Samstag, 29.03.2008

Die Stimmen zum 26. Spieltag

"Ich war ganz schön sauer"

München - Der 26. Spieltag der Bundesliga barg einige faustdicke Überraschungen. Dementsprechend redselig zeigten sich die Aktiven, die Experten und die Trainer.

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© Getty

Premiere-Experte Franz Beckenbauer über die Krise von Werder Bremen: "Irgendwann wird auch in Bremen mal der Rauch aufgehen. Die Abwehr ist der Schwachpunkt: 38 Gegentore nach 26 Spieltagen ist unteres Drittel der Bundesliga. Wenn die Bremer weiter oben dabei bleiben wollen, dann müssen sie dieses Problem lösen."

Über den Punktverlust des FC Bayern in Nürnberg: "In Nürnberg tut man sich nie leicht, das ist ein Lokalderby. Nach zehn, 15 Minuten hat man das Spiel aus der Hand gegeben, die Nürnberger haben das dankend angenommen. Nach der Pause tut man sich dann schwer, den Hebel umzulegen. Gegenüber dem 0:3 in der Vorsaison war es aber eine Steigerung." 

Über den Abstiegskampf: "Die Underdogs wehren sich, sie sammeln Punkte. Da kommt Leben rein. Aus der Viererbande ist nach der Rostocker Heimniederlage eine Fünferbande geworden. Die werden den Abstieg unter sich ausmachen."

Thomas von Heesen (Trainer 1. FC Nürnberg) nach dem 1:1 gegen den FC Bayern: "Wir haben heute all das gesehen von unserer Mannschaft, was man sich in einer solchen Situation erwarten darf. Leider sind wir am Ende nicht belohnt worden. Die Mannschaft ist intakt. Wir sind auf dem absolut richtigen Weg."

Ottmar Hitzfeld (Trainer FC Bayern München) nach dem 1:1 in Nürnberg: "Wir haben einen schlechten Tag gehabt. Die Nationalspieler sind total übermüdet zurückgekommen und haben heute kein Bein auf den Boden gebracht. Wir haben nicht gut kombiniert und hatten spielerische Schwächen."

Über die Doppel-Belastung seiner Nationalspieler: "Die Länderspiele am Mittwoch haben unheimlich viel Substanz gekostet. Es geht aber nicht, dass man in der Nationalmannschaft ein, zwei Kilometer mehr läuft als beim FC Bayern. Da war ich ganz schön sauer in der Halbzeit. Und das werde ich noch ganz klar zur Ansprache bringen vor der Mannschaft."

Uli Hoeneß (Manager FC Bayern München): "So, wie die anderen heute gespielt haben, war das ein perfekter Spieltag. Die Situation hat sich nicht verschlechtert, sondern gegenüber zwei Vereinen sogar verbessert. Bei ausstehenden fünf Heimspielen und drei Auswärtsspielen müsste schon noch viel passieren, dass wir noch straucheln."

Huub Stevens (Trainer Hamburger SV) über den Platzverweis von David Jarolim: "So etwas tut man nicht. Ich bin nicht angefressen, sondern enttäuscht."

Michael Frontzeck (Trainer Arminia Bielefeld) nach dem 1:1 beim HSV: "Wir laufen jetzt schon einige Zeit drei Punkten hinterher. Wir wollen mit dem einen Punkt heute nicht unzufrieden sein, aber es ist schade für die Mannschaft. Eigentlich hätte sie gewinnen müssen."

Thomas Schaaf (Trainer Werder Bremen) nach der 1:2-Heimniederlage gegen das bisherige Schlusslicht MSV Duisburg: "Ich habe keine Erklärung. Wenn man gesehen hat, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, dann ist das indiskutabel. Wir werden hart mit uns ins Gericht gehen, keine Frage."

Per Mertesacker (Werder Bremen) nach der Heimpleite: "In der ersten Halbzeit haben wir total leblos gespielt. Das haben wir alles verpasst, was wir uns vorgenommen haben."

Klaus Allofs (Manager Werder Bremen) über die Formkrise: "Eine Analyse unmittelbar nach dem Spiel ist sehr schwierig. Wir sind sehr enttäuscht. Es ist schon verwunderlich, dass wir momentan in einer so schlechten Form sind. Wir hatten genügend Zeit, das Champions-League-Aus abzuhaken und uns auf das letzte Drittel der Saison in der Bundesliga zu konzentrieren. Das ist uns bisher nicht gelungen. Im Abwehrbereich machen wir eine Menge Fehler, die man sonst von unseren Spielern nicht kennt."

Über die gefährdete Champions-League-Qualifikation: "In der Tabelle wird es sehr eng, aber der Blick auf die Tabelle macht mich nicht so unruhig, sondern vielmehr die Art und Weise, wie wir derzeit spielen. Da müssen wir den Hebel ansetzen."

Friedhelm Funkel (Trainer Eintracht Frankfurt) nach dem 2:0-Sieg in Leverkusen: "Wir wollen erst mal unser ausgegebenes Ziel erreichen, nämlich 45 Punkte zu holen. Wir sind jetzt bei 42, uns fehlen also noch drei Punkte. Wer weiß, wann wir sie holen. Bevor wir die nicht geholt haben, geben wir keine neue Zielsetzung aus."

Sebastian Kehl (Borussia Dortmund) nach dem 3:3 in Bochum: "Der Punkt hier ist viel zu wenig. Wir haben heute zwei Punkte verloren."

Stefan Kuntz (Manager VfL Bochum) über seine Vertragsauflösung: "Die Eckpunkte sind geklärt, es ist nur noch eine Formulierungssache in ein, zwei Punkten. In den nächsten Tagen werden die geklärt sein."

Über die Gründe für die Vertragsauflösung: "Die Gespräche, die wir über eine Vertragsfortführung geführt haben, haben keine Basis ergeben. Dann macht es keinen Zweck, wenn man so unterschiedliche Positionen vertritt."

Über seinen möglichen Wechsel zum 1.FC Kaiserslautern: "Das war nicht der Grund. Als ich beim VfL gemerkt habe, dass es wahrscheinlich auseinandergeht, habe ich mich mit Zustimmung des VfL-Aufsichtsrates einmal mit den Vertretern des 1. FCK getroffen. Wenn der Auflösungsvertrag unterschrieben ist, werden wir sicherlich noch einmal nähere Gespräche führen."


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