Samstag, 25.01.2014
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Bundesliga - 18. Spieltag

Eintracht feiert ersten Heimsieg

Am 18. Spieltag feiert Eintracht Frankfurt endlich seinen ersten Heimsieg. Mit einem 1:0 (1:0) gegen Hertha BSC verlassen die Hessen somit die Abstiegsränge. Die Berliner verpassen den Sprung auf den 5. Platz.

Die Eintracht feierte gegen Hertha BSC ihren ersten Heimsieg in dieser Saison
© Getty
Die Eintracht feierte gegen Hertha BSC ihren ersten Heimsieg in dieser Saison

Vor 42.000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena erzielte Alex Meier in der 35. Minute den Treffer des Tages. Somit feiert die Eintracht ihren ersten Heimsieg in dieser Saison. Hertha BSC verpasst durch die Niederlage den Sprung auf Platz 5.

In einem äußerst schwachen Spiel profitierten die Frankfurter von einem katastrophalen Patzer der Berliner in der ersten Hälfte.

Die Reaktionen:

Jos Luhukay (Trainer Hertha BSC): "Wir sahen in einem Moment sehr unglücklich aus. Der Ball fällt für Alexander Meier sehr glücklich und er straft das sehr kaltschnäuzig ab. Das war eigentlich ein typisches Null zu Null Spiel. Beide Mannschaften waren defensiv stabil. Frankfurt macht aus ganz wenig viel und gewinnt dadurch. Diese Niederlage wirft uns nicht um."

Armin Veh (Trainer Eintracht Frankfurt): "Insgesamt ein schwieriges Spiel. Man hat gesehen, dass uns die Ergebnisse von heute Nachmittag nicht gut getan haben. Die kriegt man natürlich mit. Es war ein schmutziger Sieg. Das ist ganz wichtig im Abstiegskampf, in dem wir stecken."

...über die Verunsicherung durch die Nachmittagsergebnisse: "Man fixiert sich immer auf sicher selber. Aber es sind ja keine Roboter, es sind Menschen, die kriegen das mit. Es sind junge Menschen, die kriegen das doppelt mit. Dadurch war es schwierig das Spiel durch zu kriegen, das wir vorhaben."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Eintracht-Coach Armin Veh überrascht mit Jan Rosenthal in der Spitze. Kadlec bleibt nur die Bank. Für Schröck und Flum beginnen Inui und Aigner - auch Alex Meier steht wieder in der Startelf. Russ spielt für Anderson in der Innenverteidigung, die beiden Neuzugänge Madlung und Weis stehen im Kader.


Keine großen Überraschungen von Jos Luhukay. Die Hertha kann wieder auf ihre Stamm-Innenverteidigung bauen. Langkamp kehrt zurück ins Team und läuft neben Lustenberger auf. Van den Bergh verteidigt für Kobiashvili links in der Viererkette, Niemeyer und Hosogai bilden die Doppelsechs und Ramos ist einzige Spitze.

15.: Erste Chance im Spiel. Allagui wird im Strafraum schön freigespielt, zieht zwei Mal auf und schließt dann mit links ab. Allerdings geht sein Schuss ein gutes Stück links am Kasten vorbei.

35., 1:0, Meier: Befreiungsschlag von Russ, Niemeyer tritt völlig unbedrängt über die Kugel und verwirrt so die komplette Hertha-Hintermannschaft. Dadurch ist Meier frei durch, bleibt vor Kraft cool und verwandelt mit rechts ins linke obere Eck.

51.: Eigentlich ein schlechter Ball von Aigner in die Spitze, aber Pekarik pennt, so dass Inui auf links ganz viel Platz hat. Doch der Japaner kann die Chance nicht nutzen und verdribbelt sich am Strafraum - da war deutlich mehr drin.

63.: Nach einer Ecke herrscht ein wenig Konfusion im Eintracht-Strafraum. Russ klärt per Kopf, doch Skjelbred köpft umgehend zurück. Ramos schleicht sich davon, kommt aber an den Ball nicht mehr ran.

88.: Gefühlt der erste Torschuss der Hertha. Konter über Pekarik, der von rechts flankt. Ramos kommt am zweiten Pfosten an den Ball und schließt ab - aber genau in die Arme von Trapp.

Fazit: Kein schönes Fußballspiel. Sinnbildlich führte ein katastrophaler Fehler zum einzigen Treffer der Partie - sonst wäre womöglich überhaupt kein Tor gefallen. Am Ende hatte die Eintracht einfach das Glück auf ihrer Seite.

Star des Spiels: Es war kein Spiel, in dem sich irgendein Spieler so wirklich aufdrängte. Aber als Schütze des goldenen Tores und eminent wichtige Anspielstation im Eintracht-Spiel verdient sich Alex Meier die Auszeichnung.

Flop des Spiels: Takashi Inui. Ganz, ganz schwacher Auftritt des kleinen Japaners. Gewann bis zu seiner Auswechslung in der 55. Minuten keinen Zweikampf (!) und hatte lediglich 20 Ballkontakte. Technisch eigentlich beschlagen, wirkt Inui derzeit total verunsichert. Schloss kein Dribbling erfolgreich ab - ihm fehlt deutlich das Selbstvertrauen. Traf fast immer die falschen Entscheidungen.

Der Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees zückte relativ schnell und früh die Gelben Karten. Allerdings waren alle auch vertretbar. In der 72. Minute mit der ersten kniffligen Szene, als Zambrano Ramos im Strafraum den Ellenbogen ins Gesicht schlug. Da kann man durchaus Elfmeter geben.

Das fiel auf:

  • Nominell bot Veh Rosenthal in der Spitze auf, doch der ehemalige Freiburger wechselte sich mit Alex Meier ab. Wobei Meier noch eher im Sturmzentrum zu sehen war. Bei gegnerischem Ballbesitz wurde aus dem 4-2-3-1 ein 4-4-2.
  • Beim Spielaufbau tat sich die Eintracht schwer. Meist übernahm Russ den Eröffnungspart und operierte mit weiten Bällen auf Meier, der dort aber einen schweren Stand hatte. Die Hertha war mehr um eine spielerische Linie bemüht, hatte aber mit der kompakten Defensive der Frankfurter einige Probleme.
  • Ein Spiel mit ganz wenigen Torchancen. Entweder agierten beide Teams im Spiel nach vorne im letzten Drittel zu unkonzentriert oder es fehlte generell an Ideen. Das Umschaltspiel der Hertha kam kaum zum Vorschein, weil die Eintracht wenig Risiko ging und den Berlinern meist das Spiel überließ.
  • In der zweiten Hälfte wurde es hektischer, was vor allem an Zambranos Temperament lag. Der Peruaner teilte ordentlich aus, musste aber auch einstecken. Hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn er in der 72. Minute nach dem Ellenbogenschlag vom Platz geflogen wäre.
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Eintracht Frankfurt - Hertha: Die Statistik zum Spiel

Florian Schimak

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Florian Schimak(Redaktion)

Florian Schimak, Jahrgang 1986, kam 2012 zu SPOX.com. Aufgewachsen im hessischen Darmstadt, zog es ihn nach dem Sport- und Germanistikstudium in Erfurt in die bayerische Landeshauptstadt. Ist seit März 2014 festes Mitglied der Redaktion und arbeitet hauptsächlich für das Fußball-Ressort, ist aber auch in Sportarten wie Handball oder Tennis zu Hause.

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