Dutt echauffiert sich über Brych

SID
Sonntag, 26.01.2014 | 19:27 Uhr
Robin Dutt sieht sich von Schiedsrichter Brych um den Sieg gebracht
© getty
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Robin Dutt fühlt sich betrogen. In Hamburg spricht man über den Abstieg. Jürgen Klopp zeigt sich nach dem Unentschieden gegen Augsburg enttäuscht. Auch Hoffenheim, Wolfsburg und Leverkusen hadern mit ihrer Leistung.

Hamburger SV - FC Schalke 04 0:3 (0:1)

Oliver Kreuzer (Sportchef Hamburger SV): "Das Problem ist nicht die Einstellung. Wenn man die Gegentore gesehen hat, die wir heute bekommen haben: Das sind Fehler, die auf Bundesliga-Ebene nicht passieren dürfen. So kann man kein Bundesliga-Spiel gewinnen. Wir haben viel und hart in der gesamten Vorbereitung gearbeitet. Aber es ist eben ein Unterschied, ob man in Abu Dhabi in einem leeren Stadion spielt oder hier. Es ist unglaublich, welche Fehler passieren und mit welch' mangelnder Entschlossenheit wir in die Zweikämpfe gehen. Das ist einfach zu wenig."

... über den Abstiegskampf: "Ich glaube schon, dass wir genügend Qualität haben, die Klasse zu halten. Aber dann müssen wir eben die Eigenfehler abstellen. Wir haben genügend Potenzial in jedem Mannschaftsteilen. Wir haben jetzt 16 Schlüsselspiele. Es war ein schlechtes Wochenende, aber ich bin mir sicher: Wir schlagen zurück."

... über mögliche Aktivitäten auf dem Transfermarkt: "Ich denke nein."

Jan Klaas Huntelaar (Schalke 04): "Wir haben heute als Mannschaft überragend gespielt: dominant, super aggressiv und fußballerisch gut nach vorne. Heute habe ich richtig Spaß am Fußball gehabt. So, wie wir heute gespielt haben, schaut es richtig gut aus für die Zukunft. Wir haben einfach von hinten nach vorne durchgespielt, meistens fußballerisch mit Kombinationen und nicht mit langen Bällen. Alle haben das super gemacht."

Werder Bremen - Eintracht Braunschweig 0:0 (0:0)

Robin Dutt (Trainer Werder Bremen): "0:0 ist deutlich zu wenig. Die Chancen waren ja da, wir haben aber den Druck nicht so hoch aufgebaut, dass ein Tor dabei herausgesprungen ist."

... über den aberkannten Treffer von Eljero Elia: "Kein Vorwurf hin oder her: Das ist nicht knapp, das ist ein halber Meter - das erwarte ich von einem Bundesliga-Schiedsrichter... Wenn man ein reguläres Tor wunderschön herausspielt und es wird nicht gegeben, kann ich jetzt nicht wieder sagen: Schiri, alles klar, du kannst mal 'nen Fehler machen."

Thomas Eichin (Geschäftsführer Sport Werder Bremen): "Ein Punkt zu Hause ist zu wenig, keine Frage - unabhängig davon, wer der Gegner ist. Das war ein leistungsgerechtes 0:0. Wir hatten in der zweiten Halbzeit gute Chancen, haben uns aber unerklärlich in die eigene Hälfte drücken lassen. Im Endeffekt bin ich zufrieden, dass wir noch einen Punkt gemacht haben."

... über den nicht anerkannten Treffer: "Ich habe es von der Bank aus nicht gesehen und bin davon ausgegangen, dass es ein korrektes Abseits war. Heute werde ich mich noch ein bisschen drüber ärgern, morgen ist es wieder vorbei."

Torsten Lieberknecht (Trainer Eintracht Braunschweig): "Für uns war der Punkt okay. Er lässt uns am Leben und lässt uns mit teilhaben an der engen Konstellation, der da unten drin herrscht. Wir hatten gute Passagen drin, die Torchancen waren da. Noch wichtiger war mir allerdings, dass wir zu Null gespielt haben. Das ist mit die wichtigste Basis, um über die gesamte Saison erfolgreich zu sein."

... über die Perspektive: "Wir sind weiterhin mehr als optimistisch. Man sieht, wie sich die Jungs entwickeln."

Eintracht Frankfurt - Hertha BSC 1:0 (1:0)

Alexander Meier (Eintracht Frankfurt): "Wir haben eine Hinserie ohne Heimsieg gespielt, da geht man nicht voller Selbstvertrauen in das erste Heimspiel. Ich denke, jetzt haben wir den Bann gebrochen. Man muss nur auf die Tabelle gucken, dann weiß man wie eng da unten alles ist, aber wenn wir in uns wie heute konzentrieren und die Defensive stabilisieren, kommt auch das spielerische Selbstvertrauen wieder."

Carlos Zambrano (Eintracht Frankfurt): "Ich glaube, dass ich meinen Ellenbogen eher in Richtung Hals geschoben habe. Ich wollte ihn fernhalten. Wenn das so aussieht, dass ich ihn im Gesicht getroffen habe tut mir das leid, ich sehe es nicht so, aber würde mich dann trotzdem entschuldigen."

Jos Luhukay (Trainer Hertha BSC): "Die Szene geht gar nicht. Er schlägt erst mit der linken Hand, dann mit dem rechten Arm. Patsch. Das ist zu 100 Prozent Elfmeter. Ich verstehe nicht, dass man das nicht sehen kann. Manchmal gewinnt man durch solche Momente, manchmal verliert man durch solche Momente. Heute hätte wir einen Elfmeter bekommen müssen, dann hätten wir unentschieden gespielt, das wäre verdient gewesen."

Armin Veh (Trainer Eintracht Frankfurt): "Das kann man so und so sehen. Carlos ist heißblütig, das ist sein naturell. Das ist auch wichtig bei einem Abwehrspieler. Ich weiß nicht wie oft die Hand bei Carlos im Gesicht war, deswegen möchte ich das nicht weiter kommentieren."

1. FC Nürnberg - 1899 Hoffenheim 4:0 (2:0)

Gertjan Verbeek (Trainer 1. FC Nürnberg): "Wenn man die Art und Weise sieht, wie wir gekämpft, Fußball gespielt, die Null gehalten und im richtigen Moment die Tore geschossen haben, dann haben wir überzeugend gewonnen und das auch zu Recht. Das war nicht unser bestes Spiel, aber wenn man dann 4:0 gegen Hoffenheim gewinnt, ist das okay."

Timothy Chandler (1.FC Nürnberg): "Die Erleichterung ist riesengroß. Erstes Spiel, erster Sieg, und dann auch noch 4:0 - aber auch das war vollkommen verdient. Wir freuen uns riesig."

Markus Gisdol (1899 Hoffenheim): "Ich hatte die Mannschaft eindringlich gewarnt, die Ergebnisse in der Vorbereitung nicht überzubewerten. Anscheinend sind einige Signale falsch interpretiert worden. Uns ist es nicht gelungen, eine stabile Leistung zu bringen. Nürnberg war in den Zweikämpfen und vor dem Tor entschlossener. Deshalb geht der Sieg in Ordnung. Wir haben Anschubfinanzierung geleistet."

Andreas Beck (1899 Hoffenheim): "Das war absolut desolat. Das hatte nichts zu tun mit dem, was wir uns in der Winterpause vorgenommen hatten. Das war auch nicht annähernd so eine Leistung, wie wir sie in den Testspielen vollbracht haben. Das war eine reine Kopfgeschichte, und das ist unverzeihlich. Nürnberg hat heute das gespielt, was wir spielen wollten."

Borussia Dortmund - FC Augsburg 2:2 (1:0)

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund) über das Spiel: "Wir hatten uns sehr viel vorgenommen, aber die Mannschaft hat das ab einem gewissen Moment zu verkrampft angelegt. Da war wenig Leichtigkeit im Spiel, die Freude an diesem wundervollen Spiel konnte ich ganz selten erkennen - beim Gegner immer mal wieder, weil ihm die Art und Weise Spaß gemacht hat, ein körperliches Spiel daraus zu machen. Wenn wir mal im Fluss waren, haben ihn taktische Fouls unterbrochen. Von Minute zu Minute hat meine Mannschaft mehr verkrampft. Es wurde nicht besser, sondern wild. Der Gegner hat es gut gemacht, aber uns ist heute komplett die Leichtigkeit abgegangen. Ich ziehe mir auch den Schuh an. Wir waren richtig heiß heute und wollten ein Signal setzen. Das haben wir nicht getan. Dass wir besser spielen können, steht völlig außer Frage. Das sollten wir dann auch tun."

Jürgen Klopp über die Blaszczykowski-Verletzung:"Wir haben nur Hiobsbotschaften. Das ist für uns eine Katastrophe, aber vor allem ist das für Kuba schrecklich. In irgendeiner Form passt das in diese Saison rein, es sollte aber auch mal der Schlusspunkt gewesen sein."

Markus Weinzierl (Trainer FC Augsburg): "Ich bin sehr glücklich. Wir haben tolle Moral gezeigt. In der Halbzeit haben wir uns gesagt, dass alles möglich ist, wenn wir nur daran glauben. Wir haben weitergemacht und sind dafür belohnt worden."

SC Freiburg - Bayer 04 Leverkusen 3:2 (1:2)

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Nach dreieinhalb Minuten stand es 1:0 für Leverkusen, das sind wir ja schon gewöhnt. Heute waren wir die glücklichere Mannschaft. Wir konnten mit aller Emotionalität und allen Kräften dagegenhalten. Das wäre im November oder Dezember bei allem Willen nicht möglich gewesen. Aber wir stehen noch vor einem wahnsinnig langen Weg."

Sami Hyypiä (Teamchef Bayer Leverkusen): "In der ersten Halbzeit war unsere Leistung okay. Dann haben wir uns zu viele Ballverluste geleistet und hatten sehr viele Konter gegen uns. Freiburg war gefährlich. Wir haben probiert zu gewinnen, dann kam der Konter von Freiburg."

VfL Wolfsburg - Hannover 96 1:3 (1:1)

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir hatten eine gute Anfangsphase, allerdings fehlte uns vorne die nötige Konsequenz. Wir wollten in der 2. Halbzeit weiter geduldig spielen, wurden nach dem Fehler vor dem 1:2 aber schnell bestraft. Kevin de Bruyne hat sich heute viel vorgenommen. Für den ersten Einsatz war es okay, aber wir hoffen noch auf eine Steigerung."

Tayfun Korkut (Trainer Hannover 96) nach seinem Debüt: "Man hat heute gesehen: Wenn wir zusammenhalten und die Mannschaft auf dem Platz eine hohe Solidarität zeigt, dann können wir mit Sicherheit unsere Punkte holen, auch auswärts." Über die Perspektive: "Das war jetzt das erste Spiel, wir haben noch die komplette Rückrunde vor uns. Klar ist es wichtig, dass man den ersten Schritt positiv macht. Aber es geht weiter. Die Mannschaft weiß das, sie ist bereit dafür, sie hat in den letzten Wochen unheimlich intensiv gearbeitet und hat das heute in großen Phasen des Spiels umgesetzt. Von daher muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment machen für das Vertrauen, und dass es heute so gut geklappt hat."

VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 1:2 (1:1)

Thomas Schneider (Trainer VfB Stuttgart): "Natürlich sind wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Nicht zum ersten Mal gab es wie beim ersten Gegentor ein Kommunikationsproblem zwischen Torwart und Innenverteidiger. Wir haben nicht so gespielt, wie es sich die Zuschauer gewünscht haben, daher auch die Pfiffe. Aber wir hatten auch Chancen."

Thomas Tuchel (Trainer FSV Mainz 05): "Es war ein sehr intensives Spiel, ich bin mit meiner Mannschaft absolut zufrieden. Wir haben mit dem Quäntchen Glück die Druckphasen in der zweiten Halbzeit überstanden. Unter dem Strich ist es ein glücklicher Sieg. Es ist aber schon eine Qualität von uns zu warten, zu lauern."

Borussia Mönchengladbach - FC Bayern München 0:2 (0:1)

Pep Guardiola (Trainer Bayern) zum Spiel: "Wir haben aus der Niederlage in Salzburg unsere Lehren gezogen. Deshalb haben wir gegen einen unglaublichen Gegner gut gespielt. Es ist nicht einfach, hier zu gewinnen. Wir haben das Spiel kontrolliert. Ich freue mich über unsere Leistung. Mittwoch haben wir die große Gelegenheit, mit drei weiteren Punkten unseren Vorsprung auszubauen."

Lucien Favre (Trainer Gladbach): "Bayern hat hervorragend gespielt, vor allem im Mittelfeld mit Thiago, Götze und Lahm. Nach 25 Minuten haben wir besser gespielt und hatten ein paar gute Möglichkeiten. Wenn wir ein Tor machen, weiß ich nicht, was passiert. Aber klar: Die Bayern waren stark. Wir hatten zu viele Ballverluste. Dann wird es schwer."

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