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NFL Free Agency 2020 Recap: Slay zu den Eagles - Rams entlassen Gurley

Von Jan Dafeld
Darius Slay (l.) spielt ab sofort für die Eagles.

Der vierte Tag der Free Agency verlief etwas ruhiger als die Vortage und dennoch kam auch dieser nicht ohne einige interessante Moves aus: Die Eagles tradeten für Darius Slay, während die Los Angeles Rams Todd Gurley entließen. Auch Joe Flacco fiel dem Cut zum Opfer. Zudem wurde einige interessante Free Agents verpflichtet.

Free Agency Tag 4 Recap

Nach drei Tagen voller Neuigkeiten, Trades und Signings beruhigte sich das NFL-Geschehen am Donnerstag merklich - obwohl nach wie vor zahlreiche namhafte Spieler als Free Agents verfügbar sind. Daher werfen wir vorab einen Blick auf die besten Athleten auf dem freien Markt:

  • Jadeveon Clowney

  • Jameis Winston

  • Emmanuel Sanders

  • Robby Anderson

  • Eric Ebron

  • Todd Gurley

  • Melvin Gordon

  • Ha Ha Clinton-Dix

  • Nickell Robey-Coleman

  • Prince Amukamara

  • Logan Ryan

  • Jason Peters

  • Everson Griffen

Eine genauere Einschätzung zu einigen dieser Spieler findet ihr hier:


Philadelphia Eagles sichern sich Darius Slay per Trade

Der größte Deal des Tages war derweil fraglos der Trade von Darius Slay zu den Philadelphia Eagles. Slay war in Detroit der klare Nummer-eins-Corner, meist verfolgte er im Man-lastigen Scheme der Lions den besten gegnerischen Receiver.

Der 29-Jährige mag nicht ganz auf dem Level von Stephon Gilmore oder Jalen Ramsey sein, doch Slay gehört ohne jede Frage zu den Top-Cornerbacks in der Liga, er wertet die Eagles-Secondary auf einen Schlag klar auf und gibt Philly einen Nummer-eins-Corner, wie ihn das Team sein einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gehabt hat.

Dies hat allerdings auch seinen Preis: GM Howie Roseman zahlt nicht nur einen Dritt- und einen Fünftrundenpick für Slays Dienste, gleichzeitig macht Philly ihn auch zum bestbezahlten Cornerback der Liga. Slay unterzeichnete eine Verlängerung über drei Jahre und 50 Millionen Dollar. Kein anderer Spieler auf der Position verdient mehr als Slays jährliches Salär von mehr als 16,5 Millionen Dollar.

Detroit spart auf der Gegenseite Cap Space ein und erhält zwei zusätzliche Mid-Round-Picks. Darüber hinaus galt die Beziehung zu Slay als belastet, wenn nicht sogar als vergiftet. Noch am selben Tag schoss der Corner gegen Matt Patricia seinen Ex-Coach und erklärte unter anderem, er respektiere diesen nicht als Person.

Los Angeles Rams entlassen Todd Gurley

Die Los Angeles Rams trennen sich derweil von Todd Gurley. Es war ein Move, den so mancher erwartet hatte, trotzdem dürfte die Nachricht, dass das Team den einstigen MVP-Kandidaten schon wieder entlässt, so manchen Fan überrascht, wenn nicht gar schockiert, haben.

Gurley hatte zuletzt mit starken Knieproblemen zu kämpfen und konnte keinen kompletten Workload für die Rams mehr schultern. Darüber hinaus hatte er einfach unter den schlechten Umständen im Team zu leiden: Die Offensive Line der Rams war schwach, das Scheme nicht mehr so effektiv wie noch in den Vorjahren.

Gurley ist somit ein weiteres Negativ-Beispiel für einen kostspieligen Running-Back-Vertrag. Diese lohnten sich zuletzt eigentlich nie, man erinnere sich auch an David Johnson oder an Le'Veon Bell im Vorjahr. Die Rams müssen sich nun einige Kritik gefallen lassen: Sie werden über die kommenden zwei Saisons an die 20 Millionen Dollar Dead Cap schultern müssen, obwohl sie Gurley nie hätten verlängern müssen: Sein Rookie-Deal wäre erst in diesem Frühjahr ausgelaufen.

Auch Clay Matthews wird entlassen

Auch Clay Matthews fiel in Los Angeles dem Cut zum Opfer. Die Rams müssen Cap Space sparen - und das obwohl sie mit Cory Littleton, Dante Fowler, Michael Brockers und Nickell Robey-Coleman bereits zahlreiche defensive Leistungsträger haben gehen lassen müssen.

Matthews war erst vor einem Jahr zum Team gestoßen und hatte mit acht Sacks in nur 13 Spielen durchaus einen positiven Eindruck hinterlassen. Sofern der Linebacker seine Karriere nicht beenden will, dürfte er einige Interessenten haben. Matthews kann als Off-Ball-Linebacker spielen, ist als Pass-Rusher jedoch wertvoller. Eine Rückkehr nach Green Bay scheint nicht völlig ausgeschlossen, im vergangenen Jahr waren beispielsweise auch die Baltimore Ravens an ihm interessiert.

Broncos trennen sich von Joe Flacco

Eine weitere namhafte Entlassung: Joe Flacco. Der einstige Super Bowl MVP wurde nur ein Jahr, nachdem die Broncos einen Viertrundenpick für den Quarterback hinlegten, entlassen. Flacco könnte seine Karriere nun beenden, er litt im vergangenen Jahr an ernstzunehmenden Nackenproblemen, oder sich einem Team als Backup-QB anschließen.

Corona: Sean Payton positiv getestet

Auch die NFL kommt nicht mehr ohne Corona-Fall aus: Mit Sean Payton, Head Coach der New Orleans Saints, infizierte sich ein namhafter Vertreter mit dem Virus. Payton geht es allerdings gut, sein Zustand ist derzeit nicht besorgniserregend. Der 56-Jährige befindet sich jedoch vorerst in Quarantäne.

Billings, Campbell, Alexander: Die Signings des Tages

Eine Handvoll Signings gab es zudem doch, zwei davon tätigen die Browns. Cleveland verpflichtete Andrew Billings, Defensive Tackle, der im Vorjahr noch für die Bengals auflief. Billings ist ein guter Run-Defender und kommt mit 3,5 Millionen Dollar für eine Saison ohne Risiko daher. Ähnliches gilt für Kevin Johnson: Der Cornerback unterschrieb ebenfalls für ein Jahr über 3,5 Millionen Dollar, diese Summe kann durch Boni allerdings auf bis zu 6,5 Millionen steigen.

Die Arizona Cardinals verpflichteten derweil De'Vondre Campbell. Der Off-Ball-Linebacker war im Vorjahr für die Falcons aktiv und unterschrieb ebenfalls einen Einjahresvertrag. Bei den Cardinals dürfte Campbell in der Defense starten, seine Dienste lässt sich das Team bis zu 8,5 Millionen Dollar für die Saison kosten.

Die Cincinnati Bengals bleiben zudem überraschend aktiv, mit Mackensie Alexander landete das Team allerdings auch ein echtes Schnäppchen. Der Cornerback spielte für die Vikings bislang grundsolide, dennoch war er für die Franchise für nur vier Millionen Dollar zu haben. Alexander unterschrieb einen Einjahresvertrag und dürfte hoffen, im nächsten Jahr einen größeren Deal abstauben zu können.

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