Eintracht Frankfurts toller Start

Freude an der Begeisterung

Von Fatih Demireli
Dienstag, 11.09.2012 | 17:02 Uhr
Eintracht Frankfurt hat den besten Saisonstart seit 13 Jahren hingelegt
© spox
Advertisement
2. Liga
Fr23:00
Die Highlights des Eröffnungsspiels
First Division A
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
West Ham
Premier League
Kamjanske -
Schachtjor Donezk
Emirates Cup
Arsenal -
Benfica
First Division A
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Partizan -
Javor
1. HNL
Rijeka -
Istra
Super Cup
Monaco -
PSG
Serie A
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
Real Madrid -
Barcelona
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Emirates Cup
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
Arsenal -
Sevilla
First Division A
St. Truiden -
Gent
Superliga
Bröndby -
Lyngby
Super Liga
Rad -
Roter Stern
Serie A
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Gremio -
Santos
Premier League
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
St. Pauli -
Stoke
Copa Sudamericana
Libertad -
Huracan
Club Friendlies
Villarreal -
Real Saragossa
UEFA Champions League
Basaksehir -
Brügge
Copa Sudamericana
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Santos -
Flamengo
Copa Sudamericana
Olimpia -
Nacional
Copa Sudamericana
Atletico Junior -
Deportivo Cali
Ligue 2
Lens -
Nimes
First Division A
Lüttich -
Genk
Ligue 1
Monaco -
Toulouse
Championship
Sunderland -
Derby
J1 League
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Celtic -
Hearts
Club Friendlies
Crystal Palace -
FC Schalke 04
Championship
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Liverpool -
Bilbao
Club Friendlies
Tottenham -
Juventus
Championship
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Metz -
Guingamp
Ligue 1
Montpellier -
Caen
Ligue 1
St. Etienne -
Nizza
Ligue 1
Troyes -
Rennes
CSL
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
Lille -
Nantes
Allsvenskan
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
SC Freiburg -
Turin
Ligue 1
Angers -
Bordeaux
Club Friendlies
Brighton -
Atletico Madrid
Championship
Bolton -
Leeds
First Division A
Anderlecht -
Oostende
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Hajduk
Club Friendlies
Inter Mailand -
Villarreal
Copa Libertadores
River Plate -
Guarani
J1 League
Shimizu -
Osaka
J1 League
Kobe -
Kashima
League Cup
Colchester -
Aston Villa
Copa Libertadores
Gremio -
Godoy Cruz
Club Friendlies
Sevilla -
AS Rom
Copa Libertadores
Botafogo -
Nacional

Eintracht Frankfurt ist mit zwei Siegen und vor allem mit zwei offensiv begeisternden Auftritten in die Bundesliga gestartet. Die neue Art und Weise hat Methode und war lange angekündigt. Die Eintracht verliert den Sinn an der Realität nicht, aber in der Mannschaft schlummert noch mehr Potenzial.

Zugegeben ist der 34. Spieltag noch weit weg, aber eigentlich darf man bei Eintracht Frankfurt den Klassenerhalt schon feiern. Das sagt die offizielle Statistik-Datenbank. Wer zum Auftakt zwei Mal in Folge gewinnt, steigt nicht ab. Zumindest ist das in der 50-jährigen Geschichte der Bundesliga bislang nur drei Mal passiert.

Zwei Siege in Folge scheinen für die Eintracht auf dem Weg zum Saisonziel also schon die halbe Miete zu sein, zumal die Auftritte der Hessen gegen Bayer Leverkusen und vor allem gegen 1899 Hoffenheim von beeindruckender Natur waren.

"Wir wehren uns nicht dagegen"

"Ich werde die Euphorie nicht bremsen. Ich wäre enttäuscht, wenn wir jetzt nicht Deutscher Meister werden", sagt Trainer Armin Veh. Natürlich mit einem Augenzwinkern und so ist auch die Statistik mit dem "fast sicheren Klassenerhalt", wie es die offizielle Bundesliga-Webseite nannte, zu verstehen.

Die Eintracht ist blendend gestartet, macht Lust auf mehr und lässt enormes Potenzial erkennen. In Frankfurt ist der Sinn für die Realität in den Wochen spielerischer Leckerbissen aber mitnichten verloren gegangen.

"Nach zwei Spieltagen besitzt die Tabelle nicht wirklich eine Aussagekraft", sagt Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler in der "Frankfurter Rundschau". "Wir wehren uns nicht dagegen, Tabellenzweiter zu sein. Wir können die Punkte gut gebrauchen. Aber eine Bilanz können wir erst nach zehn oder zwölf Spieltagen ziehen."

"Kein Harakiri"

Zeit für eine erste Bilanz ist es in der Tat noch nicht, aber zumindest eine Tendenz darf erkannt werden. Frankfurt gehört - Stand heute - zum Kreis der Klubs, die um den Klassenerhalt spielen dürften, allerdings ist die Methode dorthin nicht irgendeine. Freude an der Begeisterung heißt die Devise.

"Natürlich geht es in erster Linie um den Klassenerhalt - und den wollen wir so, auf diese spielerische Art erreichen", sagt Veh - mit dem Wissen, dass es mit dem Offensivgeist im Sinn auch mal in die andere Richtung gehen kann. Allerdings ohne extreme Auswüchse. Man spiele "ja kein Harakiri", sagt Veh.

Wenig Mittel, großer Ertrag

Dafür spielt man mit einer Mannschaft, die nicht zufällig überzeugt. Zwar gelang der Wiederaufstieg in die Bundesliga souverän, dennoch sah Veh die Notwendigkeit, für die Bundesliga nicht nur auf- sondern auch umzurüsten, um die "neue Eintracht" zu kreieren. Jünger, dynamischer, spielstärker. Die Idee hat den Sprung von der Theorie in die Praxis bemerkenswert schnell geschafft.

Bemerkenswert vor allem, da die Mittel für die Umrüstung begrenzt waren. Finanzielle Sprünge waren nicht drin, die Neuzugänge haben die Qualität dennoch deutlich gesteigert beziehungsweise den Schwerpunkt anderweitig gesetzt. Takashi Inui gehört in diese Kategorie.

Lange zog sich der Transfers des Japaners hin, in der finalen Phase der Verhandlungen mit dem VfL Bochum schaltete sich als Konkurrenz plötzlich der türkische Meister Galatasaray um das Werben ein. Das Rennen machte trotzdem Frankfurt - und Inui zeigt früh, was er kann.

Ligaspitze in der Statistik

Seine technische Finesse, das gutes Auge sowie die Gabe, Mitspieler gekonnt einzusetzen, erfreute schon das Bochumer Publikum. Veh hat das Potenzial seiner Mannschaft früh genug erkannt, so dass ihn der starke Beginn nicht überrascht hat: "Ich habe ja schon in den Vorbereitungsspielen gesehen, dass wir Fußball spielen können."

Jetzt bei betfair wetten: Verliert der HSV auch bei der Eintracht?

38 Mal schoss Frankfurt in zwei Spielen aufs Tor. Nicht mal der FC Bayern (35) kommt da trotz des 6:1-Siegs gegen den VfB Stuttgart mit. Frankfurts zehn Großchancen, die die Datenerfasser der DFL zählten, sind ebenfalls bis dato Ligaspitze. "Wir wollen das Risiko, wir wollen das Spiel machen und uns nicht hinten reinstellen", so Neuzugang Bastian Ozcipka.

So ein bisschen erinnert man sich an Borussia Mönchengladbach. Die Borussen legten ihr "Fast-Absteiger"-Dasein mit der Flucht zu mehr Ästhetik und spielerischen Elementen ab und etablierten sich mittlerweile als Europapokal-Kandidat. So weit ist Frankfurt bei Weitem noch nicht, aber der Anfang ist getan.

Noch Potenzial nach oben

Festzustellen ist, dass trotz starker Kader-Fluktuation nicht nur die Neuzugänge "schuld" daran sind, dass die Eintracht derzeit eine gute Figur abgibt. Das Gerüst, das den Aufstieg bewerkstelligte, ist eingespielt und befindet sich nun in der nächsten Entwicklungsstufe.

Sebastian Rode und Sebastian Jung sind Eigengewächse, die nicht nur in Frankfurt, sondern auch in der U-21-Nationalmannschaft noch einflussreicher zur Geltung kommen. Dazu hat man mit Sonny Kittel noch einen weiteren Youngster in der Hinterhand. Pirmin Schwegler ist da mit seinen 25 Jahren fast schon ein altes Eisen, aber auch er ist längst noch nicht am Ende seiner Entwicklung.

"Die Mannschaft hat einen guten Charakter, die neuen Spieler haben sich schnell eingefunden. Man spürt den Hunger bei jedem Einzelnen, sich weiter zu entwickeln", sagt Schwegler.

Ein Zustand der Hoffnung macht, dass der Aufschwung keine Momentaufnahme bleibt, sondern sich so einpendelt, dass man den anvisierten Klassenerhalt ohne große Bauchschmerzen schafft. Und Veh kann den verpassten Meistertitel dann wohl auch schneller wegstecken.

Hier gehts zum Bundesliga-Tippspiel

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung