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NFL

Third and Long: Free Agency Gewinner und Verlierer, Top- und Flop-Deals

SPOX blickt auf die erste Welle der Free Agency, inklusive der Gewinner und Verlierer.

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Free Agency Verlierer

Baltimore Ravens

Die Verpflichtung von Earl Thomas ist ein klares Upgrade gegenüber Eric Weddle und gibt den Ravens noch mehr Möglichkeiten in den eigenen Blitz-Paketen, weil Thomas in Coverage einem Defensive Coordinator dahinter so viel mehr Freiheiten gibt. Aber neben diesem Upgrade gab es auch einen brutalen Aderlass im restlichen Team.

Mit C.J. Mosley und Terrell Suggs verliert die Defense Leistungsträger und unangefochtene Leader auf den anderen beiden Leveln der Defense. Za'Darius Smith, inzwischen in Green Bay, war letztes Jahr einer der besten "zweiten" Pass-Rusher. Der Pass-Rush ist jetzt ein ernsthaftes Fragezeichen in Baltimore.

Und offensiv muss das Wide Receiver Corps nach dem Abgang von John Brown sowie der Entlassung von Michael Crabtree grundsätzlich neu aufgebaut werden. Die Ravens gehen mit ziemlich vielen Fragezeichen in den Draft.

New York Giants

Meine Meinung zu den Giants hatte ich ja bereits während der ersten Free Agency Woche ausführlicher kundgetan - und das Bild wurde seither nicht wirklich klarer.

Ein Elite-Talent wie Odell Beckham zu Beginn seiner Prime für einen derart geringen Preis abzugeben, macht keinen Sinn und legt einen krassen Umbruch nahe; im nächsten Moment aber den bald 31-jährigen Golden Tate - ein Slot-Receiver, wie man ihn in Sterling Shepard schon hat - für vier Jahre und 37,5 Millionen Dollar zu verpflichten, macht in diesem Zusammenhang keinerlei Sinn und ist ein Tiefschlag für die eigene Compensatory Formel. Landon Collins ist derweil ebenfalls weg und soll durch Jabrill Peppers ersetzt werden.

Ein Move, der mir tatsächlich gefiel, war die günstige Verpflichtung von Markus Golden, der Bettchers Defense aus Arizona kennt und schnell eine Pass-Rush-Hilfe darstellen sollte. Die Aussagen von GM Dave Gettleman nach dem Beckham-Trade geben Giants-Fans ebenfalls wenig Hoffnung. Die Hoffnung muss sein, dass Gettleman einen klaren Quarterback-Plan (Josh Rosen? Kyler Murray? Dwayne Haskins?) hat. Doch auch hier gibt es Fragezeichen, so hartnäckig wie die Giants Eli verteidigen.

Cincinnati Bengals

Mit keinem Team kann ich in dieser Free Agency weniger anfangen. Die Bengals haben C.J. Uzomah für über sechs Millionen Dollar im Jahr gehalten, und Tyler Eifert als zweiten eigenen Free-Agent-Tight-End ebenfalls zurückgeholt. Dann haben sie Bobby Hart gnadenlos überbezahlt, und all das nach dem Debakel einer Defensive-Coordinator-Suche. Ex-Bills-Guard John Miller wäre hier am ehesten noch ein kleiner Lichtblick, die Debüt-Saison von Rookie-Head-Coach Zac Taylor wird aber alles andere als einfach.

Minnesota Vikings

Die Packers haben sich mit Za'Darius Smith und Preston Smith ein komplett neues und deutlich besseres Pass-Rush-Duo eingekauft. Die Lions haben sich in Trey Flowers den besten Defensive Lineman auf dem Markt gesichert. Und Chicago hat mit Khalil Mack und Akiem Hicks sowieso das beste Pass-Rush-Duo der Division, sowie Leonard Floyd als zusätzliche Option daneben.

Kurzum: Die Vikings werden allein in ihrer Division nächstes Jahr mindestens sechs Mal gegen potentiell sehr gefährliche Pass-Rushs antreten müssen, daneben warten unter anderem die Eagles, Broncos und Chargers. Für Minnesota war letztes Jahr bereits im Prinzip jede O-Line-Position außerhalb von Brian O'Neill eine größere Problemzone, und dass man sich hier von Mike Remmers getrennt hat, ist durchaus nachvollziehbar. Doch wo sind die Alternativen?

Remmers und Tom Compton (ebenfalls Free Agent) waren beide in der Top-12 der vergangenen Saison was zugelassene Pressures für Guards angeht, Pat Elflein ließ die drittmeisten Center-Pressures zu und Riley Reiff kassierte die achtmeisten QB-Pressures aller Tackles. Stand heute ist die Line trotzdem nochmal schlechter geworden, und Kirk Cousins, in den die Vikings so viel Geld investiert haben, wird erneut mit viel Pressure klarkommen müssen, was so gar nicht seine Stärke ist.

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