenanalyse.

Dichtes Zentrum, weniger Gegentore

Der Italiener hat S04 ein neues Spielsystem verpasst, das auf den ersten Blick tatsächlich stabiler wirkt. Königsblau agiert in einem Hybrid aus 3-5-2 und 5-3-2. Bei eigenem Ballbesitz schieben die Außenverteidiger nach vorne und hinterlassen eine Dreierkette.

Im Spiel gegen den Ball wiederum bildet Schalke mit drei Innenverteidigern und zwei absichernden Sechsern ein eng besetztes Zentrum und treibt den Gegner auf die Flügel, wo die Außenverteidiger Druck auf den Ballführenden ausüben.

Die Bundesliga geht in die heiße Phase - Jetzt bei Tipico wetten!

Gegen spielerisch hochklassige Teams wie Chelsea, Dortmund oder Madrid offenbart das System noch immer enorme Lücken, doch fußballerisch unterlegene Gegner tun sich gegen Königsblau dadurch oft schwer.

Ein ebenso einfacher wie oberflächlicher Indikator für die Qualität der Schalker Defensivarbeit ist die durchschnittliche Anzahl an Gegentoren. Hier kann Di Matteo tatsächlich kleine Fortschritte aufweisen. Kassierte Schalke unter Jens Keller diese Saison noch wettbewerbsübergreifend 1,6 Tore pro Spiel, waren es unter dem neuen Coach nur noch 1,4.

Die durchschnittliche Position der Schalker beim 4:1 gegen Mainz

Gegnerische Effektivität leidet

Doch Schalkes Gegner erzielten gegen Di Matteo nicht nur durchschnittlich weniger Treffer, auch der dazu notwendige Aufwand ist gegen das "neue" Schalke größer. Reichten unter Kellers gesamter Amtszeit noch durchschnittlich 8,3 Schüsse des Gegners für ein Tor, benötigt man seit Di Matteos Antritt nun beinahe elf Schüsse pro Treffer.

Man kann es auf die mangelnde Effektivität gegnerischer Stürmer oder andere Faktoren schieben. Doch Di Matteos systemtaktische Ausrichtung ist zumindest einer der Gründe dafür. Denn dank der hinzugewonnenen Kompaktheit im Defensivzentrum bleiben dem Gegner oft nur qualitativ schlechtere Torchancen - zum Beispiel Abschlüsse aus der Distanz.

Darüber hinaus führt das konsequente Absichern bei eigenen Angriffen durch das Verteidigungs-Trio sowie mindestens einen der Sechser dazu, dass Schalke nicht mehr so oft in verheerende Unterzahl-Situationen gerät, wenn der Gegner nach Ballgewinn schnell umschaltet.

Passivität und Geduld

Ein weiteres klassisches Kennzeichen von Di Matteos Spielphilosophie hat sich bei Königsblau bereits vom ersten Tag an etabliert: Passivität. Reaktion statt Aktion. Di Matteo lässt sein Team aus einer kollektiven Zurückgezogenheit heraus agieren.

Dominanz durch Ballbesitz ist für den Italiener ein Fremdwort. Stattdessen zwingt er dem Gegner sein im Idealfall zermürbend-diszipliniertes Spiel gegen den Ball auf. Seit seiner Übernahme hat es Di Matteo damit geschafft, Schalkes durchschnittlichen Ballbesitzanteil pro Bundesligaspiel in dieser Saison von fast 54 auf 47 Prozent zu senken.

Geduld ist dabei das Zauberwort. Statt mit überfallartigem Gegenpressing will Schalke seinen Gegenüber durch hartnäckiges Anlaufen des Ballführenden und ausbalanciertes Zustellen der Passwege zu Fehlern zwingen. In unmittelbare Zweikämpfe stürzt sich die königsblaue Elf dadurch deutlich seltener. Unter Keller führte S04 saisonübergreifend 141 Zweikämpfe pro Spiel, während der durchschnittliche Wert unter Di Matteos Regie auf 128 gesunken ist.

Minimalistisches Angriffsspiel

Ein weiteres Stilmittel, das Di Matteo bei Chelsea bisweilen zur Perfektion getrieben hat, war eine minimalistische Effektivität im Angriffsspiel. Gerade gegen ebenbürtige Gegner investierten die Blues selten mehr als nötig im Angriffsspiel, um dann schon den kleinsten Fehler eiskalt zu bestrafen. Eine Tatsache, die unter anderem der FC Bayern im Finale dahoam auf bitterste Art und Weise erfahren musste.

Auch bei Königsblau lassen sich dahingehend Fortschritte erkennen - wenn auch nur in Ansätzen. In der laufenden Saison trifft Di Matteos Schalke beinahe genauso oft (1,3 Tore pro Spiel) wie in den ersten zehn Pflichtspielen unter Keller (1,4). Allerdings benötigt Schalke unter dem Italiener pro Spiel nur noch durchschnittliche 11,7 Schüsse dafür, während der Wert unter Keller noch bei 13,2 lag. Unter dem neuen Coach darf Schalke immerhin schon jeden neunten Torabschluss bejubeln.

Beeindruckend ist in diesem Zusammenhang vor allem die gesteigerte Siegesquote während der laufenden Saison. Keller gewann 2014/2015 lediglich zwei seiner zehn Pflichtspiele. Di Matteo hingegen triumphiert seit seiner Übernahme in 48 Prozent aller Partien. Ein Hauch von Effektivität hat der Italiener Schalke also offensichtlich schon einflößt.

Seite 1: Stabilität, Passivität, Effektivität - Ansätze von Di-Matteo-Fußball

Seite 2: Lücken, Standardschwächen und die Schalker Urkrankheit

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung