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NFL

NFL: Week 1 Overreaction: "Kein Le'Veon Bell? Kein Problem für Pittsburgh"

Le'Veon Bell bleibt den Steelers weiterhin fern.
© getty

These 4: Am Ende gewinnen die Chiefs doch wieder die AFC West

mySPOX-User Butfumlbe93 (Stats): Das war schon sehr enttäuschend von den Chargers und gleichzeitig wirklich beeindruckend von Kansas City! Die Defense hielt gegen eine der auf dem Papier besten Offense der Liga und Mahomes zeigte mehr als nur dumpfes und riskantes "Downfield-Geballere". Der Touchdown auf Fullback Anthony Sherman war der perfekte Touch-Pass genau über die ausgestreckten Arme des Linebackers hinweg. Vielleicht lag ich mit meiner Pre-Draft-Einschätzung über den Sophomore doch daneben. Und Andy Reid ist einfach einer der besten Coaches dieser Liga. Diesen Faktor unterschätzt man immer wieder. Die Chargers dagegen? Stehen sich mal wieder selbst im Weg und haben an der Injury-Front weiter Pech. Defensive End Joey Bosa wird vermutlich weitere Wochen fehlen, eine empfindliche Schwächung für das gesamte Team. Nun hat man auch noch das erste direkte Duell gegen die Chiefs im eigenen Stadion verloren. Keine gute Ausgangsposition, bedenkt man, dass bei gleicher Bilanz der direkte Vergleich den Divisionsieger ermittelt. Und die Broncos? Couragierter Auftritt und ein verdienter Win, aber nach dem Spiel bleibt mein Eindruck: Case Keenum ist kein Repeat seiner letzten Saison zuzutrauen.

Adrian Franke (SPOX): Das war definitiv absolut beeindruckend von der Chiefs-Offense, bei der Defense aber kann ich so nicht mitgehen. Die Chargers hatten am Ende ja nicht nur einen ganz ordentlichen Offense-Output, sie hätten noch zwei, drei riesige Big Plays mehr haben müssen, bei denen die Defense geschlagen war, die Receiver aber den Ball nicht kontrollieren konnten. Das bleibt für mich eine große Storyline, ich denke, Kansas City wird oft ähnliche Leistungen der Offense wie die am Sonntag brauchen. Wo ich voll mitgehe, ist deine Aussage zu Andy Reid - der wird teilweise noch immer unterschätzt, dabei breitet sich sein Coaching Tree gerade in der Liga aus und mehr und mehr Teams wollen seine Offense studieren und nutzen. Die spannende Frage aber: Können die Chiefs das über eine ganze Saison durchziehen? Oder stellen sich Defenses wieder auf sie ein und es gibt Durchhänger, welche die Defense dann nicht auffangen kann? Wäre ja nicht das erste Mal. Die Bosa-Verletzung ist ein riesiges Problem für die Chargers, ich bin hier aber nach Week 1 nicht bereit, L.A. abzuschreiben und bleibe vorerst bei meinem Division-Sieger-Tipp. Die Raiders sind in meinen Augen in der Division abgeschlagen, die Broncos haben mit der Defense und einer zumindest mutigeren Offense Potential - ich sehe sie aber eher als Wildcard-Kandidaten.

Daniel Hofmann (brownsfans.de): Nach dem Sieg gegen den hochgehandelten Divisions-Rivalen mag man sich zu dieser These schnell hinreißen lassen. Mit Patrick Mahomes hat man einen vielversprechenden Quarterback als Starter, der aber sicherlich auch noch Fehler machen wird. Ein wichtiger Faktor wird vor allem wieder Andy Reid sein, der als Head Coach schon häufig Teams über eine Saison stetig weiterentwickelt hat, was eine qualitative Leistungssteigerung zum Ende der Saison bescherte. Wirklich sicher, wo die Chiefs genau einzuordnen sind, zeigen wohl die kommenden Spiele in Pittsburgh und gegen San Francisco. Doch auch wenn die kommenden Spiele nicht erfolgreich gestaltet werden sollten, so bleiben die Chiefs ein Kandidat für den Division-Titel. Eben weil Andy Reid die Zügel in der Hand hält. Das Jahr 2015 ist da ein gutes Beispiel.

Marko Markovic (Two Point Conversation): Man kann die Chargers fast nur hassen. Sie sind die Falcons der AFC: Geladen bis dorthinaus mit Talent, aber immer zu sloppy, um zu überzeugen und meistens mit fragwürdigem Coaching gesegnet. Der Refrain ist natürlich: Woche 1 ist wie Preseason, unsauberes Spiel bügelt sich im Verlauf der Saison raus, sie werden Bosa zurückbekommen, und so weiter. Und als Apologet dieser guten-aber-schlechten Teams kann ich nur sagen: Die Drops werden nicht immer so fallen. Philip Rivers hat in vielen Belangen Pat Mahomes die Stirn geboten. Und Denver gab auch ein Lebenszeichen von sich. Der Westen ist noch zu haben.

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