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NFL

Third and Long: Free Agency Gewinner und Verlierer, Top- und Flop-Deals

SPOX blickt auf die erste Welle der Free Agency, inklusive der Gewinner und Verlierer.

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Free Agency: Deals, die mir gefallen haben

Shaquil Barrett, OLB, zu den Buccaneers

Deal: 1 Jahr, 5 Millionen Dollar, Garantien TBA.

Mit sehr wenig Cap Space und vielen Baustellen in der eigenen Defense ging Tampa Bay in die vergangene Woche, der Abgang von Kwon Alexander vergrößerte diese Baustellen nochmals. Eine zentrale Problemzone? Der Pass-Rush. Hier haben sich die Bucs einen meiner Top-Under-the-Radar-Free-Agents geholt: Barrett ist 26 Jahre alt und war in Denver über vier Jahre immer in einer Rotationsrolle, zeigte da aber vielversprechende Ansätze. Nur 2017 kam er auf über 300 Pass-Rush-Snaps - und verzeichnete 43 QB-Pressures. Jetzt kann er mit einem günstigen Einjahresvertrag in Tampa zeigen, dass er daran als Starter anknüpfen kann. Eine Win-Win-Situation.

Eric Weddle, FS, zu den Rams

Deal: 2 Jahre, 10,5 Millionen Dollar, 6,25 Mio. garantiert.

Teams können einen Top-Kader nicht langfristig zusammenhalten, das verhindert der Salary Cap. Die Rams konnten dieses Jahr Saffold, mutmaßlich auch Suh - und eben Lamarcus Joyner nicht halten. Weddle als kurzfristige Ersatzlösung ist eine super Investition: Der Routinier unterschrieb vor dem Start der Free Agency und bevor der Safety-Markt überhitzte, bringt der Defense Stabilität und eine gewisse Flexibilität und war bei den Ravens ein ganz zentraler Part einer Defense, die davon lebte, Offenses mit Komplexität zu schlagen. Er kann nicht - im Gegensatz zu Joyner - im Slot covern, ansonsten aber hat L.A. eine super Ersatzlösung gefunden. Bonus: Da Weddle von den Ravens entlassen wurde, wird er die Compensatory Formel der Rams nicht belasten.

Bryce Callahan, SCB, zu den Broncos

Deal: 3 Jahre, 21 Millionen Dollar, 10 Mio. garantiert.

Warum Callahan signifikant weniger bekommen hat als Justin Coleman in Detroit ist mir ein Rätsel. Der 27-Jährige war über die letzten beiden Jahre einer der besten Slot-Cornerbacks der Liga und hat sich insgesamt über seine NFL-Karriere konstant gesteigert, mit seiner besten Saison 2018. Denver hat einige Moves hingelegt, über die man streiten kann - vorneweg der Flacco-Trade -, aber Callahan ist eine der Top-Value-Verpflichtungen dieser Free Agency, welche Denvers Secondary auf einen Schlag wieder mehr Stabilität verleiht. Zumal Chris Harris so auch in Nickel-Paketen outside bleiben kann.

Jordan Hicks, LB, zu den Cardinals

Deal: 4 Jahre, 34 Millionen Dollar, 20 Mio. garantiert.

Der Linebacker-Markt eskalierte phasenweise, insbesondere natürlich mit den Deals von C.J. Mosley und Kwon Alexander, auch wenn bei Letzterem die Niners in puncto Vertragsstruktur sehr gute Arbeit geleistet haben und schnell aus dem Deal wieder raus können. Hicks ist sportlich vielleicht der interessanteste Off-Ball-Linebacker auf dem Markt, weil er ohne Zweifel der beste verfügbare Cover-Linebacker und damit ein echter 3-Down-Spieler ist. Verletzungen sind bei dem 26-Jährigen das große Fragezeichen, doch bleibt er fit, hat Arizona eine riesige Baustelle mit einem fairen Deal und einem sehr guten Spieler geschlossen.

Matt Paradis, C, zu den Panthers

Deal: 3 Jahre, 29 Millionen Dollar, 12 Mio. garantiert.

Ein Wadenbeinbruch beendete die vergangene Saison für Paradis bereits Anfang November, und in Denver gab es wohl ernsthafte Sorgen, ob er davon zu 100 Prozent zurückkehrt - weshalb die Broncos einen Top-Center ziehen ließen. Der Markt spiegelte diese Sorgen wieder, denn die Panthers haben hier womöglich - wenn der 29-Jährige vollständig kuriert zurückkommt - einen der größten Steals dieser Free Agency hingelegt. Carolina brauchte nach dem Rücktritt von Kalil dringend einen Center, Paradis ist insbesondere in Pass-Protection ein Upgrade gegenüber Kalil und sollte eine riesige Unterstützung für Cam Newton darstellen.

Free Agency: Deals, die mir nicht gefallen haben

C.J. Mosley, ILB, zu den Jets

Deal: 5 Jahre, 85 Millionen Dollar, 51 Mio. garantiert.

Mir ist klar, dass man in der Free Agency grundsätzlich Spieler überbezahlen muss, und dass Mosley auch als Leader einen immensen Mehrwert für die Jets-Defense mitbringt. Aber das rechtfertigt für mich in keinster Weise, dass die Jets Mosley 5,7 Millionen im Jahr mehr zahlen als die Panthers Luke Kuechly und 6,25 Millionen mehr als die Seahawks Bobby Wagner. Garantien über 51 Millionen Dollar übertreffen ebenfalls alles, was wir von Inside Linebackern kennen, um ein Vielfaches. Wagner und Kuechly sind nicht nur bessere Linebacker insgesamt, sie bringen vor allem auch in Coverage und gegen den Pass generell entschieden mehr Wert mit. Das Passspiel wird in der heutigen NFL immer wichtiger, und Mosley ist - positionsbedingt und was seine Stärken und Schwächen angeht - kein Spieler, der das Passspiel maßgeblich beeinflusst. Ich halte wenig davon, für diese Art Spieler derart tief in die Tasche zu greifen. Das gilt übrigens auch für ...

Landon Collins, SS, zu den Redskins

Deal: 6 Jahre, 84 Millionen Dollar, 44,5 Mio. garantiert.

Ähnliches Spiel wie bei Mosley, wobei man bei Collins sogar noch mehr argumentieren kann, dass er einer der ligaweit besten Spieler auf seiner Position ist - nur ist ein Strong Safety eben auch ein Spieler, der in der primären Aufgabe einer NFL-Defense im Jahr 2019, also das Stoppen des Passing Games, nur eine überschaubare Rolle hat. Collins' größte Stärke ist, wenn er rund um die Box eingesetzt wird und dort einige Freiheiten genießt. Das hat ohne Frage Wert, und der 25-Jährige ist auch keine Katastrophe in Coverage. Allerdings wird er über die nächsten Jahre deutlich mehr verdienen als Safetys, die in Coverage einen deutlich höheren Wert für ihr Team mitbringen. Diesen Deal in dieser Höhe hatte ich absolut nicht kommen sehen.

Nick Foles, QB, zu den Jaguars

Deal: 4 Jahre, 88 Millionen Dollar, 50,1 Mio. garantiert.

Ein zweischneidiges Schwert. Die Quarterback-Position ist mit Abstand die wichtigste auf dem Feld, und sie wird in der NFL von Jahr zu Jahr wichtiger. Foles ist definitiv ein Upgrade gegenüber Blake Bortles, doch in welchem Umfang? Foles' Highlights gehen weit über Bortles' beste Spiele hinaus, doch wenn wir von einer Saison sprechen? Von zwei? Von vier? Hier kommt Foles' Inkonstanz nämlich dann gravierend mit in die Rechnung, und die kann man nicht einfach aufgrund einiger Highlight-Auftritte vor vielen Zuschauern ignorieren. Die Jags werden mit dieser Verpflichtung besser, aber sie haben wieder einem inkonstanten Quarterback einen langfristigen Vertrag mit zu hohen Garantien gegeben. Umso mehr vor dem Hintergrund der Frage: Gegen welches Team hat Jacksonville hier geboten? Wär hätte Foles diesen Deal sonst gegeben?

Latavius Murray, RB, zu den Saints

Deal: 4 Jahre, 14,4 Millionen Dollar, 7,2 Mio. garantiert.

Für ein wenig mehr Geld hätten die Saints Ingram halten können - und Murray ist der prototypische Running Back, den man im Draft ebenfalls findet. Dass er auf dem Markt über sieben Millionen Dollar garantiert erhält, hätte ich nicht erwartet. Umso weniger, wenn es in New Orleans nur darum geht, eine Ergänzung zu Alvin Kamara zu finden.

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