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NFL Starter-Serie: Colts, Texans, Titans, Jaguars - die AFC South

Deshaun Watson und die Houston Texans bekommen es 2020 mit wiedererstarkten Indianapolis Colts zu tun.

Die Colts gehen in die dritte Saison von Head Coach Frank Reich und und haben bislang einmal die Playoffs erreicht (2018) und einmal verpasst (2019). Der gravierende Unterschied in beiden Saisons war zweifelsohne der Quarterback. 2018 noch hatte Andrew Luck das Ruder fest in der Hand, im Vorjahr jedoch kämpfte man sich aufgrund des überraschenden Luck-Rücktritts mit Jacoby Brissett und Brian Hoyer durchs Jahr und merkte, dass dies nicht reicht.

Insofern könnte die Verpflichtung von Philip Rivers nun den Unterschied ausmachen. Rivers, der erstmals seit Jahren wieder mit einer äußerst stabilen Offensive Line auflaufen wird, könnte mit neuem Team vielleicht sogar nochmal einen zweiten Frühling erleben. Er ist zwar nur eine kurzfristige Lösung mit seinen 38 Jahren, aber ein klares Upgrade zum Vorjahr.

Indianapolis Colts: Starter-Projection Offense

PositionSpielerPositionSpieler
Quarterback:Philip RiversLeft Tackle:Anthony Castonzo
Running Back:Marlon MackLeft Guard:Quenton Nelson
Wide Receiver:TY HiltonCenter:Ryan Kelly
Wide Receiver:Michael Pittman Jr.Right Guard:Mark Glowinski
Slot-Receiver:Parris CampbellRight Tackle:Braden Smith
Tight End:Jack Doyle

Indianapolis Colts: Starter-Projection Defense

PositionSpielerPositionSpieler
Edge:Kemoko TurayCornerback:TJ Carrie
Defensive Tackle:DeForest BucknerCornerback:Xavier Rhodes
Defensive Tackle:Grover StewartSlot-Cornerback:Rock Ya-Sin
Edge:Justin HoustonSafety:Khari Willis
Linebacker:Darius LeonardSafety:Malik Hooker
Linebacker:Anthony Walker

Colts-Kader: Stärken, Schwächen und Beobachtungen

  • Die Offensive Line der Colts ließ im Vorjahr eine Adjusted Sack Rate von 6 Prozent zu. Zum Vergleich: Die der Chargers lag bei 6,2 Prozent. Auf den ersten Blick also dürfte der Qualitätsunterschied zwischen beiden O-Lines nicht allzu groß sein, was den Optimismus bezüglich Rivers etwas schmälert. Aber: Laut Next Gen Stats hatte Rivers sehr viel weniger Zeit zum Werfen (2,63 Sekunden) als zum Beispiel Brissett (2,93 Sekunden) im Vorjahr, was dazu beigetragen hat, dass Rivers im Endeffekt so viele Fehler machte. Brissetts 2,93 Sekunden im Schnitt waren im Übrigen die zweitmeiste Zeit, die ein QB im Vorjahr in der NFL zum Werfen bekam (Kirk Cousins: 3,01 Sekunden).
  • Damit einhergehend wird es Rivers aber auch helfen, dass er bei den Colts wohl deutlich mehr über kurze Pässe kommen kann als bei den Chargers. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Colts-Offense und Rivers kann diese mit seiner Übersicht noch beschleunigen. Auch so ein Defizit von Brissett.
  • Durch die Zweitrundenpick Michael Pittman haben die Colts nach Jahren wieder eine echte Nummer 2 hinter TY Hilton im Receiving Corps. Das wiederum gibt Rivers nicht nur vier formidable Anspielstationen - inklusive Tight End -, sondern nimmt Campbell auch ein wenig aus der Schusslinie. Dieser kann sich somit im Slot freier entfalten als in seiner Rookie-Saison und bringt guten Endspeed mit, der gut zu Hilton passt, der vor allem über seine Geschwindigkeit kommt, aber auch sehr sichere Hände hat und Rivers' Spiel entgegen kommt.
  • Spannend wird zu sehen sein, wie letztlich die Rollenverteilung im Backfield aussieht. Hier nehmen sich Mack und Zweitrundenpick Jonathan Taylor zunächst nicht viel. Beide sind eher reine Läufer als wahre Bedrohungen im Passspiel. Mack allerdings geht in sein finales Vertragsjahr, könnte somit bald obsolet sein, wenn Taylor, der vom Potenzial her mehr bietet, früh produziert.
  • Die Colts haben das Personal, um gerade in offensichtlichen Lauf-Downs auch mit 12-Personnel aufzulaufen, also zwei Tight Ends aufzubieten. Mit Trey Burton kam dazu ein Blocking-Spezialist, der aber gerade in der Red Zone auch eine stabile Anspielstation darstellt - oder auch wie beim "Philly Special" mal selbst einen Pass werfen kann ...

  • Defensiv waren die Colts im Vorjahr Durchschnitt (2,3 Prozent DVOA, Platz 17). Um die Gesamtsituation zu verpassen, wurde daher kräftig aufgestockt. Allen voran kam mit DeForest Buckner ein Verteidiger, der an der Front sowohl für Inside Pressure sorgen als auch als Run-Stopper aushelfen kann. Dahinter wartet wie immer Tackle-Maschine Darius Leonard. Die Colts legen schematisch eine hohe Priorität auf die Defensive Line und spezifisch auf den Posten des 3-Technique, den Buckner jetzt übernimmt.
  • Die Secondary bekam durch Xavier Rhodes mehr Erfahrung, obgleich dieser im Vorjahr ein gutes Stück von seiner Paradeform entfernt war, was letztlich zu seinem Abgang aus Minnesota geführt hat. Rhodes ersetzt damit Pierre Desir, den die Colts gehen ließen - ob der Ex-Viking ein echtes Upgrade darstellt, bleibt abzuwarten.
  • Auf Safety wiederum drängt Drittrundenpick Julian Blackmon auf seine Chance, während Hooker in sein viertes und finales Vertragsjahr geht, da seine Fifth-Year-Option nicht gezogen wurde. Er spielt also schon jetzt um seinen Job in Indy.
  • Kein Starter, aber dennoch ein wichtiger Bestandteil dieses Teams ist Kicker Adam Vinatieri. Dieser hat aktuell keinen gültigen Vertrag, möchte jedoch noch eine 25. Saison dranhängen. Nach einer Knieoperation und der eingeschränkten Reha aufgrund der Coronavirus-Pandemie steht jedoch nicht fest, ob er nun zum Saisonstart fit sein wird. Daher bahnt sich fürs Camp ein Duell um die Kicker-Rolle an. Chase McLaughlin tritt an gegen Rookie Rodrigo Blankenship, der auf dem College (Georgia) für seinen extrem starken Schuss bekannt war. Beide kämpfen somit auch um einen eventuellen Platz auf der Practice Squad als Reserve, falls der 47 Jahre alte Stammhalter nicht durch die Saison kommen sollte. Die Kick-Offs wiederum dürfte weiterhin Punter Rigoberto Sanchez übernehmen.
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