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NFL Starter-Serie: Colts, Texans, Titans, Jaguars - die AFC South

Deshaun Watson und die Houston Texans bekommen es 2020 mit wiedererstarkten Indianapolis Colts zu tun.

Erstmals seit 2002 erreichten die Titans wieder das AFC Championship Game, nachdem sie durch einen fulminanten Schlussspurt eine Wildcard ergattert hatten. Hauptgrund für diesen Höhenflug war zweifelsohne Quarterback Ryan Tannehill, der wie Running Back Derrick Henry - beide hatten auslaufende Verträge - auch 2020 im Team stehen wird.

Andernorts wiederum gab es durchaus Veränderungen auf Schlüsselpositionen. Der Championship-Game-Run des Vorjahres aber dürfte zumindest mal Head Coach Mike Vrabels Standing in Nashville nachhaltig gefestigt haben. Nun gilt es, den Vorjahreserfolg aber auch zu bestätigen - oder wird hier eine Eintagsfliege entlarvt?

Tennessee Titans: Starter-Projection Offense

PositionSpielerPositionSpieler
Quarterback:Ryan TannehillLeft Tackle:Taylor Lewan
Running Back:Derrick HenryLeft Guard:Rodger Saffold
Wide Receiver:Corey DavisCenter:Ben Jones
Wide Receiver:AJ BrownRight Guard:Nate Davis
Slot-Receiver:Adam HumphriesRight Tackle:Dennis Kelly
Tight End:Jonnu Smith

Tennessee Titans: Starter-Projection Defense

PositionSpielerPositionSpieler
Defensive End:Jeffery SimmonsEdge:Vic Beasley
Nose Tackle:DaQuan JonesCornerback:Adoree' Jackson
Defensive End:Jack CrawfordCornerback:Malcolm Butler
Edge:Harold LandrySafety:Kenny Vaccaro
Linebacker:Rashaan EvansSafety:Kevin Byard
Linebacker:Jayon Brown

Titans-Kader: Stärken, Schwächen und Beobachtungen

  • Tannehills Mobilität und der vermehrte Einsatz von Play Action haben dafür gesorgt, dass das Passspiel der Titans explosiver auftrat als es die Offensive Line suggerierte. Selbige ließ eine Adjusted Sack Rate von erschreckenden 11,2 Prozent zu - mit deutlichem Abstand der schlechteste Wert der Liga. Erschwerend hinzu kommt nun, dass mit Jack Conklin einer der besten Right Tackles der NFL abgewandert ist. Dennis Kelly war im Vorjahr noch Backup und muss nun große Fußstapfen füllen.
  • Entsprechend wird es auch spannend zu sehen, wie sich diese Veränderung aufs Laufspiel auswirkt. Die O-Line der Titans, so durchwachsen sie auch im Pass-Blocking war, glänzte umso mehr im Run-Blocking - 4,65 Adjusted Line Yards stehen hier zu Buche (Platz 4 in der Liga).
  • Grundsätzlich brauchen die Titans und Tannehill für ihre Offense Zeit zum Werfen, denn gerade Brown kommt besonders mit seinem Speed zur Geltung, wie vor allem die vergangenen Playoffs eindrucksvoll gezeigt haben. Tannehill hatte im Schnitt 2,9 Sekunden zum Pass - der fünftbeste Wert der Liga. Eben aufgrund der vielen Play-Action-Plays und dank seiner Mobilität.
  • Die Frage ist jedoch, inwieweit Tannehill sein sehr hohes Niveau halten kann. Der QB legte in seinem ersten Jahr in Tennessee ein für seine Verhältnisse schier unglaublich hohes Niveau an den Tag und belegte allein mit seinem Total QBR von 62,2 den neunten Rang in der Liga. Darüber hinaus toppte er durch die Bank diverse Bestmarken aus seinen sechs Spielzeiten (2017 verpasste er verletzt komplett) in Miami. Nun muss zumindest bezweifelt werden, ob dies nun seine neue Baseline ist oder doch nur eine sehr positive Anomalie.
  • Was Henry, das Workhorse dieses Teams, angeht, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Sein Workload 2019 überstieg alles, was er bis dahin geleistet hatte. Er kam allein in der Regular Season auf 303 Carries (215 im Jahr davor) und legte in den Playoffs nochmal 83 drauf. Offensive Coordinator Arthur Smith kündigte daher bereits an, den Fuß bei Henry je nach Spielsituation vom Gas zu nehmen. Mit Darryton Evans wurde entsprechend ein Running Back recht früh im Draft (3. Runde) gezogen, der womöglich auch Henrys Nachfolger werden könnte, sollte dieser im kommenden Jahr als Free Agent gehen. Plus: Ein möglicher Einbruch bei Tannehills Leistungskurve würde auch direkt Henry betreffen.
  • Ein wichtiger Aspekt dieser Offense, der im Vorjahr auch verletzungsbedingt zu kurz kam, war Slot-Receiver Humphries. Mit nur 37 Catches (47 Targets) war er kein großer Faktor dieser Offense. Will man letztlich mit der guten Konkurrenz Schritt halten, sollte man diese offensichtliche Stärke besser einsetzen und ihn in Gang bekommen. Mit Humphries als größerem Teil dieser Offense wäre man eventuell auch weniger auf erfolgreiche Deep Balls angewiesen, die in aller Regel nicht immer ankommen und eben dann für Druck bei den weiteren Downs sorgen.

  • In der Defense wiederum hoffen die Titans auf eine volle Saison von Jeffery Simmons, der seine Rookie-Saison auf IR begonnen hatte. In der zweiten Saisonhälfte dann zeigte er zumindest schon mal Ansätze von dem, was er bei voller Fitness liefern kann. Da die Titans ihre langjährige D-Line-Säule Jurrell Casey per Trade nach Denver abgegeben haben, rutscht Simmons automatisch in eine größere Rolle.
  • In der Front Seven kam es zudem zu einigen Umbauarbeiten. Jack Crawford soll die D-Line verstärken, während der Pass-Rush durch Vic Beasley, der wie Crawford aus Atlanta kam, aufgefrischt werden soll. Gerade der Pass-Rush schwächelte im Vorjahr und sorgte für gehörigen Druck auf die Secondary, wo die Defizite der Titans-Defense offenbar wurden (11 Prozent DVOA gegen den Pass/Platz 21).
  • Die Secondary steht an sich, doch wirft sie ein großes Fragezeichen auf: Wer spielt im Slot? Im Vorjahr war dies noch eindeutig Logan Ryan, der aber mittlerweile Free Agent ist und sich mit seinen Gehaltsforderungen selbst ins Abseits gestellt hat. Insofern bleibt diese Planstelle zunächst offen. Kandidaten gibt es allerdings zu Genüge. Adoree' Jackson könnte übernehmen, womit Neuzugang Johnathan Joseph (Houston) auf dessen linke Seite rücken würde. Rookie Kristian Fulton (2. Runde) wäre eine weitere Alternative, ebenso Backup-Safety Amani Hooker. Außenseiterchancen hat darüber hinaus Siebtrundenpick Chris Jackson.
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