Freitag, 21.03.2014

Eintracht-Boss fordert volle Konzentration

Bender: "Abstieg wäre Super-GAU"

Eintracht Frankfurts Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Wilhelm Bender fordert nach den jüngsten Rückschlägen in der Bundesliga volle Konzentration auf den Nichtabstieg. Der Gang in die 2. Liga würde einen Teufelskreis in Gang setzen. In der Trainerfrage beansprucht er die Entscheidungshoheit für den Aufsichtsrat.

Dr. Wilhelm Bender (r.) fordert im Abstiegskampf volle Konzentration
© getty
Dr. Wilhelm Bender (r.) fordert im Abstiegskampf volle Konzentration

"Wir alle müssen daran arbeiten, dass es keine weitere Klatsche gibt, dass wir den Klassenerhalt sichern. Ein Abstieg wäre der Super-GAU", mahnte Bender in der "Bild" eindringlich. Nach der 1:4-Pleite gegen Freiburg geht am Main wieder die Abstiegsangst um, am Sonntag reist Frankfurt zum Kellerduell nach Nürnberg.

"Ich kann nur warnen", so Bender. Sollte die Eintracht doch noch durchgereicht werden und sich am Ende in der Zweitklassigkeit wiederfinden, gehe es "zuerst sportlich abwärts". Dann aber komme "ganz schnell die finanzielle Misere. Und anschließend der Verlust der gesellschaftlichen Reputation".

"Wahnsinnig angespannt"

Heribert Bruchhagen stärkte der 69-Jährige ausdrücklich den Rücken: "Bruchhagen ist der Fels in der Brandung. Er hat unser Vertrauen. Deshalb wurde sein Vertrag gerade verlängert." Jedoch leide der Vorstandsvorsitzende laut Bender "unheimlich unter der sportlichen Situation. Er ist wahnsinnig angespannt."

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Dieser Anspannung ist möglicherweise geschuldet, dass Bruchhagen Anfang des Monats eigenmächtig den Abschied von Trainer Armin Veh öffentlich machte. Bender betonte, dass sich dieser Vorfall nicht auf die Atmosphäre auswirke: "Es ist nicht der Moment, um Aufgeregtheiten zu produzieren. Veh und Bruchhagen stimmen in ihren sportlichen Überlegungen vollständig überein."

"Kann mir Drei-Millionen-Trainer nicht vorstellen"

Veh wird bei den Hessen im Sommer Geschichte sein. Bender betonte, die große Lösung für die Nachfolge sei nicht zu erwarten: "Ich kann mir einen Drei-Millionen-Trainer in unserer finanziellen Situation nicht vorstellen."

Der seit 2010 amtierende Aufsichtsratsvorsitzende stellte zudem klar, wer in der Trainerfrage das letzte Wort haben wird - nämlich das Gremium, dem er selbst vorsitzt: "Wir im Aufsichtsrat sind nicht die besseren Trainer-Prüfer. Aber wir haben die Aufsicht zu führen und entscheiden am Ende, ob es passt."

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Marco Nehmer

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